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Do, 20.01.05, 21 h: Derzeit keine PL-Chancen - CME neuen X-Flares könnte Erde jedoch streifen!
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Polarlicht über Aschaffenburg am 07.11.2004


Polarlicht über Aschaffenburg - © 2004 by Udo Langenohl, Aschaffenburg

Dieses prächtige Polarlichtbild entstand beim letzten, großen geomagnetischen Sturm, am Sonntag, den 07.11.2004 abends um 22:22 Uhr MEZ über Aschaffenburg. Schön zu sehen ist der für unsere Breiten typische, rötliche Schimmer mit Beamern über der horizontnahen, grünlichen Aufhellung, die Polarlichter in nördlicheren Breiten hervorzurufen pflegen. Die dunkleren Strukturen rühren von Wolken her, die vor dem Polarlicht stehen. - Die Belichtungszeit der Aufnahme betrug 12 Sekunden.


WELTRAUMWETTERBERICHT

Heute keine Polarlichtchancen mehr - Neuer X-Flare könnte am Freitag die Erde streifen!

Solarer Röntgenstatus: Röntgenaktivität
Geomagnetisches Feld: Geomagnetischer Status


Stand 20.01.,21 Uhr MEZ: Die Geschwindigkeit des Sonnenwinds hat inzwischen stark abgenommen, Polarlichter sind in der Nacht zum Freitag daher nicht mehr zu erwarten.

Allerdings hat sich auf der Sonne Freitagfrüh erneut ein sehr starker Ausbruch, ein so genannter X-Class-Flare (genaue Stärke: X7.1), ereignet ...


Monitor der Röntgen-Ausbrüche auf der Sonne


Monitor der solaren Röntgen-Ausbrüche - © 2005 by n3kl.org

Dieser NOAA-Monitor zeigt schön den Verlauf der solaren Röntgenaktivität der vergangenen Tage. Gut erkennt man den mächtigen und lang anhaltenden X-Class-Flare von Donnerstagfrüh. Experten sind sich noch nicht sicher, ob der damit verbundene Coronale Massenauswurf (CME) trotz der ungünstigen Position der ursächlichen Fleckengruppe 720 die Erde noch streifen wird oder nicht.

Tut ers, so dürften in der Nacht zum Samstag Polarlichter zu sehen sein, vorausgesetzt Petrus gibt die Bühne frei! - Ggf. bringen wir am Freitagnachmittag gegen 16 Uhr ein ausführliches Weltraumwetter. Anderenfalls aktualisieren wir diese Seite erst wieder bei neuen, polarlichtrelevanten Ereignissen.

Die Aussichten: In der Nacht zum Freitag bestehen keine Chancen auf Aurora-Erscheinungen.

Hinweis: Dieser Weltraumwetterbericht wurde am 20.01.2005, um 21:00 h MEZ aktualisiert. - Die Aussagen beruhen auf fundierten Amateur-Interpretationen der Lage. Eine Gewähr oder gar Haftung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Informationen wird jedoch nicht übernommen. Der Planung technischer Maßnahmen sollte in jedem Fall der Datenpool offizieller Einrichtungen zur Überwachung der Sonnenaktivität zugrunde gelegt werden.

Aktualisierung des Weltraumwetters: bei neuen Erkenntnissen am Freitag, den 21.01.05 gegen 16 Uhr


Hier noch ein Tipp zur Selbstabschätzung der Polarlichtchancen:

Die genaue Entwicklung eines geomagnetischen Sturms und damit die Chancen der Sichtbarkeit von Polarlichtern läßt sich nur kurzfristig bestimmen, weil sich die konkreten Bedingungen auch während eines solchen Sturms meist von Minute zu Minute verändern. Aus diesem Grund sind Polarlichter auch immer in Bewegung und erscheinen wie kosmische Gewebe aus waberndem Licht.

Eine wichtige Hilfestellung dafür, ob gerade in demselben Moment, in dem Sie sie diese Zeilen lesen, günstige Voraussetzungen für Polarlicht bestehen, bietet die nachfolgende Grafik zum Verhalten des Sonnenwinds und des aktuellen Erdmagnetfelds:

Sonnenwind und Magnetfeld

Das Diagramm zeigt die wichtigsten Größen zur Beurteilung der aktuellen Polarlichtchancen auf einen Blick: - 1. Die Geschwindigkeit des Sonnenwinds (horizontale Achse), - 2. Die Ausrichtung des IMF (vertikale Achse) und - 3. Die Teilchendichte des Sonnenwinds (Farbskala), die auch in der Pfeilspitze angezeigt wird. - Je weiter diese nach rechts unten ins rote Feld weist, desto größer ist die Chance für Polarlicht. Das Diagramm wird alle 10 Minuten aktualisiert!

Für weitere aktuelle Informationen empfehlen wir die Polarlichtseite von naturgewalten.de und das Polarlichtforum des Arbeitskreises Meteore (AKM). Dort wird sofort gemeldet, wenn irgendwo jemand eine Beobachtung macht.


Und hier das irdische Nachtwetter


Noaa-Satellitenbild Europa

Für volle Auflösung (ca. 2500 x 4500 px) bitte ins Bild oder hier klicken!
Copyright 2004 RSGB, University of Bern and NOAA

Zu sehen ist die aktuelle Wolkenverteilung über Europa in hoher Auflösung. Das Bild wird alle 2-3 Stunden aktualisiert.

Hinweis: Für die Nacht zum Freitag wurde keine Wettervorhersage erstellt, da es fast überall regnet.


Tipps:

Wer klaren Himmel hat, sollte die Informationen zum Sonnenwind und damit zur potenziellen Polarlichtaktivität verfolgen. Um hierbei immer Up-To-Date zu bleiben, empfiehlt sich der gelegentliche Besuch des Polarlichtforums des AKM. Werden dort nach Materieauswürfen auf der Sonne Polarlichtbeobachtungen gemeldet, sollte man sich ein dunkles Plätzchen ohne störendes Licht suchen und den Nordhimmel im Auge behalten: Zumindest zeitweise könnte dann Polarlicht aufglimmen. Zu sehen ist mit etwas Glück eine deutliche Aufhellung des Nordhimmels, wobei meist ein rötlicher Schimmer, womöglich mit Strahlen und Beamern erkannt werden kann, der sich in Form und Intensität langsam verändert. - Für weitergehende Informationen zum Thema Polarlicht beachten sie bitte auch unsere Direktlinks zu Polarlichtseiten in der Navigationsleiste links unter "Weltraumwetter" ...


Vorangegangene Weltraumwetterberichte zum aktuellen geomagnetischen Sturm:


19.01.05 c: PL-Wetter 19.01.05, 17 h - Kaum noch PL-Chancen - neuer X-Flare nicht erdgerichtet
19.01.05 b: Wetter-Update 19.01.05, 03 h - X-Flare foppte Polarlichtfans - Schockfront schon durch
19.01.05 a: Wetter-Update 19.01.05, 00 h - Schockfront steht weiter aus - Hoffnungen sinken
18.01.05: Polarlichtwetter 18.01.05 - Schockfront lässt auf sich warten - gute PL-Chancen erhofft
17.01.05: Polarlichtwetter 17.01.05 - Geomagnetischer Sturm in Gang - Neuer X-Class-Flare
16.01.05: Polarlichtwetter 16.01.05 - Geomagnetischer Sturm braut sich zusammen

***

mit freundlicher Unterstützung der meteomedia ag, Gais - CH


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