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DIE ENTSTEHUNG DER PLANETEN
Vom Staubgürtel zu kosmischen Welten
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Wie sich aus Staubklumpen in der Morgendämmerung des Sonnensystems die Planeten formten
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Der Ringplanet Saturn in majestätischer Schönheit


© by NASA/JPL - Montage: Astrowetter


In schweigender Anmut zieht Saturn, der Herr der Ringe, seine ferne Bahn um die Sonne. Doch die Stille trügt: Gewaltige Stürme toben durch die Atmosphäre des Gasriesen, - Orkane, gegen die unsere irdischen Hurrikans nur ein laues Lüftchen sind...


Am Anfang war der Staub ...

Nicht erst seit Entdeckung dieses Wunderwerks kosmischer Ästhetik, sondern seit Menschen in den nächtlichen Sternenhimmel blicken, haben sich Generationen von Wissenschaftlern aus aller Welt die Frage gestellt, wie die Planeten unseres Sonnensystems dereinst entstanden sind und wie sie sich zu ihren heutigen Erscheinungsbildern entwickeln konnten. Theorien hierzu gab es im Lauf der Zeit viele, aber nur wenige vermochten den zahllosen Besonderheiten und der ungeheuren Vielfalt unserer Schwesterplaneten im Sonnensystem wirklich Rechnung zu tragen. Einigkeit bestand bislang lediglich in der Annahme, dass die Zusammenballung gewaltiger Massen kosmischen Staubs im Bereich des Schwerefelds unserer Sonne vor mehr als 4 Milliarden Jahren den Anstoß zur Bildung der Planeten gab.

Jetzt haben amerikanische Astronomen bei der Untersuchung von 266 jungen Sternen in der näheren Umgebung unseres eigenen Sonnensystems 71 Sterne entdeckt, die tatsächlich jeweils von einer gewaltigen Staubscheibe umgeben sind, wie sie wahrscheinlich in der Frühzeit unseres Sonnensystems auch um unsere Sonne gekreist ist. Die Forscher vermuten, dass ihnen mit dieser Entdeckung ein tiefer Blick in die potenziellen Geburtsstätten von Planeten gelungen ist, denn alle untersuchten Sterne waren nur wenige Hundert Millionen Jahre alt und damit in einem Entwicklungsstadium, das unsere eigene Sonne bereits seit 4 Milliarden Jahren hinter sich gelassen hat. Die aufgefundenen Staubgürtel werden offenbar aus der unentwegten Kollision kleinerer Himmelskörper, so genannter "Protoplaneten" genährt, bei denen gigantische Mengen an Staub und Gesteinssplittern freigesetzt werden.

Modell-Video der sich bildenden Staubscheibe um die junge Sonne
Zur Video-Ansicht bitte hier oder ins Bild klicken!

© by NASA/JPL-Caltech/T. Pyle (SSC-Caltech)

Dieses Modell-Video zeigt eine junge Sonne kurz nach ihrer Entstehung. Sie wird von Staubschwaden und Myriaden kleiner Steinbrocken umkreist. Durch die ständige Kollision dieser Teilchen, vor allem aber durch die Zusammenstöße von bereits zu größeren Felsklumpen zusammengeballten Himmelskörpern wird die rotierende Staubscheibe ständig erneuert. Dabei blitzen immer wieder miteinander kollidierende, größere Felsklumpen auf...

Nachdem sich unsere Sonne aus kosmischen Staub- und Gaswolken zusammengezogen und sich ihr atomares Feuer entzündet hatte, bildete sich nach Ansicht der Forscher auch um sie für mehrere Hundertmillionen Jahre eine ausgedehnte Staubscheibe, die sich aus Myriaden kleiner und kleinster Teilchen zusammensetzte. - Diese gewaltige Staubscheibe umkreiste die Sonne wie ein gigantisches Rad, wobei es unentwegt zu Kollisionen zwischen unterschiedlich schnellen Teilchen kam. Dabei verschmolzen die Staubpartikel im Lauf der Zeit zu immer größeren Klumpen und ballten sich allmählich zu größeren Himmelskörpern zusammen, die widerum in heftige Kollisionen verwickelt wurden und dabei neue Staubmassen freisetzten. - Nach und nach wurden die kleineren Teilchen von einigen wenigen, immer wuchtigeren Himmelskörpern aufgeschluckt und schließlich bildeten sich aus diesen kosmischen Staubfängern die heute bekannten Planeten heraus ...

Video zur Entstehung von Planeten durch Kollision kosmischer Felstrümmer
Zum Video bitte hier oder ins Bild klicken!

© by NASA/JPL-Caltech/T. Pyle (SSC-Caltech)

Das Modell-Video zeigt die Kollision und Verschmelzung eines kosmischen Felsbrockens mit einem schon etwas größeren, jungen Planeten. Bei derartigen Zusammenstößen werden gigantische Staubmengen und kleinere Gesteinstrümmer frei, die ihrerseits durch weitere Kollisionen im Lauf der Zeit zu größeren Himmelskörpern verschmelzen oder auf solche herabregnen. So entsteht im Lauf der Zeit ein stabiles Planetensystem, in dem nur noch wenige Planeten auf Kosten der kleineren Himmelskörper weiter wachsen.

Und genau so könnte auch die Zahl der Gesteinstrümmer und Splitter in unserem Ur-Sonnensystem vor mehr als 4 Milliarden Jahren nach und nach abgenommen haben, bis irgendwann nur noch die heute bekannten, neun großen Planeten in einem relativ "ruhigen" Sonnensystem übrig geblieben sind. Die zahlreichen Monde um die großen Planeten, aber auch die Kleinplaneten im so genannten Asteroidengürtel zeugen aber noch heute von jener bewegten Jugendzeit unseres Planetensystems ...

Obwohl es sich bei der dargestellten Entwicklungsgeschichte unseres Sonnen- und Planetensystems bisher nur um eine Theorie handelt, darf die eingangs geschilderte Entdeckung von Staubscheiben um junge Sterne als ein äußerst wertvolles Indiz zur Bestätigung dieser Planeten-Entstehungstheorie gewertet werden. - Erst nach Ende jener turbulenten Epoche konnte sich demnach allmählich der jeweils ganz individuelle Charakter der einzelnen Planeten herausbilden. Auf den in Kürze folgenden Seiten unserer Serie "Planetenwetter" wollen wir uns dem Ergebnis dieser Entwicklungen widmen und einen Streifzug durch die einzelnen Welten unseres Sonnensystems unternehmen ...

Weitergehende Informationen zu den einzelnen Planeten unseres Sonnensystems finden Sie in der excellenten Planetenenzyklopädie "Die neun Planeten"


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