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Die Sterne im März

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© by Winfried Kräling


Frühling – günstigste Zeit zur Mondbeobachtung

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Obwohl uns in der zweiten Februarhälfte der Winter gezeigt hat, dass er sich noch nicht endgültig verabschiedet hat, stehen die Zeichen im März auf Frühling. Für die Meteorologen beginnt der Frühling am 1. März, für die Astronomen am 20. März exakt um 13:33 Uhr zur Zeit der Tag- und Nachtgleiche.

Am Sternhimmel zeigen sich zu Beginn der immer später einsetzenden Dunkelheit westlich des Meridians (Südrichtung) noch typische Wintersternbilder, während östlich des Meridians die Frühlingssternbilder wie Krebs, Löwe und Wasserschlange das Firmament dominieren (siehe Sternkarte). Auch bei den Deep Sky- Objekten zeigt sich eine klare lokale Trennung, die Sternhaufen konzentrieren sich auf den westlichen und die Galaxien auf den östlichen Bereich der Sternkarte.

Der Frühling ist die Zeit, in der unser Mond am besten am Abendhimmel zu beobachten ist. Zu Beginn des Monats steht er allerdings am Morgenhimmel, am 3. finden wir ihn im letzten Viertel nahe bei Antares und am 10. steht er unbeobachtbar als Neumond am Taghimmel. Doch bereits am Abend des 11. März lässt sich die schmale Mondsichel über dem westlichen Horizont erspähen. Bei genauem Hinschauen ist zu erkennen, dass nicht nur die helle Sichel sondern auch die ganze Mondscheibe schwach leuchtend sichtbar ist. Da unser Trabant räumlich noch nahezu zwischen Sonne und Erde steht, wird nur der rechte Rand von der Sonne beschienen. Auf der restlichen Mondscheibe ist noch Nacht, in der allerdings die hell strahlende Erdscheibe die Mondlandschaft in ein schwaches, aschgraues Licht taucht. Von Abend zu Abend füllt sich die Mondsichel und das zarte Erdlicht wird immer blasser und ist schließlich kaum noch sichtbar.

Zur Zeit des ersten Viertels am 17. steht der Halbmond hoch am Himmel, in einem Fernglas - besser noch in einem Teleskop - zeigt sich die Oberfläche als bizarre Kraterlandschaft (Einsatz in der Sternkarte). Durch Mondproben von den Apollomissionen und dem Studium der Mondoberfläche ist es sogar möglich, das Alter von einzelnen Mondregionen zu bestimmen. Weiterhin lässt sich eine zeitliche Gliederung der bewegten Vergangenheit des Erdbegleiters, die durch gewaltige Meteoriteneinschläge beherrscht wurde, (die Erde wurde übrigens weit häufiger von Meteoriten getroffen), festlegen. Am 25. ist Vollmond, die Oberfläche des Mondes wird nun vom Sonnenlicht frontal beleuchtet, was zur Folge hat, dass keinerlei Schatten mehr sichtbar sind und der Mond im Teleskop recht flau aussieht.

Im März ist auch Merkur, der innerste Planet des Sonnensystems, vom 5. bis 15. 3. in der Abenddämmerung über dem westlichen Horizont zu erspähen. Reizvoll ist die Konjunktion mit der Mondsichel am Abend des 11. März. Saturn (siehe Sternkarte) befindet sich weiterhin in günstiger Beobachtungsposition, sodass sein Ringsystem auch im März in kleinen Teleskopen erkannt werden kann. Jupiter, der im kommenden Monat der Sonne gegenübersteht und sich dann in Erdnähe befindet, ist nahezu die ganze Nacht über zu sehen. Mars, der rote Planet, befindet sich noch immer am Morgenhimmel, aufgrund seiner großen Entfernung zur Erde zählt er noch nicht zu den begehrten Beobachtungsobjekten.


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