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Schlagzeilen:   +++ Exoplaneten: Exoplanet in der Zone des Lebens entdeckt+++ Kometen: Kometenschwarm zieht an der Erde vorbei+++ Planetologie: Erstes Bild von Venus-Express+++ Raumfahrt: Venus-Express schwenkt erfolgreich in Orbit ein+++ Raumfahrt: Pluto-Sonde bei guter Gesundheit+++ Exoplaneten: Erdähnliche Planeten trotz sonnennaher Gasriesen+++ Aktuelles: Astrowetter-Aprilscherz: Vulkanbild stammte von Jupitermond IO+++ Astronomie: "Hubble" schickt Astrowetter in den April+++ Aktuelles: Vulkanausbruch auf dem Mond beobachtet
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Exoplaneten: Exoplanet in der Zone des Lebens entdeckt


Drei Neptun-große Planeten umrunden nahe gelegenen Stern

geowissenschaften.de / jv - Ein Team von europäischen Astronomen hat drei neue, Neptun-große Planeten um einen nahe liegenden Stern entdeckt. Der innere der drei ist höchstwahrscheinlich nicht gasförmig sondern aus Gestein, der äußere ist sogar der erste extraterrestrische Planet dieser Größe, der in der so genannten Zone des Lebens, in der möglicherweise sogar flüssiges Wasser existieren könnte liegt.

   Künstlerische Darstellung : Exoplaneten

© by ESO

Künstlerische Darstellung des Planetensystems um den Stern "HD 69830" mit den drei jetzt entdeckten, neptungroßen Planeten. Der innerste Planet umkreist seine Sonne in einem Abstand von nur etwa 12 Millionen Kilometer und ist ihr damit rund 4 mal näher, als der Planet Merkur unserer Sonne. Auch der zweite Planet ist dem Stern mit einer Entfernung von rund 30 Millionen Kilometer noch deutlich näher, als Merkur unserer Sonne. Weil HD 69830 jedoch deutlich kleiner ist und auch etwas schwächer strahlt, als unsere Sonne, verläuft die etwa dem Venusorbit in unserem Sonnensystem entsprechende Bahn des äußeren der drei entdeckten Planeten am Innenrand der so genannten Lebenszone, jenem schmalen Bereich um einen Stern, in dem flüssiges Wasser existieren könnte.

"Zum ersten Mal haben wir ein Planetensystem entdeckt, das aus mehreren Planten der Masse Neptuns besteht", erklärt Christophe Lovis, Astronom am Genfer Observatorium und Hauptautor des jetzt in "Nature" veröffentlichten Artikels. Mithilfe des hochauflösenden HARPS-Spektrographen am 3,6 Meter Teleskop der Europäischen Südsternwarte in La Silla, Chile, hatte das Team von europäischen Astronomen während mehr als zwei Jahren den eher unauffälligen Stern HD 69830 studiert. Er ist nur wenig kleiner als die Sonne und liegt rund 41 Lichtjahre entfernt von der Erde in Richtung der Konstellation Puppis.

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Donnerstag, 18.05.06, 16:35 Uhr



Kometen: Kometenschwarm zieht an der Erde vorbei


Komet

astronews.com / jv - Am 12. Mai 2006 nähert sich der Komet 73P/Schwassmann-Wachmann 3 bis auf rund elf Millionen Kilometer der Erde. Genau genommen kommen die zahlreichen Bruchstücke dieses Kometen uns relative nahe. Die zwei größten davon werden vermutlich am dunklen Nachthimmel mit bloßem Auge zu sehen sein, andere zeigen sich wahrscheinlich nur im Fernglas oder im Fernrohr.

Kometenschwarm

© by NASA, ESA, H.Weaver(JHU/APL), M. Jäger and G. Rhemann

Hubble-Aufnahmen der beiden Fragmente "B" und "G" des zerfallenden Kometen 73P/Schwassmann-Wachmann 3: Gut kann man die zahlreichen Trümmerstücke erkennen, in die jedes der abgebildeten größeren Fragmente seinerseits weiter zerfällt. Da der Komet mit Annäherung an die Sonne immer schneller auseinander bricht, ist derzeit noch unklar, was Mitte Mai noch von ihm übrig sein wird, wenn er in Erdnähe an unserem Planeten vorbeizieht.

Komet Schwassmann-Wachmann 3 war die dritte und letzte Entdeckung der beiden Astronomen Arnold Schwassmann und Arno Arthur Wachmann an der Hamburger Sternwarte in Bergedorf. Ihr eigentliches Forschungsfeld war die fotografische Suche nach Kleinplaneten im Sonnensystem, den Asteroiden. Doch am 2. Mai 1930 fand sich der Schweifstern auf einer ihrer Fotoplatten. Er zog am 31. Mai 1930 in einer Entfernung von etwas mehr als 9 Millionen Kilometer an der Erde vorbei und kam ihr so relativ nahe.

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Freitag, 28.04.06, 12:35 Uhr



Planetologie: Erstes Bild von Venus-Express


Wolkenformationen über dem Venus-Südpol fotografiert

scienceticker.info / jv - Zwei Tage nach Erreichen ihres Ziels hat die europäische Sonde Venus Express erste Bilder zur Erde gesendet. Aufgenommen aus einer Entfernung von rund 200.000 Kilometern, sind darauf erstmals die Wolkenformationen über dem Südpol der Venus zu sehen.

 Südpol der Venus

© by ESA / Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Erstes Bild des Venus-Südpols, aufgenommen am 12. April 2006 mit der Venus Monitoring Camera (VMC) an Bord von Venus Express.

Bisher habe es keinerlei Bilder dieser Region gegeben, so Dimitri Titov vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau, wo das Kamerasystem entwickelt wurde. "Deutlich sieht man, dass ähnliche Wirbelstrukturen wie am Nordpol auftreten."

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Donnerstag, 13.04.06, 17:13 Uhr



Raumfahrt: Venus-Express schwenkt erfolgreich in Orbit ein


Europäische Raumsonde wird Schwesterplaneten der Erde erforschen

dlr.de / jv - Europa hat die Venus erreicht. Das bisher anspruchsvollste Manöver der Raumsonde Venus Express auf dem Weg zu unserem Nachbarplaneten ist geglückt: Sie schwenkte erfolgreich in die Umlaufbahn der Venus ein.

 Raumsonde Venus-Express

© by ESA

Künstlerische Darstellung des Einschwenkmanövers der Raumsonde "Venus Express" in eine Umlaufbahn zur Erforschung des heißen Schwesterplaneten der Erde.

Nach einer fünfmonatigen Reise durchs All mit einer Geschwindigkeit von 29.000 Kilometer pro Stunde musste Venus Express von den Missionsspezialisten des Europäischen Satellitenkontrollzentrums (ESOC) in Darmstadt zunächst abgebremst werden. Die Triebwerksdüsen wurden um 08.03 Uhr (MESZ) zunächst in Flugrichtung gedreht, anschließend wurde von 09.17 bis 10.07 Uhr (MESZ) das Haupttriebwerk gezündet. Hierbei wurden rund 570 Kilogramm Treibstoff, der größte Teil der Vorräte an Bord der Sonde, verbraucht. Venus Express wurde dadurch um 4.716 Kilometer pro Stunde abgebremst und konnte so von der Schwerkraft des Planeten "eingefangen" werden.

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Donnerstag, 11.04.06, 12:05 Uhr



Raumfahrt: Pluto-Sonde bei guter Gesundheit


Mission "New Horizons" soll den Eisplaneten im Jahre 2015 erreichen

raumfahrt24.de / jv - Die Instrumente an Bord der NASA Sonde New Horizons wurden einer Reihe von Tests unterzogen, deren Ergebnisse allesamt positiv ausfielen. Der Projektleiter für die Mission, Alan Stern, konnte berichten, dass fast alle der sieben an Bord befindlichen Instrumente in den letzten Wochen getestet worden waren. "Die Mission läuft unglaublich gut," sagte Alan Stern. New Horizon wird nach einem Vorbeiflug im kommenden Frühling den Planeten Pluto etwa im Jahr 2015 erreichen. "Unsere Philosophie bei den Tests einer Sonde ist folgende: Bevor wir laufen, versuchen wir zu gehen."

  Planetenbahnen und Flugroute der Sonde

© by NASA

Diese Graphik zeigt die Reiseroute der Raumsonde "New Horizons", vorbei am Gasplaneten Jupiter zum Pluto und schließlich in den Kuipergürtel.

Sechs der sieben Instrumente sind bereits angeschaltet und auf ihre Funktion und Funktionalität getestet worden, berichtete Stern, der auch leitender Direktor der Abteilung Weltraumwissenschaften am Southwest Research Institute in Colorado ist.

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Donnerstag, 06.04.06, 19:50 Uhr



Exoplaneten: Erdähnliche Planeten trotz sonnennaher Gasriesen


Neues Planeten-Entstehungsmodell macht

raumfahrt24.de / jv - Erdähnliche und für Leben geeignete Planeten, nennen wir sie "zweite Erden", können auch entstehen, nachdem riesige Gasplaneten auf ihrem Weg zum Zentralgestirn durch den Entstehungsort der zweiten Erde gewandert sind. Die Entdeckung widerspricht früheren Erkenntnissen über das Verhalten von Planeten und kann bedeuten, dass zukünftige Missionen auch in der Nähe von so genannten "heißen Jupiterplaneten" nach zweiten Erden suchen.

 Exoplanet vor ferner Sonne

© by NASA

Künstlerische Darstellung eines jupiterähnlichen Gasplaneten, dessen Umlaufbahn sehr viel näher an seinem Stern verläuft, als diejenigen der großen Gasplaneten unseres Sonnensystems.

Viele der etwa 160 bekannten Exoplaneten gehören zum Typ der heißen Jupiterplaneten, also Riesenplaneten die ihrem Zentralstern näher sind als Merkur in unserem eigenen Sonnensystem. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass diese Planeten genau in diesen sonnenverbrannten Regionen entstanden sind, in denen wir sie jetzt entdecken, denn dort gab es wahrscheinlich nicht genug Staub und Gas um diese Riesenwelten zu bilden.

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Mittwoch, 05.04.06, 17:20 Uhr



Aktuelles:
Astrowetter-Aprilscherz: Vulkanbild stammte von Jupitermond IO


Magmaausbrüche auf IO gehen tatsächlich auf Gezeitenkräfte zurück

(jv) - Die Bilder unserer Astrowetter-Meldung vom 1. April zeigten natürlich keinen Magmaausbruch auf dem Erdenmond. Gleichwohl ist unsere Bilderklärung unter Bild 2, das glutflüssige Magmafontänen in einer vulkanisch geformten Mondlandschaft zeigt, auch nicht so ganz aus der Luft gegriffen, denn das Bild stellt tatsächlich aktiven Vulkanismus auf einem anderen Himmelskörper unseres Sonnensystems dar. Die Rede ist von Jupitermond "IO", dem bisher einzigen Himmelskörper außer der Erde, auf dem aktiver Vulkanismus durch direkte Beobachtung nachgewiesen werden konnte.

  Vulkanismus auf Jupitermond IO

© by NASA

Die beiden Bilder des Galileo-Orbiters entstanden im Abstand von knapp 3 Monaten im November 1999 und im Februar 2000 und zeigen, dass sich die Zone der aktiven Magmaeruptionen an der Oberfläche des Jupitermondes in dieser Zeitspanne deutlich verschoben hat. - Weitere Informationen zu diesem Bild erhalten Sie im NASA-Photojounnal

Der aktive Vulkanismus auf IO ist tatsächlich auf die gegenseitigen Anziehungskräfte zwischen Jupiter und IO zurückzuführen. Diese gewaltigen Kräfte kneten IO regelrecht durch und heizen ihn dabei soweit auf, dass sein Inneres stets glutflüssig bleibt. Das pausenlose Zerren der Gezeitenkräfte hält die Gesteinsschmelze außerdem ständig in Bewegung, so dass die Kruste des Mondes immer wieder aufbricht und dabei Magmafontänen freisetzt.

  Mond: Fälschung und Original

© Originalbild: Michael Menschel

Fälschung und Original: Das Original dieses Bildes zeigt den Erdenmond als junge Sichel kurz nach der Neumondphase. Das matte Leuchten der dunklen Mondseite kommt durch von der

Tatsächlich gilt der Erdenmond seit Urzeiten als erkaltet und ursprünglich einmal vorhandene, aktive Vulkane dürften bereits kurz nach Entstehung des Himmelskörpers vor etwa 4 Milliarden Jahren erloschen sein. Zwar zeigen jüngste seismische Messungen dass auch auf dem Mond immer wieder schwache Beben auftreten und es ist ungeklärt, ob diese nicht vielleicht doch auf schwache Magmabewegungen tief im Mondinneren zurückzuführen sind, doch schließen die Wissenschaftler aus, dass aus solchen Mondbeben Vulkanausbrüche hervorgehen könnten.

Dienstag, 04.04.06, 13:20 Uhr



Astronomie: "Hubble" schickt Astrowetter in den April


(fm) - Bei der Beobachtung des Mondes heute Abend mussten wir uns davon überzeugen lassen, dass das Astrowetter-Team einem Aprilscherz des Hubble-Teleskops aufgesessen ist... ;-) Wir danken unserer treuen Leserschaft für die zahlreichen Zuschriften zur Aufklärung des Irrtums und versichern Ihnen, dass Sie in Zukunft auf unserem Newsticker wieder seriöse Meldungen finden werden.

Im Namen des gesamten Astrowetter-Teams grüsst herzlich

Fabienne Muriset

Samstag, 01.04.06, 23:59 Uhr



Aktuelles: Vulkanausbruch auf dem Mond beobachtet


NASA-Wissenschaftler: Gezeitenkräfte der Sonnenfinsternis könnten Ursache sein

(jv) - Wissenschaftler der NASA staunten nicht schlecht, als sie Samstagfrüh die Bilder eines Routinetests der Belichtungsautomatik des Weltraumteleskops "Hubble" prüften: Eines der automatisch aufgenommenen Bilder zeigte einen mysteriösen, sichelförmigen Lichtfleck auf der nördlichen Hemisphäre unseres Trabanten. Da die Wissenschaftler zunächst an einen Bildfehler glaubten, unterzogen sie die Aufnahme einer genaueren Überprüfung mit Hilfe des teleskopeigenen Restlichtverstärkersystems. Dabei machten sie die sensationelle Entdeckung: Hubble war Zeuge eines Vulkanausbruchs auf unserem Trabanten geworden.

 Lichtsichel auf dem Mond

© 2006 by Hubble Space Telescope

Der Mond am Samstagmorgen: Deutlich ist im oberen Bereich der Hubble-Aufnahme der gekrümmte Lichfleck der Vulkaneruption zu sehen. Der Mond erscheint von der Erde aus derzeit noch als schmale Sichel, da er erst am Mittwoch als Neumond an der Sonne vorbeigezogen war und dabei in weiten Teilen Afrikas und Südosteuropas eine totale Sonnenfinsternis verursacht hatte.

Der Leiter der NASA-Abteilung zur Erkundung extraterristrischer Vulkane, G.W. Moonbird, gab sich auf einer eilends einberufenen Pressekonferenz am Morgen beeindruckt: "Wir hatten nicht erwartet, auf dem Mond jemals Anzeichen für aktiven Vulkanismus zu entdecken, jahrzehntelang galt der Mond als geologisch inaktiv". Für das völlig unerwartete Phänomen haben die Forscher nur eine Erklärung: "Die Sonnenfinsternis am vergangenen Mittwoch muss zu einer ungewöhnlichen Überlagerung der Gezeitenkräfte von Sonne und Erde geführt haben, so dass Magma unter der Mondkruste aufsteigen und kurz nach der Sonnenfinsternis ausbrechen konnte."

 Lavaaustritt auf Mondoberfläche?

© 2006 by Hubble Space Telescope / NASA

Die lichtverstärkte Vergrößerung des betroffenen Mondareals zeigt auf einer Länge von mehr als 70 Kilometern eindeutig den Austritt von glutflüssigem Material an die Mondoberfläche. Wie bei einem Vulkanausbruch auf der Erde wird dabei Asche im Umkreis der Eruption über die Oberfläche verteilt, die man gut an der dunklen Färbung des Mondbodens erkennen kann.

Moonbird ist sich sicher, dass der Ausbruch noch ein paar Tage lang andauern wird: "Das betroffene Gebiet auf dem Mond ist mit 70 mal 20 Kilometern Ausdehnung so groß, dass die Vulkaneruption in den kommenden Nächten auf der dunklen Seite des zunehmenden Monds als heller Lichtpunkt sogar mit dem bloßen Auge beobachtet werden kann." Weil die gewaltige Eruptionswolke wegen der geringen Schwerkraft des Mondes außerdem weit in den Weltraum hinausgeschleudert wird, rechnen die Forscher damit, dass die höchsten Bereiche der Rauchsäule bereits in der kommenden Nacht aus dem Mondschatten heraustreten und von Sonnenlicht beschienen werden könnten. - "Das würde dem Beobachter auf der Erde ein fantastisches Lichtspektakel bieten", so Moonbird weiter.

Wer das Schauspiel verfolgen möchte, sollte heute Abend unbedingt nach der Mondsichel Ausschau halten. Sie ist kurz nach Sonnenuntergang tief am Westhimmel zu finden. Der Lichteffekt des Vulkanausbruchs sollte selbst durch kleine Wolkenlücken hindurch gut sichtbar werden, so dass sich geduldiges Warten auf klare Himmelsabschnitte sicher lohnt!

Wir berichten weiter ...

Samstag, 01.04.06, 14:55 Uhr



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