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Bilder der oft wolkenverhangenen Mondfinsternis vom 28.10.04 finden Sie unter MoFi-Bilder
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Mond über ruhigem Meer

© 1998-2004 Bernhard Mühr, Karlsruhe: Mond über stillen Wassern ...


Von Leuchterscheinungen rund um den Mond

Wer gerät bei einem solchen Anblick, wie ihn das Bild oben zeigt, nicht ins Schwärmen? - Sanft ruht das Licht des Vollmonds über den stillen Wassern eines Sees! Feine, durchsichtige Cirrusschleier und die Spiegelung auf dem Wasser verleihen ihm dabei ein geradezu magisches Aussehen.

Doch es sind weniger die romantischen Impressionen einer Mondnacht, die uns mitunter ins Staunen versetzen, sondern vielmehr unerwartete Lichtspiele, wie sie sich gelegentlich am und um den Mond herum ereignen, sobald nur bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllt sind:


Aschmond - Mondsichel mit aufgehellter Nachtseite

© Jörg Desteffani: Der zunehmende "Aschmond", wenige Tage nach Neumond

Denn der Mond bietet immer wieder auch Überraschungen für uns: So erinnert das seltsame Licht des "Aschmonds" wenige Tage vor und nach Neumond durchaus an die Beleuchtungsverhältnisse während einer Mondfinsternis, nur: der "Aschmond" verwandelt sich nicht binnen Stundenfrist wieder zum Vollmond, denn es wird tatsächlich nur eine schmale Sichel von der Sonne beschienen, auf dem Rest der Mondscheibe regiert dagegen die rund 14-tägige Mondnacht. Auffällig beim Aschmond sind die typischen, langen Sichelspitzen um das Rund des Mondes ...

Was uns beim "Aschmond" so sehr an eine Mondfinsternis erinnert, ist der Umstand, dass die unbeleuchtete Mondseite (also beinahe die gesamte, zu dieser Zeit von der Erde aus sichtbare Mondscheibe) in einem fahl-silbrigen Schimmer erscheint. - Dieser Schimmer rührt daher, dass die dunkle, die der Erde zugewandte Nachtseite des Mondes, durch das von der dort zugleich sichtbaren "Beinahe-Vollerde" reflektierte Sonnenlicht stark aufgehellt wird. Was wir sehen, ist also nichts anderes, als der Widerschein der "Vollerde" auf der Mondnacht-Seite.

Umgekehrt werden unsere Nächte ja bei Vollmond ebenfalls deutlich aufgehellt und weil die "Voll-Erde" aufgrund ihrer deutlich größeren Ausdehnung und wegen den ihr eigenen, weißen Wolkenflächen vom Mond aus betrachtet wesentlich heller erscheint, als der Vollmond bei uns, reicht die Stärke dieses Reflektionslichts dazu aus, dass die Mondnacht so hell wird, dass man diese Aufhellung widerum als matten, silbrigen bzw. "aschfarbenen" Schimmer von der Erde aus beobachten kann. Beim "Aschmond" handelt es sich also um das Ergebnis einer doppelten Reflektion!


Aschmond - Mondsichel mit stark aufgehellter Nachtseite

© Michael Menschel: Nochmal der "Aschmond", - deutlich kann man direkt neben der schmalen Lichtsichel auch Mare und größere Krater erkennen.

Bei einer Mondfinsternis ereignet sich dagegen vom Mond aus gesehen eine reale Sonnenfinsternis und führt zu den auffällig rötlichen Lichteffekten. Diese werden durch Brechung und Reflektion von Sonnenlicht in den Wolkenschichten der die Erdscheibe umgebenden Atmosphäre hervor gerufen. Man kann sich dies - vom Mond aus gesehen - etwa so vorstellen, wie wenn die Sonne bei uns hinter einer scharf geränderten Wolke steht und dabei die Wolkenränder zum Aufglühen bringt. Genau ein solches Streulicht ist es, das der Mondscheibe während einer Mondfinsternis aus unserer Sicht ihr magisches Leuchten verleiht. - Anders als beim vorher beschriebenen "Aschmond" mit seinen typischen, langen Sichelspitzen, ist der Übergang zur Schattenzone des Mondes bei einer Mondfinsternis "gerader", d.h. deutlich weniger abgerundet ...


Mondfinsternis

© André Müller: Rötlicher Schimmer auf dem durch den Erdschatten wandernden Mond während einer Mondfinsternis

Eine ganz andere, merkwürdige Leuchterscheinung am bzw. um den Mond ist der so genannte "Mondhalo". Bei diesen Halo-Erscheinungen handelt es sich um die Brechung und Spiegelung von Mondlicht an den feinen Eiskristallen dünner Cirruswolken. Genau wie auch tagsüber um die Sonne, können solche Lichtbögen bei entsprechenden Wolkenschleiern auch rund um den Mond erscheinen, wobei sie meist nur um die Tage des Vollmonds heraum wirklich gut sichtbar sind, weil der Mond während seiner Sichelphasen zu wenig Licht reflektiert. Der Vollmond ist dagegen hell genug, um in dünnen Schleierwolken mit geschulten Augen sogar eine schwache Andeutung der Regenbogenfarben in den Haloerscheinungen rund um den Mond wahrnehmen zu können.


Vollmond mit Halobogen

© Mark Vornhusen: Vollmond mit von einer transparenten Cirrostratusschicht erzeugtem Halobogen

Mehr über Halos und ihre Entstehung finden Sie unter www.meteoros.de. Außerdem werden auch weitere Bilder und Fragen zu seltsamen Erscheinungsformen des Mondes auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen hinzugefügt. - Wenn auch Sie eine Frage zu einer merkwürdigen Erscheinungsform des Mondes und vielleicht sogar auch noch ein Bild dazu haben, werden wir Ihre Fragen im Rahmen dieser Seite gerne beantworten. Schicken Sie uns einfach eine Mail mit Ihrer Frage an info@astrowetter.com.


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