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DIE STERNE IM JANUAR 2005
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Highlight des Monats: Am 14. Januar landet die Saturnsonde "Huygens" auf dem Saturnmond "Titan" - wir berichten!
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Die Sterne im Januar

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© by Winfried Kräling


"Herr der Ringe" - Die Nacht des Saturn

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Januar - allmählich werden die Tage wieder länger, doch ist dieser Monat im statistischen Durchschnitt der kälteste des Jahres. Bei einer länger anhaltenden Hochdrucklage mit trockenkalter Festlandsluft herrscht zumeist tagsüber sonniges Wetter mit Dauerfrost vor und in den eisigen Nächten funkeln die Sterne besonders schön.

Venus ist zu Beginn des Neuen Jahres noch Morgenstern, aber kein auffälliges Objekt mehr. Sie kann in der Morgendämmerung tief am Südosthorizont erspäht werden. Im Laufe des Monats zieht sie sich vom Morgenhimmel zurück und wird ab Mai wieder als Abendstern für den Rest des Jahres sichtbar sein. Mars, der rote Planet, wird nun am Morgenhimmel immer besser sichtbar, sein großer Auftritt findet allerdings erst im November 2005 statt. Der Riesenplanet Jupiter kann jetzt wieder zu den lohnenden Beobachtungsobjekten gezählt werden, allerdings geht er zum Jahresanfang erst nach Mitternacht auf.

Star des Monats ist Saturn, der "Herr der Ringe". Er steht am 14. Januar der Sonne gegenüber und ist somit die ganze Nacht sichtbar. Da er zu dieser Zeit auch der Erde am nächsten steht, ist er nun besonders gut zu beobachten. In einem Amateur- Teleskop können neben dem Ringsystem [Einsatz in der Sternkarte], das aus Myriaden von Staub- und Eisteilchen besteht, je nach Größe und Qualität der Optik, bis zu sieben seiner Monde gesehen werden. Ebenfalls am 14. Januar, wir können also durchaus von der Nacht des Saturn sprechen, bekommt der Mond Titan, der an Größe sogar den Planten Merkur übertrifft, Besuch von der Erde.

Fast sieben Jahre dauerte die Reise der Raumsonde Cassini mit der Landesonde Huygens von der Erde zum Planeten Saturn; gestartet wurde das Duo am 15. Okt. 1997. Während Cassini den Saturn in den nächsten vier Jahren 76 Mal umrunden und das Ringsystem und 7 seiner 33 bekannten Monde genauer erforschen soll, wird die Landesonde Huygens am 14. Januar in die Atmosphäre des Saturnmondes Titan eintauchen und diese sowie die Oberfläche des rätselhaften Saturntrabanten untersuchen. Der Saturnmond ist für die Wissenschaftler wie eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit unseres Planeten, die ihnen einen Blick auf die "Ur-Erde" ermöglichen könnte.

Titan ist der zweitgrößte Mond in unserem Sonnensystem und besitzt als einziger dieser Monde eine Atmosphäre, welche seine Oberfläche verhüllt. Entdeckt wurde dieser Saturnmond 1655 von dem niederländischen Astronomen Christiaan Huygens, heute kann er schon in einem guten Fernglas gesehen werden.

Am abendlichen Fixsternhimmel sind im Januar die markantesten Sternbilder des Winterhimmels sichtbar. Man kann deren hellsten Sterne zu einem Wintersechseck zusammenfassen [siehe Karte]. Beginnend mit dem funkelnden Sirius im großen Hund finden wir links oberhalb Prokyon im kleinen Hund und darüber Castor in den Zwillingen. Die Spitze dieses Sechseckes bildet Capella im Fuhrmann und die rechte Seite wird von dem orangefarbenen Aldebaran im Stier und dem bläulichen Rigel im Orion gebildet. Innerhalb dieses Gebildes sind der helle, rötliche Stern Beteigeuze sowie die Gürtelsterne des Orion recht auffällige Sterne.


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