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Do, 15.09.05, 08:35 h Z: Schockfront löst Magnetsturm aus - nunmehr gute Polarlichtchancen
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Murphy's Law: Polarlichtspektakel wohl meist über Regenwolken

Polarlicht über Alaska am 16.01.2005


Polarlicht über Alaska am 16.01.2005 - © 2005 by NICT, Japan : http://slamon.nict.go.jp

Diese brillante Polarlichtshow über Alaska wurde am 16. Januar 2005 von der automatischen Aurora-Webcam der University of Alaska, Fairbanks, etwa 50 Kilometer nördlich von Fairbanks aufgenommen. Durch Klick ins Bild gelangen Sie zum aktuellen Polarlichtbild der Webcam. - Auf der Bilderseite des Projekts finden Sie darüberhinaus ein äußerst sehenswertes Archiv von Polarlichtaufnahmen, darunter auch hoch aufgelöste Videos der eindrucksvollsten Polarlichtn&aulm;chte der vergangenen 2 Jahre!


Polarlichtbilder nicht nur aus Mitteleuropas finden Sie in der Polarlichtgalerie von www.polarlichter.com


WELTRAUMWETTERBERICHT

Schockfront eingetroffen - in der Nacht zum Freitag Polarlichter möglich!

Solarer Röntgenstatus: Röntgenaktivität
Geomagnetisches Feld: Geomagnetischer Status


Stand 15.09.,16:30 Uhr MESZ: Am Donnerstagvormittag um 10:35 MESZ ist die von Polarlichtfans sehnlichst erwartete Schockfront des ersten der Sonnenausbrüche von Dienstagabend auf der Erde eingetroffen und hat einen starken, geomagnetischen Sturm ausgelöst. Mit diesem Sturm verbunden sind weltweit Polarlichter bis in mittlere geografische Breiten herab. Da der Sturm voraussichtlich noch bis in die Nacht zum Freitag hinein andauern wird, stehen die Chancen für Polarlichter auch über Mitteleuropa recht gut. Leider spielt hier jedoch das irdische Wetter nicht mit: In weiten Teilen Deutschlands verhüllen Regenwolken den Blick in den himmlischen Feuerzauber!

Bleibt zu hoffen, dass in den kommenden Nächten die Schockwellen weiterer Sonnenausbrüche unter günstigeren meteorologischen Bedingungen eintreffen werden, - die Chancen hierzu stehen fürs kommende Wochenende gar nicht so schlecht, denn dann dürfte ein Hoch für deutliche Wetterbesserung sorgen! - Wir halten Sie auf dem Laufenden ...


Monitor der Röntgen-Ausbrüche auf der Sonne


aktueller Monitor der solaren Röntgen-Ausbrüche - © 2005 by n3kl.org

Dieser NOAA-Röntgen-Monitor zeigt den Verlauf der solaren Röntgenaktivität der vergangenen Tage. Nach den großen X-Class-Flares von Dienstagabend sind zwei weitere, starke Röntgenausbrüche zu erkennen, die immerhin noch das M-Class-Niveau erreichten. - Achtung: Diese Grafik wird ständig aktualisiert, so dass die Darstellung langsam nach links wandern und nach wenigen Tagen aus dem Sichtfeld verschwinden wird. Aber auch nach Verschwinden der Darstellung dieses Ausbruchs kann man anhand des Kurvenverlaufs dieser Grafik etwaige, weitere Strahlungsausbrüche, so genannte "Flares" erkennen, die sich als markante Ausschläge der Messdaten abbilden.

Die Skala ist übrigens logarithmisch aufgebaut und gibt die Stärke der Röntgenstrahlung in Watt pro Quadratmeter an. Rechts ist die Klassifizierung durch die aufsteigende, jeweils noch in die Ziffern 1 bis 10 unterteilte Buchstabenfolge A, B, C, M und X bezeichnet. Dabei entspricht jeder Klassenwechsel dem 10-fachen Energiebetrag des vorangegangenen, ein X1-Class-Flare ist also 10 mal so stark, wie ein M1-Class-Flare. Übersteigt ein Ausbruch den X10-Betrag, so spricht man von einem Megaflare ohne dass der zugehörigen Mega-Class ein neuer Buchstaben zugeordnet wird.

Bei entsprechenden Parametern des Sonnenwindes (Substürme) können Polarlichter bis in mittlere geografische Breiten auftreten. In Zusammenhang mit den hier sichtbaren Flares zeichnen sich auch weiterhin recht gute Chancen für Polarlichter in den kommenden Nächten ab!

Die Aussichten: Derzeit ist ein starker geomagnetischer Sturm in Gang. Dieser hat das Potenzial zu Polarlichtern bis in mittlere geografische Breiten herab, doch ob aus dieser Konstellation auch tatsächlich in Deutschland sichtbare Polarlichter hervorgehen, hängt noch von der Orientierung des interplanetaren Magnetfelds in der kommenden Nacht ab. Ist das Erdmagnetfeld ungünstig ausgerichtet, so könnte es sein, dass sich gut sichtbare Polarlichter nur auf das nördliche Europa beschränken. - Genauere Vorhersagen zur Entwicklung der interplanetaren Magnetfeldbedingungen sind nur kurzfristig möglich, doch darf festgestellt werden, dass die Chancen für Polarlichter über Mitteleuropa in der kommenden Nacht so gut stehen, wie seit Monaten nicht mehr, - schade, dass unser irdisches Wetter in den meisten Gebieten nicht mitspielen wird!

Hinweis: Dieser Weltraumwetterbericht von Jürgen Vollmer wurde am 15.09.2005, um 16:30 h MEZ verfasst. - Die Aussagen beruhen auf fundierten Amateur-Interpretationen der Lage. Eine Gewähr oder gar Haftung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Informationen wird jedoch nicht übernommen. Der Planung technischer Maßnahmen sollte in jedem Fall der Datenpool offizieller Einrichtungen zur Überwachung der Sonnenaktivität zugrunde gelegt werden.

Updates des Weltraumwetters: bei neuen polarlichtrelevanten Erkenntnissen


Hier noch ein Tipp zur Selbstabschätzung der Polarlichtchancen:

Die genaue Entwicklung eines geomagnetischen Sturms und damit die Chancen der Sichtbarkeit von Polarlichtern läßt sich nur kurzfristig bestimmen, weil sich die konkreten Bedingungen auch während eines solchen Sturms meist von Minute zu Minute verändern. Aus diesem Grund sind Polarlichter auch immer in Bewegung und erscheinen wie kosmische Gewebe aus waberndem Licht.

Eine wichtige Hilfestellung dafür, ob gerade in demselben Moment, in dem Sie sie diese Zeilen lesen, günstige Voraussetzungen für Polarlicht bestehen, bietet die nachfolgende Grafik zum Verhalten des Sonnenwinds und des aktuellen Erdmagnetfelds:


Sonnenwind und Magnetfeld

Das Diagramm zeigt die wichtigsten Größen zur Beurteilung der aktuellen Polarlichtchancen auf einen Blick: - 1. Die Geschwindigkeit des Sonnenwinds (horizontale Achse), - 2. Die Ausrichtung des IMF (vertikale Achse) und - 3. Die Teilchendichte des Sonnenwinds (Farbskala), die auch in der Pfeilspitze angezeigt wird. - Je weiter diese nach rechts unten ins rote Feld weist, desto größer ist die Chance für Polarlicht. Das Diagramm wird alle 10 Minuten aktualisiert!

Für weitere aktuelle Informationen empfehlen wir die Polarlichtseite von naturgewalten.de und das Polarlichtforum des Arbeitskreises Meteore (AKM). Dort wird sofort gemeldet, wenn irgendwo jemand eine Beobachtung macht.



UND HIER DAS IRDISCHE WETTER


Die Wolken über Europa

Noaa-Satellitenbild Europa

Für volle Auflösung (ca. 2500 x 4500 px) bitte ins Bild oder hier klicken!
Copyright 2004 RSGB, University of Bern and NOAA

Zu sehen ist die aktuelle Wolkenverteilung über Europa in hoher Auflösung. Das Bild wird alle 2-3 Stunden aktualisiert.


WETTERLAGE für die Nacht zum Freitag:

Ein Tief zieht in den kommenden 24 Stunden von Westen her übers mittlere Deutschland hinweg nach Polen. In seinem Bereich muss mit dichten Wolken und teils starken Regenfällen gerechnet werden. Nur im Süden sind in der Nacht zum Freitag noch größere Wolkenlücken zu erwarten.


Das Nachtwetter für Deutschland im Bild:


Nordwesten


Nordosten

Wettersymbol

Wettersymbol

bedeckt, vor allem im
Süden kräftiger Regen
Min 12 bis 9°

bedeckt, vor allem im
Süden Regen aufkommend
Min 12 bis 10°


Westen


Mitte


Osten

Wettersymbol

Wettersymbol

Wettersymbol

bedeckt, verbreitet
ergiebiger Regen
Min 15 bis 12°

bedeckt, verbreitet
ergiebiger Regen
Min 14 bis 11°

bedeckt, von Westen
her Regen aufkommend
Min 13 bis 11°


Südwesten


Südosten

Wettersymbol

Wettersymbol

im S anfangs Lücken
sonst trüb, etwas Regen
Min 16 bis 14°

Alpennähe teils klar
im N trüb mit Regen
Min 14 bis 10°

Nacht zum Freitag: Im äußersten Süden Aufklarungen, sonst bedeckt mit teils kräftigem Regen

In weiten Landesteilen ist der Himmel in der Nacht zum Freitag wolkenverhangen und vor allem nördlich von Mosel und Main breiten sich von Westen her teils starke und anhaltende Regenfälle aus. Nur ganz im Norden regnet es weniger, doch bleiben die Chancen für ein paar Wolkenlücken selbst im nördlichen Schleswig-Holstein gering. - Nennenswerte Aufklarungen sind dagegen anfangs vor allem im südlichen Bayern möglich: Hier ist es nur locker bewölkt und mancherorts schimmern die Sterne durch dünne Wolkenschleier hindurch. Im Lauf der Nacht werden die Wolken aber auch hier immer dichter.

weiterer Trend:

"Murpheys Law" bleibt uns zunächst noch treu: Auch in der Nacht zum Samstag tummeln sich noch viele Wolken am Himmel. Dann regnet es aber vor allem im Süden Deutschlands, im Norden und Westen lockern sich die Wolken dagegen allmählich wieder auf und hier stellen sich im Lauf der Nacht wenigstens zeitweise auch mal wieder Aufklarungen ein. - Unterm Strich sind die Aussichten für die Polarlichtfans jedoch noch recht unerfreulich!

Aber für die Folgezeit deuten sich gute Wetterbedingungen an: Ab Samstag sorgt ein Hoch im größten Teil Deutschlands für trockenes und klares Herbstwetter, das nur in Tallagen von Nebelfeldern getrübt wird. Nur im Süden halten sich voraussichtlich die Regenwolken eines über Norditalien entstehenden Tiefs.


Schweiz und Österreich

In der Nordschweiz werden die Wolken im Lauf der Nacht immer dichter, Regen bringen sie zunächst aber kaum. Sonst ist der Himmel über den Alpenländern meist nur locker bewölkt mit längeren, klaren Abschnitten und südlich des Alpenhauptkamms wird die Nacht zum Freitag sogar weitgehend sternklar sein. - Hier herrschen also recht günstige Wetterbedingungen zur Beobachtung etwaiger Polarlichter!

Am Wochenende ändert sich die Wetterlage dann aber grundlegend: Über Norditalien bildet sich ein Tief, dessen Regenwolken den Blick in die Sterne ab Samstag bis weit in die neue Woche hinein trüben werden, - Murphy lässt grüßen ...


Dieser Bericht wurde am Donnerstag, den 15.09.05 um 17 Uhr ausgegeben
nächste Aktualisierung: im Falle neuer Erkenntnisse jederzeit


Tipps:

Wer klaren Himmel hat, sollte die Informationen zum Sonnenwind und damit zur potenziellen Polarlichtaktivität verfolgen. Um hierbei immer Up-To-Date zu bleiben, empfiehlt sich der gelegentliche Besuch des Polarlichtforums des AKM. Werden dort nach Materieauswürfen auf der Sonne Polarlichtbeobachtungen gemeldet, sollte man sich ein dunkles Plätzchen ohne störendes Licht suchen und den Nordhimmel im Auge behalten: Zumindest zeitweise könnte dann Polarlicht aufglimmen. Zu sehen ist mit etwas Glück eine deutliche Aufhellung des Nordhimmels, wobei meist ein rötlicher Schimmer, womöglich mit Strahlen und Beamern erkannt werden kann, der sich in Form und Intensität langsam verändert. - Für weitergehende Informationen zum Thema Polarlicht beachten sie bitte auch unsere Direktlinks zu Polarlichtseiten in der Navigationsleiste links unter "Weltraumwetter" ...


Bisherige Weltraumwetterberichte zu diesem Ereignis:

15.09.05: Polarlichtwetter vom 15.09.05, 16 h - Polarlichtchancen meist nur über Regenwolken
14.09.05: Polarlichtwetter vom 14.09.05, 02 h - X-Class-Flare schießt gewaltige Plasmawolke ins All
10.09.05: Polarlichtwetter vom 10.09.05, 10 h - Serie von X-Class-Flares dauert an
08.09.05: Polarlichtwetter vom 08.09.05, 10 h - X17.1-Megaflare schießt an der Erde vorbei!

***

mit freundlicher Unterstützung der meteomedia ag, Gais - CH


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