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DIE STERNE IM FEBRUAR 2005
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Die Sterne im Februar

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© by Winfried Kräling


Orion – Supernovaexplosion in naher Zukunft

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Im Februar nimmt die Tageslänge wieder deutlich zu. Steht am Monatsbeginn die Sonne etwas mehr als neun Stunden über dem Horizont so beträgt ihre Verweildauer zum Monatsende schon knapp elf Stunden. In der Natur macht sich der Vorfrühling bemerkbar, blühende Schneeglöckchen und Krokusblüten sowie stäubende Haselkätzchen weisen darauf hin. Nach Ende der Abenddämmerung beherrschen jedoch noch die markanten Wintersternbilder wie Fuhrmann, Stier, Zwillinge Orion und Großer Hund das südlich Firmament [Karte].

Besonders Orion – nach dem Großen Wagen wohl das bekannteste Sternbild – zieht die Blicke des Beobachters auf sich. Sehr auffällig ist der Farbunterschied von Beteigeuze und Rigel, den beiden hellsten Gestirnen dieser Konstellation. Der etwa 11.000°C heiße, bläulich leuchtende Rigel ist der hellste Stern des Orions, er befindet sich in etwa 750 Lichtjahren Entfernung und ist 50-mal größer als unsere Sonne, die Leuchtkraft dieses blauen Riesen übertrifft die ihre sogar um das fünfzigtausendfache! Der ca. 430 Lichtjahre entfernte rötlich leuchtende Beteigeuze ist mit etwa 3400°C deutlich kühler und er leuchtet "nur" 15.000-mal heller als unser Tagesgestirn. Gigantisch sind hingegen die Ausmaße dieses Sternes.

Beteigeuze ist so groß, dass die Planeten Merkur, Venus, die Erde und Mars innerhalb dieses roten Überriesen kreisen könnten. Ein Lichtwechsel von Beteigeuze lässt den Schluss zu, das dieser Stern pulsiert, d.h. sich aufbläht und wieder zusammenzieht. Da er nahezu seinen gesamten "Brennstoff" verbraucht hat, gehen Wissenschaftler davon aus, dass Beteigeuze in nach kosmischen Maßstäben naher Zukunft – das kann morgen oder in 10.000 Jahren sein – in einer gewaltigen Supernovaexplosion am Himmel erstrahlen wird. Vielleicht hat Beteigeuze dieses Schicksal schon vor mehr als 400 Jahren ereilt aber die Botschaft dieser Sternenkatastrophe, die mit Lichtgeschwindigkeit (300.000km/s) durchs All jagt, hat uns noch nicht erreicht, denn unser Blick in die Sterne ist aufgrund der Naturgesetze ja immer ein Blick in die Vergangenheit...

Zu den beeindruckendsten Objekten des Winterhimmels zählt M42 – der Große Orionnebel [Sternkarteneinsatz]. M42 ist bereits in einer dunklen Nacht mit bloßem Auge unterhalb der "Gürtelsterne" des Orion sichtbar, jedoch zeigt erst ein leistungsfähiges Teleskop die faszierende Schönheit dieser Gaswolke, in der auch heute noch Sterne entstehen.

Die Planeten Merkur und Venus können im Februar von der Beobachtungsliste gestrichen werden, sie stehen unbeobachtbar am Taghimmel. Mars kann nun wieder leicht am Morgenhimmel gesehen werden, er ist allerdings noch sehr weit von der Erde entfernt und zeigt in einem Teleskop kaum Strukturen. Die Planeten Jupiter und Saturn [Sternkarte] sind nahezu die ganze Nacht sichtbar. In den Morgenstunden des 4. Februars, von 5:07 Uhr bis 5:31 Uhr, bedeckt der abnehmende Mond den hellen Stern Antares. Dieses Ereignis ist mit dem bloßen Auge aber besser mit einem Fernglas zu beobachten. Der weitere Lauf des Mondes kann der Tabelle unterhalb der Sternkarte entnommen werden.


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