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Mi, 10.11.04, 17 h: Geomagnetischer Sturm flaut ab - kommende Nacht dennoch Polarlichtchancen
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Polarlicht über Aschaffenburg am 07.11.2004


Polarlicht über Aschaffenburg - © 2004 by Udo Langenohl, Aschaffenburg

Dieses prächtige Polarlichtbild entstand am Sonntag, den 07.11.2004 abends um 22:22 Uhr MEZ über Aschaffenburg. Schön zu sehen ist der für unsere Breiten typische, rötliche Schimmer mit Beamern über der horizontnahen, grünlichen Aufhellung, die Polarlichter in nördlicheren Breiten hervorzurufen pflegen. Die dunkleren Strukturen rühren von Wolken her, die vor dem Polarlicht stehen. - Die Belichtungszeit der Aufnahme betrug 12 Sekunden.



Das Nachtwetter vom 10.-11.11.2004

Die Nacht zum Donnerstag


Nordwesten


Nordosten

Wettersymbol

Wettersymbol

stark bewölkt, später
im Osten Aufklarungen
Min 5 bis -1°

von O her Aufklarungen
später örtlich Nebel
Min +2 bis -2°


Westen


Mitte


Osten

Wettersymbol

Wettersymbol

Wettersymbol

trüb, kaum Aufklarungen
aber weitgehend trocken
Min +2 bis 0°

trüb, kaum Aufklarungen
aber weitgehend trocken
Min 0 bis -2°

teils klar, teils Nebel
später im S Schneefall
Min 0 bis -2°


Südwesten


Südosten

Wettersymbol

Wettersymbol

trüb, später Schneefall
Täler auch Schneeregen
Min +2 bis 0°

Schneefälle, nur im S und
im O später Auflockerungen
Min +2 bis -2°


WETTERLAGE - irdisch:

Während große Teile Deutschlands im Bereich eines sich auflösenden Tiefs von feucht-kalter, wolkenreicher Luft beeinflusst werden, setzt sich im Osten schwacher Zwischenhochdruckeinfluss mit Aufklarungen durch, die sich im Lauf der Nacht teilweise auch auf den Norden des Landes ausdehnen können. Dennoch dominiert dort noch meist hochnebelartige Bewölkung. Der Süden des Landes wird dagegen von einem neuen Schneefallgebiet erfasst.

Polarlichtwetter in der Nacht zum Donnerstag:
Im Nordosten passable Beobachtungschancen!

Dichte Wolken oder Hochnebel verhüllen in der kommenden Nacht den Sternenhimmel wieder in weiten Teilen Deutschlands und in Bayern setzt von Süden her neuer, zeitweiliger Schneefall ein, der sich im Lauf der Nacht auch ins östliche Baden-Württemberg und nordwärts bis nach Thüringen ausbreitet, jedoch nicht sehr ergiebig sein wird. Sonst können sich hier und da zwar auch mal kleine Wolkenfenster öffnen, doch sind diese nicht von Dauer und sowohl zeitlich, als auch örtlich nicht wirklich vorhersagbar. - Deutlich besser sieht es eingangs der Nacht allerdings im Osten aus, wo es von der Lausitz über das östliche Brandenburg hinweg bis nach Vorpommern zunächst klar ist und diese Aufklarungszone dehnt sich während der Nacht mehr und mehr nordwestwärts aus, so dass in den Frühstunden bis ins südöstliche Schleswig-Holstein hinein sowie bis etwa zur Elbmündung mit klaren Abschnitten gerechnet werden kann. Hier können sich später allerdings wieder Nebelfelder bilden und in Sachsen schieben sich in der zweiten Nachthälfte zudem wieder hohe Wolken vor den Sternenhimmel. Mit Temperaturen zwischen +5 Grad an der Nordsee und +3 bis +2 Grad in den anderen Gebieten wird es wieder recht kalt.

Wettertrend für die Nacht zum Freitag:
Alpenrand noch trüb, sonst zeit- und gebietsweise aufklarend!

In Alpennähe ist es noch trüb mit etwas Schnee oder Schneeregen, sonst lockert sich die hochnebelartige Wolkendecke gebietsweise auf und vor allem im mittleren und nördlichen Deutschland klart der Himmel auch zeitweise auf. Später bilden sich allerdings neue Nebelfelder und in Nordseeküstennähe ziehen auch in der Höhe wieder dichtere Wolkenfelder auf.

Schweiz und Österreich:

Fast überall bedeckt mit Schnee-, Schneeregen und Regenfällen, dabei südlich des Alpenhauptkamms oberhalb von etwa 400 bis 800 Metern erhebliche Neuschneemengen. - Geringe Aufklarungschancen lediglich anfangs in der Westschweiz, später auch hier dicht! - In der Nacht zum Freitag zögernde Wetterbesserung, aber anfangs immer noch viele Wolken.


Dieser Wetterbericht wurde am Mittwoch, den 10.11.04 um 17:30 Uhr aktualisiert
nächste Aktualisierung: bei Bedarf am Donnerstag, den 11.11.04 gegen 18:00 Uhr



WELTRAUMWETTERBERICHT

Wetterlage: Geomagnetischer Sturm flaut langsam ab!
Teilchenwolken, die im Laufe der letzten Woche auf der Sonne durch starke Ausbrüche in Richtung Erde geschleudert wurden, haben in den vergangenen 72 Stunden zu extremer geomagnetischer Aktivität geführt. Diese Aktivität zeigte sich auch in Form von sichtbaren Polarlichtern, die am 08. und 09.11. in Teilen Mitteleuropas aber vor allem bis in die Südstaaten der USA gesehen werden konnten. Im Moment befindet sich der jüngste geomagnetischer Sturm in seiner Abschwächungsphase!

Die Aussichten: Zunächst noch moderate Polarlichtchancen!
Der aktuelle geomagnetische Sturm wird auch in den nächsten Stunden noch anhalten, aber zunehmend schwächer werden. In dieser Phase kommt es aber dennoch zu teils sehr heftigen, aber recht kurzen Polarlichterscheinungen, die daher nicht vorhersehbar sind. Leider dürften auch heute Abend diese potenziellen Polarlichter von Mitteleuropa aus wegen der ungünstigen Wetterbedingungen nur schwer sichtbar sein. Die Aussichten auf weitere Polarlichter in der zweiten Wochenhälfte sind immer noch mäßig, aber auf alle Fälle geringer als in den vergangenen drei Tagen. Zwar ist die Sonne weiterhin aktiv, doch die relevante Sonnenfleckengruppe befindet sich bereits in einer für Ausbrüche ungünstigen Position am Sonnenrand. Weitere Materiewolken, die noch auf dem Weg zur Erde sind, werden daher vermutlich nur als "Streifschüsse" treffen. Aufgrund der bisher beobachteten "Treffer" kann die Chance auf weitere Polarlichter auch aus diesen Ausbrüchen, als weiterhin realistisch hoch eingeschätzt werden. Der Großteil der Aurora Erscheinungen wird sich ab jetzt aber in den Regionen um die Polarkreise abspielen. Kurze und recht schwache Episoden sind aber bis Freitagmorgen auch im nördlichen Mitteleuropa durchaus möglich. Ab dem Wochenende ist dann aber nicht mehr mit Polarlichtern zu rechnen.

Aktuelle Informationen gibt es im Polarlichtforum des Arbeitskreises Meteore (AKM)

Hinweis: Dieser Weltraumwetterbericht wurde am 10.11.2004, 12:00 h UTC von Ulrich Rieth aktualisiert. - Die Aussagen beruhen auf fundierten Amateur-Interpretationen der Lage. Eine Gewähr oder gar Haftung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Informationen wird jedoch nicht übernommen. Der Planung technischer Maßnahmen sollte in jedem Fall der Datenpool offizieller Einrichtungen zur Überwachung der Sonnenaktivität zugrunde gelegt werden.


Aktualisierung des Weltraumwetters: bei wichtigen Änderungen!


Tipps:

Wer klaren Himmel hat, sollte die Informationen zum Sonnenwind und damit zur potenziellen Polarlichtaktivität verfolgen. Um hierbei immer Up-To-Date zu bleiben empfiehlt sich der gelegentliche Besuch des Polarlichtforums des AKM. Werden dort Beobachtungen gemeldet, so sollte man sich ein dunkles Plätzchen ohne störendes Licht suchen und den Nordhimmel im Auge behalten: Zumindest zeitweise könnte dann Polarlicht aufglimmen. Zu sehen ist mit etwas Glück eine deutliche Aufhellung des Nordhimmels, wobei ein rötlicher Schimmer, womöglich mit Strahlen und Beamern erkannt werden kann, der sich in Form und Intensität langsam verändert. - Für weitergehende Informationen zum Thema Polarlicht beachten sie bitte auch unsere Direktlinks zu Polarlichtseiten in der Navigationsleiste links unter "Weltraumwetter" ...

***

mit freundlicher Unterstützung der meteomedia ag, Gais - CH


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