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DIE STERNE IM OKTOBER 2005
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Astro-Event des Jahres: Sonnenfinsternis am 3.10. - in Deutschland 47 - 67 % der Sonnenscheibe verdeckt
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Die Sterne im Oktober

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© by Winfried Kräling


3. Oktober - Sonne zur Hälfte verfinstert

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

"Oktoberhimmel voller Sterne, haben warme Öfen gerne" - lautet eine alte Wetterregel. Wenn es im Oktober zu einer längeren Schönwetterperiode mit in der Sonne goldfarbenem Laub kommt, kühlt es in klaren Nächten bereits merklich ab, da die tagsüber empfangene Wärme nachts rasch ins Weltall abstrahlen kann.

Schönes Wetter am 3. Oktober - dem Tag der Deutschen Einheit - ist Voraussetzung, um die einzige von Deutschland aus sichtbare Sonnenfinsternis des Jahres zu beobachten. In mittleren Deutschland wird die Sonne zu etwa 50 Prozent vom Mond bedeckt (Karteneinsatz). Dies kann aber wegen der Helligkeit der Sonne nur mit speziellen Sonnenfinsternisbrillen oder speziellen Filtern gefahrlos beobachtet werden. Gegen 10 Uhr schiebt sich der Mond vor die Sonne, die er kurz nach 11 Uhr maximal bedeckt. Gegen 12:30 Uhr wird die Finsternis dann beendet und der Mond wieder vollständig vor der Sonnenscheibe verschwunden sein. Im westlichen Mittelmeerraum ereignet sich eine Ringförmige Sonnenfinsternis, das heißt, die schwarze Mondscheibe ist für wenige Minuten von einem kompletten, gleißend hellen Sonnenring umgeben. Die Zentrallinie der Finsternis verläuft über Spanien und Nordafrika. Der Sonnenring wird aber nur von dieser Zentrallinie aus zu sehen sein.

Bereits in der Abenddämmerung zeigen sich im Oktober die Planeten Venus und Mars. Während Venus rasch dem westlichen Horizont entgegen eilt, steigt Mars im Lauf der Abendstunden immer höher und wird zu einem begehrten Bebachtungsobjekt an Sternwarten.

Durch die zunehmende Nachtlänge lassen sich nun auch wieder Fixsterne besser beobachten. In den Herbstmonaten zeigt sich für wenige Stunden der helle Stern Fomalhaut (siehe Sternkarte) über dem südlichen Horizont. Bei diesem etwa 25 Lichtjahre entfernten Stern fanden Nasa- Wissenschaftler unlängst einen Staubring, der Fomalhaut in einer Distanz von mehr als zwei Milliarden Kilometer umkreist. Nach Ansicht der Astronomen deutet dieser überraschende Befund darauf hin, dass ein großer Riesenplanet Fomalhaut umkreist und mit seiner Schwerkraft die Form des Rings beeinflusst. Der vermutete Eisplanet umkreist Fomalhaut vermutlich im 50- bis 70-fachen Abstand Erde-Sonne. Fomalhauts Ring besteht vorwiegend aus Staubpartikeln. Wissenschaftler vermuten, dass der Staub von Kometen stammt, die Fomalhaut innerhalb des Rings umkreisen, ähnlich wie die Kometen in unserem Sonnensystem. Da Fomalhaut "erst" 200 Millionen Jahre alt ist - das entspricht etwa fünf Prozent des Sonnenalters - bietet sich den Astronomen hier die Gelegenheit, ein junges Planetensystem zu studieren. Fomalhaut kann leicht mit dem bloßen Auge gesehen werden, der neu entdeckte Ring ist allerdings so lichtschwach, dass er mit Amateurteleskopen natürlich nicht sichtbar ist.


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