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DIE STERNE IM OKTOBER 2004
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TOP-THEMA: Am Morgen des 28.10. kann von Mitteleuropa aus eine totale Mondfinsternis beobachtet werden!
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Die Sterne im Oktober

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© by Winfried Kräling


Der Mond versteckt sich im Kernschatten der Erde

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Der Oktober ist ein klassischer Herbstmonat, was sich nicht nur am Sternenhimmel, sondern auch in der Natur zeigt. In diesem Monat erreicht die Laubfärbung ihren Höhepunkt; bei sonnigem Wetter kann man vom "Goldenen Oktober" sprechen. Die Laubverfärbung ist von unterschiedlichen Faktoren abhängig, unter anderem auch von sternklaren Nächten mit ersten Nachtfrösten.

Wer im Oktober Planeten beobachten möchte, muss früh aufstehen. Alle hellen Planeten sind Objekte der zweiten Nachthälfte oder stehen sogar in der hellen Morgendämmerung. Zum Monatsende reihen sich Saturn, Venus, Jupiter und Mars wie zu einer Perlenkette auf. Saturn geht als erster auf und zeigt sich in der zweiten Monatshälfte bereits vor Mitternacht über dem Horizont. Venus, die sich auch im Oktober als strahlender Morgenstern präsentiert, kann als Orientierungshilfe zum Aufsuchen der lichtschwächeren Planeten Jupiter und Mars benutzt werden, welche in der Verlängerung der Linie Saturn-Venus zu finden sind. Jupiter ist leicht mit dem bloßen Auge unterhalb von Venus sichtbar. Für das Auffinden von Mars, der nur horizontnah in der Morgendämmerung beobachtbar ist, ist ein Blick durch ein Fernglas angeraten.

Zum Monatsbeginn zeigt sich der abnehmende Mond nahezu die ganze Nacht am Himmel. Am 6. Okt. ist er im letzten Viertel sichtbar und am 14. steht er als Neumond unbeobachtbar am Taghimmel. Ab dem 16. des Monats zeigt sich unser Trabant wieder als schmale Sichel am Abendhimmel, die sich bis zum 20. halb gefüllt hat. In der Vollmondnacht vom 27. zum 28. Oktober findet ein reizvolles Naturschauspiel statt: eine totale Mondfinsternis. Das Eintauchen des Vollmonds in den Halbschatten der Erde um 02:09 Uhr MESZ ist noch kaum wahrzunehmen. Um 3:14 Uhr MESZ beginnt der Mond dann jedoch in den Kernschatten der Erde einzutauchen, die totale Verfinsterung beginnt um 4:23 Uhr MESZ und endet um 5:45 Uhr MESZ. Danach ist noch zu erkennen, wie der Begleiter der Erde den Kernschatten bis 06:54 Uhr MESZ wieder verlässt und fast gleichzeitig mit dem Sonnenaufgang, um Punkt 08:00 Uhr MESZ, tritt er schließlich wieder vollständig aus dem Halbschatten der Erde heraus. Wenig später, um 08:18 Uhr MESZ sinkt der Mond unter die Horizontlinie. Diese Angaben beziehen sich auf einen Standort auf 50° n.Br. 10°ö.L., was in etwa der Lage der Stadt Würzburg entspricht.

Wie eingangs angedeutet, zeigen sich am Fixsternhimmel im Oktober typische Herbststernbilder wie: Pegasus, Fische, Andromeda, Kassiopeia und Perseus. Bemerkenswert, wenngleich fürs bloße Auge ziemlich lichtschwach, ist der Stern 51 Peg im Sternbild Pegasus [Sternkarte]. Der gelbliche, sonnenähnliche Stern befindet sich in etwa 50 Lichtjahren Entfernung. 51 Peg ist der erste Stern, bei dem im Jahre 1995 festgestellt wurde, dass er wie unsere Sonne von einem Planeten - der die Bezeichnung 51 Peg b erhielt - umrundet wird.

Inzwischen sind mehr als hundert Sterne mit sogenannten "Exoplaneten" bekannt. Von all diesen Exoplaneten kommt 51 Peg der Vorstellung der Hölle am nächsten: In einem Abstand von etwa 7,5 Mio. Kilometer (= ca. 1/20 des Abstands der Erde zur Sonne) wird 51 Peg b von der Strahlung und Anziehungskraft des Zentralsterns regelrecht gegrillt und durchgewalkt. Schätzungen gehen davon aus, dass die durch Vulkanausbrüche stetig erneuerte Planetenoberfläche eine Temperatur von etwa 1300°C aufweist.


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