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DIE STERNE IM NOVEMBER 2005
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Die Sterne im November

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© by Winfried Kräling


Im November zeigt sich Mars besser als in den nächsten 13 Jahren

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Der Monat November ist der typische Spätherstmonat: Die Bäume haben ihr Laub bereits weitgehend verloren und in klaren Nächten kommt es zu Nachtfrösten und häufig bilden sich Nebelfelder. Bedingt durch die langen Nächte kann die Luft stark abkühlen, so dass die Sonne den Nebel in Tallagen auch tagsüber meist nicht mehr aufzulösen vermag.

Sollten sich die Nebelschwaden lichten, lässt sich kurz nach Sonnenuntergang die Venus tief am Südwesthorizont als Abendstern erkennen. In einem Teleskop erscheint die Venusscheibe wie der Mond im ersten Viertel, also als "Halbvenus". Der Planet Mars steht am 7. November 2005 in Opposition zur Sonne, das heißt ihr gegenüber. Somit befindet sich unser Nachbarplanet in Erdnähe und ist die ganze Nacht über sichtbar. Mit dem bloßen Auge erkennt man ihn abends als hell leuchtenden rötlichen Stern in südöstlicher Richtung (siehe Sternkarte) im Sternbild Widder. In den Morgenstunden des 15. Novembers bekommt Mars Besuch vom nahezu vollen Mond.

Für Sternfreunde auf der Nordhalbkugel gehört diese Opposition wohl zu einer der besten des Jahrhunderts. Erst im Jahre 2018 wird Mars wieder größer zu sehen sein als in diesem Jahr. Der Rote Planet, wie Mars wegen seiner rötlichen Farbe häufig genannt wird, erscheint Anfang November dem Auge so groß wie ein Cent-Stück aus etwa 175 Metern Entfernung. Dennoch können mit den leistungsstarken Teleskopen der Sternwarte Einzelheiten der Marsoberfläche, Reste der weitgehendst abgeschmolzenen südlichen Polkappe und die sich neu bildende nördliche Polhaube gesehen werden. Mit etwas Glück zeigen sich auch Wettererscheinungen wie Wolken oder gar riesige Staubstürme, die zeitweise den ganzen Planeten verschleiern können.

Der Planet Jupiter erscheint in der zweiten Monatshälfte wieder am Morgenhimmel, ist aber in diesem Monat kein auffälliges Objekt. Saturn erscheint wieder vor Mitternacht über dem Horizont und wird sich in den kommenden Monaten zu einem beliebten Beobachtungsobjekt entwickeln.

Der Fixsternhimmel zeigt im November typische Herbststernbilder (siehe Sternkarte). Es ist sogar möglich mit dem bloßen Auge an einem dunklen Standort über unser eigenes Milchstraßensystem hinauszuschauen und einen Blick weit in die Vergangenheit zu richten. Fast drei Millionen Jahre waren die Lichtstrahlen auf der Reise, die wir als verwaschenen Lichtfleck im Sternbild Andromeda erblicken. Astronomen nennen diesen Lichtfleck, der sich im Teleskop als Galaxie entpuppt, wegen seiner Lage den großen Andromedanebel oder schlicht M31. Mittels Fernglas kann M33 eine weitere "nahe" Galaxie im Sternbild Dreieck erspäht werden. Sie befindet sich ebenfalls knapp drei Millionen Lichtjahre (Lj) von uns entfernt. Um die etwa 9 Mio. Lj entfernte Galaxie M74 in den Fischen oder das sogar 50 Mio. Lj entfernte Sternensystem M77 zu sehen, wird allerdings ein Teleskop benötigt.


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