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Mo, 18.12.06, 18 h: Gegenwärtig sind über Mitteleuropa keine Polarlichter zu erwarten
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Polarlicht über Iowa am 14. Dezember 2006

Polarlicht über Iowa (USA) am 14.12.2006


Polarlicht über Iowa (USA) - © 2006 by Stan Richards, Wisconsin - http://www.nightskyevents.com


Dieses außergewöhnlich farbenprächtige Polarlicht verzauberte in der Nacht vom 14. zum 15. Dezember 2006 den Nachthimmel über Saylorville Lake, nahe Des Moines, Iowa, USA. Das grandiose Himmelsschauspiel ereignete sich, nachdem die Schockwelle eines zwei Tage zuvor erfolgten, gewaltigen Plasmaausbruchs auf der Sonne einen intensiven geomagnetischen Sturm entfacht hatte, der auch über Europa bis in mittlere geografische Breiten herab sichtbare Polarlichter erzeugte. Weil sich der Höhepunkt der Polarlichtaktivität diesseits des großen Teichs jedoch leider schon in den frühen Morgenstunden des 15. Dezember ereignete, konnte das Spektakel hier nur in Skandinavien in ähnlicher Pracht bewundert werden.


Polarlichtbilder nicht nur aus Mitteleuropas finden Sie in der Polarlichtgalerie von www.polarlichter.com


Handsymbol   das letzte Polarlichtwetter als Tonfile zum Anhören    Lautsprechersymbol

Dieser Tonservice wird bei Bedarf auch während laufender Polarlichtnächte aktualisiert!


WELTRAUMWETTERBERICHT

Derzeit nur im Norden Europas moderate Polarlichchancen!

Solarer Röntgenstatus: Röntgenaktivität
Geomagnetisches Feld: Geomagnetischer Status


Stand 18.12.06,18:00 Uhr MESZ: Nach den Polarlichtsichtungen der vergangenen Nächte hat sich das Erdmagnetfeld wieder beruhigt. Da die für die Polarlichter ursächliche Sonnenfleckengruppe inzwischen nicht mehr zur Erde weist, ist auch bei etwaigen, weiteren Plasmaausbrüchen aus dieser Gruppe keine besondere Polarlichtaktivität mehr zu erwarten. Vielmehr beschränkt sich die geomagnetische Aktivität einstweilen wieder auf ihre angestammten Regionen in den höheren geografischen Breiten der Erde. Sobald sich neue Polarlichtchancen für Mitteleuropa ergeben, werden wir an dieser Stelle wieder berichten.


Monitor der Röntgen-Ausbrüche auf der Sonne


aktueller Monitor der solaren Röntgen-Ausbrüche - © 2005 by n3kl.org

Dieser NOAA-Röntgen-Monitor zeigt den Verlauf der solaren Röntgenaktivität der vergangenen Tage. Zunächst sind nur vergleichsweise schwache Röntgenausbrüche bis ins so genannte "C-Class-Niveau" zu erkennen, erst Mittwoch früh erfolgte dann der steile Anstieg der Kurve bis weit ins X-Class-Niveau. - Achtung: Diese Grafik wird ständig aktualisiert, so dass die Darstellung langsam nach links wandern und nach wenigen Tagen aus dem Sichtfeld verschwinden wird. Aber auch nach Verschwinden der Darstellung dieses Ausbruchs kann man anhand des Kurvenverlaufs dieser Grafik etwaige, weitere Strahlungsausbrüche, so genannte "Flares" erkennen, die sich als markante Ausschläge der Messdaten abbilden.

Die Skala ist übrigens logarithmisch aufgebaut und gibt die Stärke der Röntgenstrahlung in Watt pro Quadratmeter an. Rechts ist die Klassifizierung durch die aufsteigende, jeweils noch in die Ziffern 1 bis 10 unterteilte Buchstabenfolge A, B, C, M und X bezeichnet. Dabei entspricht jeder Klassenwechsel dem 10-fachen Energiebetrag des vorangegangenen, ein X1-Class-Flare ist also 10 mal so stark, wie ein M1-Class-Flare. Übersteigt ein Ausbruch den X10-Betrag, so spricht man von einem Megaflare ohne dass der zugehörigen Mega-Class ein neuer Buchstaben zugeordnet wird.

Hinweis: Dieser Weltraumwetterbericht von Jürgen Vollmer wurde am 18.12.2006, um 18:00 h MEZ verfasst. - Die Aussagen beruhen auf fundierten Amateur-Interpretationen der Lage. Eine Gewähr oder gar Haftung für die Richtigkeit und/oder Vollständigkeit der Informationen wird jedoch nicht übernommen. Der Planung technischer Maßnahmen sollte in jedem Fall der Datenpool offizieller Einrichtungen zur Überwachung der Sonnenaktivität zugrunde gelegt werden.

Updates des Weltraumwetters: bei neuen polarlichtrelevanten Erkenntnissen


Hier noch ein Tipp zur Selbstabschätzung von Polarlichtchancen:

Die genaue Entwicklung eines geomagnetischen Sturms und damit die Chancen der Sichtbarkeit von Polarlichtern läßt sich nur kurzfristig bestimmen, weil sich die konkreten Bedingungen auch während eines solchen Sturms meist von Minute zu Minute verändern. Aus diesem Grund sind Polarlichter auch immer in Bewegung und erscheinen wie kosmische Gewebe aus waberndem Licht.

Eine wichtige Hilfestellung dafür, ob gerade in demselben Moment, in dem Sie sie diese Zeilen lesen, günstige Voraussetzungen für Polarlicht bestehen, bietet die nachfolgende Grafik zum Verhalten des Sonnenwinds und des aktuellen Erdmagnetfelds:


Sonnenwind und Magnetfeld

Das Diagramm zeigt die wichtigsten Größen zur Beurteilung der aktuellen Polarlichtchancen auf einen Blick: - 1. Die Geschwindigkeit des Sonnenwinds (horizontale Achse), - 2. Die Ausrichtung des IMF (vertikale Achse) und - 3. Die Teilchendichte des Sonnenwinds (Farbskala), die auch in der Pfeilspitze angezeigt wird. - Je weiter diese nach rechts unten ins rote Feld weist, desto größer ist die Chance für Polarlicht. Das Diagramm wird alle 10 Minuten aktualisiert!

Für weitere aktuelle Informationen empfehlen wir die Polarlichtseite von naturgewalten.de und das Polarlichtforum des Arbeitskreises Meteore (AKM). Dort wird sofort gemeldet, wenn irgendwo jemand eine Beobachtung macht.


UND HIER DAS IRDISCHE WETTER

Die Wolken über Europa

Noaa-Satellitenbild Europa

Für volle Auflösung (ca. 2500 x 4500 px) bitte ins Bild oder hier klicken!
Copyright 2004 RSGB, University of Bern and NOAA

Zu sehen ist die aktuelle Wolkenverteilung über Europa in hoher Auflösung. Das Bild wird alle 2-3 Stunden aktualisiert.

Tipps:

Wer klaren Himmel hat, sollte die Informationen zum Sonnenwind und damit zur potenziellen Polarlichtaktivität verfolgen. Um hierbei immer Up-To-Date zu bleiben, empfiehlt sich der gelegentliche Besuch des Polarlichtforums des AKM. Werden dort nach Materieauswürfen auf der Sonne Polarlichtbeobachtungen gemeldet, sollte man sich ein dunkles Plätzchen ohne störendes Licht suchen und den Nordhimmel im Auge behalten: Zumindest zeitweise könnte dann Polarlicht aufglimmen. Zu sehen ist mit etwas Glück eine deutliche Aufhellung des Nordhimmels, wobei meist ein rötlicher Schimmer, womöglich mit Strahlen und Beamern erkannt werden kann, der sich in Form und Intensität langsam verändert. - Für weitergehende Informationen zum Thema Polarlicht beachten sie bitte auch unsere Direktlinks zu Polarlichtseiten in der Navigationsleiste links unter "Weltraumwetter" ...


Weltraumwetterberichte zu früheren geomagnetischen Stürmen:


15.12.06: Polarlichtwetter 15.12.06, 18 h - Nur noch geringe Polarlicht-Chancen
14.12.06: Polarlichtwetter 14.12.06, 19 h - Gute PL-Chancen bis zu den Alpen
13.12.06: Polarlichtwetter 13.12.06, 19 h - X-Class-Flare sorgt für gute PL-Chancen

Im Jahre 2005:

17.09.05: Polarlichtwetter 17.09.05, 17 h - Moderate Sonnenaktivität, aber kaum PL-Chancen
16.09.05: Polarlichtwetter 16.09.05, 17 h - Magnetsturm schwächelt - aber immer noch PL-Chancen
15.09.05: Polarlichtwetter 15.09.05, 16 h - Polarlichtchancen meist nur über Regenwolken
14.09.05: Polarlichtwetter 14.09.05, 02 h - X-Class-Flare schießt gewaltige Plasmawolke ins All
10.09.05: Polarlichtwetter 10.09.05, 00 h - Serie von X-Class-Flares dauert an
08.09.05: Polarlichtwetter 08.09.05, 10 h - X17.1-Megaflare schießt an der Erde vorbei!

22.01.05: Polarlichtwetter 22.01.05, 17 h - Nach brillanter Polarlichtnacht kaum noch PL-Chancen!
22.01.05: Polarlichtwetter 22.01.05, 04 h - Nowcast für Polarlichtfans - Das Satellitenbildwetter!
21.01.05: Polarlichtwetter 21.01.05, 21 h - Zahlreiche Polarlichtsichtungen - erste Bilder ONLINE!
21.01.05: Polarlichtwetter 21.01.05, 18 h - Schockfront eingeschlagen - ab sofort gute PL-Chancen!
20.01.05: Polarlichtwetter 20.01.05, 17 h - CME neuen X-Flares könnte die Erde streifen
19.01.05: Polarlichtwetter 19.01.05, 17 h - Kaum noch PL-Chancen - neuer X-Flare nicht erdgerichtet
19.01.05: Wetter-Update 19.01.05, 03 h - X-Flare foppte Polarlichtfans - Schockfront bereits durch
19.01.05: Wetter-Update 19.01.05, 00 h - Schockfront immer noch nicht da - banges Warten
18.01.05: Polarlichtwetter 18.01.05 - Schockfront lässt auf sich warten - gute PL-Chancen erhofft
17.01.05: Polarlichtwetter 17.01.05 - Geomagnetischer Sturm in Gang - Neuer X-Class-Flare
16.01.05: Polarlichtwetter 16.01.05 - Geomagnetischer Sturm braut sich zusammen

Im Jahre 2004:

12.11.04: Polarlichtwetter 12.11.04 - Sonderwetter zur Polarlichtaktivität
11.11.04: Polarlichtwetter 11.11.04 - Sonderwetter zur Polarlichtaktivität
10.11.04: Polarlichtwetter 10.11.04 - Sonderwetter zur Polarlichtaktivität
09.11.04: Polarlichtwetter 09.11.04 - Sonderwetter zur Polarlichtaktivität
08.11.04: Polarlichtwetter 08.11.04 - Sonderwetter zur Polarlichtaktivität
07.11.04: Polarlichtwetter 07.11.04 - Sonderwetter zur Polarlichtaktivität


Hinweis: Unser Polarlichtwetter wird nur bei Polarlicht-Erwartungen aktualisiert, die auch Mitteleuropa betreffen. Außerhalb solcher Aktualisierungs-Zyklen finden Sie hier stets die Informationen zum jeweils letzten Event.

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