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Serie: Von den Säurewolken der Venus durch die Orkanhölle des Neptun zur Eiswüste Pluto
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Der Olympus Mons im Abendlicht: Während das im Osten angrenzende, zentrale "Tharsis Plateau" bereits vom Dunkel der aufsteigenden Nacht verschluckt wird, glüht das gewaltige Bergmassiv in den letzten Sonnenstrahlen noch einmal feurig auf. Über der schattigen Ostflanke des Vulkans erkennt man den bläulichen Dunst dünner Schleierwolken, nach Westen hin ist es wolkenlos.
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Die Schlucht der Morgenröte
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Die "Schlucht der Morgenröte" ist eine von zwei schmalen Schluchten, die den großen Mars-Canyon "Valles Marineris" mit den nach Norden gerichteten Ausflusstälern verbinden. Ob einst Wasser an ihrer Ausformung beteiligt war ist noch ungeklärt.
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Gefrorener See mit Packeis-Schollen
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Bei diesen plattenförmigen Strukturen könnte es sich um uralte, staubbedeckte Packeis-Schollen handeln. Die Bruchstücke sind zum Teil mehr als 30 Kilometer groß. Es bedarf nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass die einzelnen Bruchstücke einst größere Schollen bildeten, die nach ihrem Auseinanderbrechen vermutlich im Wasser eines Sees auseinander gedriftet sind. Als es wieder kälter wurde oder weil das Wasser des ursprünglichen Sees weitgehend verdunstet ist, froren die Eisplatten wieder fest oder sie blieben einfach dort liegen, wo sie gerade am Grund des schwindenden Sees gestrandet sind. - Die beiden, später entstandenen Meteoriten-Einschlagskrater haben übrigens Durchmesser von mehreren Kilometern.
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Das Hellas-Einschlagsbecken
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Das "Hellas-Einschlagsbecken" auf der südlichen Halbkugel des Mars ist einst beim Einschlag eines gewaltigen Asteroiden entstanden. Die riesige Senke ist 8 Kilometer tief und spielt neben den Polargebieten eine wichtige Rolle bei der Entstehung großer Staubstürme. - Sie gilt daher als die wichtigste außerpolare Wetterküche des Planeten.
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Staubsturm an Luftmassenfront
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Diese 1976 entstandene Aufnahme des Viking-1-Orbiters zeigt einen hellen Wolkenbogen am Rande eines massiven, von diffuseren Schlieren geprägten Staubsturms. Bei schweren Stürmen kann Staub von der Planetenoberfläche auch wegen der geringen Schwerkraft des Mars bis in Höhen um 50 Kilometer in die Atmosphäre aufgewirbelt werden.
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Cirrus-Schleier über dem Mars
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Dünne, faserige Cirrus-Wolken schweben über einer Gebirgsregion des Mars. Die Aufnahme stammt ebenfalls von der Viking-1-Mission aus dem Jahre 1976.
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Deutlich kann man am Rande einer teils noch vereisten Polkappe den spiralförmig eingedrehten Wolkenwirbel eines Tiefdruckgebietes erkennen (Viking-1, 1976).
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Tiefdruckwirbel nahe der Nordpolkappe
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Die Form dieses subpolaren Wolkenwirbels gleicht derjenigen irdischer Tiefdruckzonen. Bei dem Phänomen handelt es sich allerdings nur um flache Eiswolkenschichten und aufgewirbelten Staub (Viking-1, 1976).
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Dieser Wolkenwirbel in der Nähe des Mars-Nordpols erinnert seines wolkenfreien "Auges" wegen an einen irdischen Hurrikan. Die zu einem derartigen Wirbelsturm erforderliche Konvektion ist auf dem Mars jedoch nicht bekannt und auch die energetischen Konditionen des gezeigten Sturmsystems sind mit tropischen Wirbelstürmen der Erde natürlich nicht vergleichbar (Viking-1, 1976).
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Zwei Planeten - ein Gesicht
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"Mars auf der Erde" könnte man diese Bild-Komposition auch nennen. - Das obere Bild hat Stefan Seip im Januar 2006 in der Chilenischen "Atacama-Wüste" fotografiert, das untere hat der Marsrover Spirit zwei Monate früher, im November 2005 und rund 70 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, aufgenommen. Es zeigt eine auf den Namen "Husband Hill" getaufte Hügellandschaft auf dem Mars. Die Bilder unterscheiden sich optisch nur durch die unterschiedlichen Himmelsfarben.
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Der blaue und der rote Planet
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Nachbarn im All: Die Bild-Montage zeigt Erde und Mars in ihrem tatsächlichen Größenverhältnis zueinander. Obwohl so viel kleiner als unsere Erde übt unser roter Nachbarplanet von je her eine ungeheure Faszination auf uns Erdbewohner aus. - Dieser geradezu magnetischen Anziehungskraft vermochte sich auch der Autor dieses Beitrags nicht zu entziehen ...
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Jürgen Vollmer, im März 2006
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Bereits erschienene oder noch folgende Seiten unseres Planetenwetters:
Glutofen Merkur - Felswüste am Feuer der Sonne
Schmelztiegel Venus - Treibhaus unter bleischweren Säurewolken Wasserwelt Erde - Lebensraum zwischen Eiszeit und Treibhaus
Staubwüste Mars - Globale Sandstürme und ewiges Eis unter Staub
Gasriese Jupiter - Sturminferno tobender Wolkenmassen Ringwunder Saturn - Urzeitlicher Sonnennebel über felsigem Kern Winterplanet Uranus - 42 Jahre Winter am Stück Orkanhölle Neptun - Sturmkönig des Sonnensystems Dämmerwelt Pluto - Eiswüste am Rande des Lichts
Saturnmond Titan - Landschaften mit Flüssen und Seen aus Ethan - (seit 14.01.05)
Kupier-Objekt UB313: - Zehnter Planet am Rande des Sonnensystems? - (seit 31.07.05)
Die nächste dieser Seiten, "Schmelztiegel Venus", ist in Vorbereitung und erscheint voraussichtlich im Mai 2006. In unregelmäßigen Abständen folgen nach und nach auch die Wetterseiten der anderen Planeten unseres Sonnensystems, - es lohnt sich also, immer wieder mal rein zu schaun'.
Weitere vertiefende Informationen zu den Planeten unseres Sonnensystems finden Sie in der excellenten Planetenenzyklopädie "Die neun Planeten"
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