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DIE STERNE IM MAI 2005
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Die Sterne im Mai

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© by Winfried Kräling


Kugelsternhaufen bereichern den Frühlingshimmel

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Blühende Apfelbäume, Rosskastanien und Fliederbüsche zeugen davon, dass sich der Frühling jetzt in Höchstform befindet auch wenn eine alte Wetterregel sagt: "Ehe nicht Pankratius, Servatius und Bonifatius (12.,13. u. 14. Mai) vorbei, ist nicht sicher vor Kälte der Mai". Tatsächlich ist zu besagter Zeit bei klarem Himmel häufig mit Nachtfrösten zu rechnen, - auch wenn sich die "Eisheiligen" seit vielen Jahren immer seltener einzustellen pflegen.

Ab der zweite Monatsdekade kann wieder der Planet Venus als Abendstern dicht über dem nordwestlichen Horizont erspäht werden. Wer in diesem Jahr nochmals den Ringplaneten Saturn am Abendhimmel sehen möchte, sollte den Monat Mai dazu nutzen, da Saturn im kommenden Monat in den Strahlen der Sonne verschwindet. Der Riesenplanet Jupiter befindet sich auch im Mai in optimaler Beobachtungsposition und dürfte das Vorzeigeobjekt jeder Sternwarte sein. Um den roten Planten Mars zu beobachten, müssen Sternfreunde allerdings noch bis in die zweite Nachthälfte ausharren.

Am Sternhimmel zeigen sich neben den klassischen Frühlingssternbildern wie Bootes, Jagdhunde, Rabe und Jungfrau auch schon erste Sommersternbilder wie Herkules, Schlangenträger und Skorpion (linker Bereich der Sternkarte). Auch bei den Deep Sky-Objekten fällt auf, dass die rechte Seite der Sternkarte von Galaxien dominiert wird, während auf der linken Seite Kugelsternhaufen überwiegen. Kugelsternhaufen sind Ansammlungen von einigen hunderttausend bis zu Millionen von Sternen. Sie zählen zu den ältesten Gebilden des Universums und sind bis zu 13 Milliarden Jahren alt. Mit seinen 4,5 Milliarden Jahren ist unser Sonnensystem im Vergleich dazu noch recht jung. Die Milchstraße besitzt etwa 150 Kugelsternhaufen, die das galaktische Zentrum auf verschiedenen Bahnen umkreisen. In Kugelsternhaufen ist die Dichte an Sternen etwa 10.000 mal höher als in der Umgebung unserer Sonne.

Kugelsternhaufen lassen sich zumeist schon in einem Fernglas als „verwaschene Sterne“ erkennen, M13 (siehe Karteneinsatz) ist an dunklen Standorten sogar mit dem bloßen Auge sichtbar und somit ein Indikator für die fortschreitende Lichtverschmutzung. In Teleskopen mit etwa 10cm Linsen- oder Spiegeldurchmesser sind bei einigen dieser interessanten Objekten sogar schon Einzelsterne sichtbar. Die volle Pracht von Kugelsternhaufen offenbart sich dem Beobachter allerdings erst in größeren Amateur- oder Sternwartenteleskopen ab 200 mm Öffnung, wo die wahre Natur dieser Sternhaufen sichtbar wird. Auch für den Astrofotografen sind Kugelsternhaufen beliebte Objekte, da sie relativ hell sind, wie der „Schnappschuss“ des Autors von M13 mit einer handelsüblichen Digitalkamera durch ein Teleskop zeigt.


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