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DIE STERNE IM DEZEMBER 2004
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Highlight des Monats: Vom 6. bis 17. sind die Sternschnuppen der "Geminiden" sichtbar - Maximum: 12. Dezember!
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Die Sterne im Dezember

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© by Winfried Kräling


Der Stern Mira verbirgt sich hinter "Sonnenschutzcreme"

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Der Dezember ist der Monat mit den kürzesten Tagen und den längsten Nächten. Nur knapp 8 Stunden steht die Sonne über dem Horizont. In der Natur ist die Vegetationsphase vorbei, wir haben Winter. Dieser beginnt in diesem Jahr exakt am 21. Dezember um 13:41 Uhr, zum Zeitpunkt der Wintersonnenwende. Auch der Sternhimmel beginnt sich winterlich zu präsentieren, am östlichen Horizont zeigen sich nach Beginn der Dunkelheit bereits die ersten Wintersternbilder wie Orion und Fuhrmann.

Die planetenarme Zeit der Vormonate ist ebenfalls vorbei. Saturn ist nahezu die ganze Nacht sichtbar, schon in einem kleinen Teleskop ist der Ring, das Schmuckstück dieses Planeten, zu erkennen. Um die weiteren hellen Planeten zu sehen, muss man allerdings die Morgenstunden nutzen. Dafür zeigen sie sich alle am Firmament. Angeführt wird die Planetenkette von Saturn, nach Osten hin finden wir dann Jupiter, Venus, Mars und zum Jahresende sogar den selten sichtbaren Planeten Merkur. In den Nächten vom 6. bis zum 17. Dezember können die teilweise sehr hellen Sternschnuppen mit dem Namen Geminiden (nach dem Sternbild Zwillinge, lat. Gemini) in der Zeit nach 21 Uhr beobachtet werden. Zum Maximum um den 12. Dezember werden etwa 100 Meteore pro Stunde erwartet.

Am 27. August 2004 fand der bekannte amerikanische Kometenjäger Donald Machholz seinen 10. Kometen, der die Bezeichnung C/2004 Q2 (Machholz) erhielt. Der Komet wird in den kommenden Wochen rasch nach Norden wandern. Aufgrund seiner Erdnähe wird er Anfang Januar seine größte Helligkeit erreichen. Er sollte nach derzeitigen Berechnungen dann mühelos mit einem Fernglas, an dunklen Orten und ohne Mondlicht möglicherweise sogar mit dem bloßen Auge zum Jahreswechsel sichtbar sein. Diese Helligkeit wird in den folgenden Wochen nur langsam zurückgehen, wenn er Richtung Perseus, Kassiopeia und Giraffe wandern wird [Karte]. Der größte Durchmesser dürfte dem des Vollmondes (aber wesentlich lichtschwächer) entsprechen, die größte visuelle Schweiflänge kann den fünffachen Wert erreichen.

Es ist kein Versehen, dass auf der Sternkarte an der Position von Mira kein Stern eingezeichnet ist, dieser Stern verbirgt sich zur Zeit salopp gesagt hinter einer Schicht von „Sonnenschutzcreme“. Mira, eine rote Riesensonne, ist aus dem Gleichgewicht geraten. Seither dehnt sich ihre äußere Gasschicht aus, und zwar in einem Rhythmus von etwa 332 Tagen. Bei der Expansion sinkt die Temperatur in der Sternatmosphäre, - Titanoxid entsteht. Diese Moleküle blocken die sichtbare Sternenstrahlung effizient ab – aus diesem Grund findet man Titanoxid auch in guten Sonnenschutzcremes - bei Mira um mehr als 99 Prozent. So erklären sich ihre extremen Helligkeitsschwankungen. Sie wird dann mehrere Monate lang vermeintlich "unsichtbar"...


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