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DIE STERNE IM JULI 2006
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Die Sterne im Juli

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© by Winfried Kräling


Die Milchstraße - wie lange ist sie noch sichtbar?

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Der Juli ist statistisch gesehen der heißeste Monat des Jahres. Die Winterlinde blüht, Johannis- und Stachelbeeren werden reif und die Wiesen sind übersät mit duftenden Sommerblumen - sofern nicht allzu sehr die chemische Keule eingesetzt wurde.

Wer nach einem heißen und sonnigen Tag des Abends auf der Terrasse oder im Garten sitzt, wird als erstes in südwestlicher Richtung einen hell leuchtenden Punkt am Himmel ausmachen. Es ist Jupiter, der größte Planet unseres Sonnensystems und der einzige Planet der im Juli am Abendhimmel sichtbar ist. Nach und nach erscheinen weitere Lichtpunkte am dunkler werdenden Himmel. Zuerst sind es nur wenige, die hellsten dieser Fixsterne nahe des Zenits sind Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Sternbild Adler (sieh Sternkarte), die als Sommerdreieck bekannt sind.

Das Sommerdreieck ist kein offizielles Sternbild aber die auffälligste Konstellation am Abendhimmel und trotz zunehmender Lichtverschmutzung selbst in größeren Städten zu erkennen. In ländlichen Gemeinden, fernab von Ballungszentren, erscheinen immer mehr Sterne, die sich mit Hilfe einer Sternkarte zu "echten" Sternbildern ordnen lassen. Aber auch in kleineren Orten wird es immer schwieriger das zarte Band der Milchstraße zu erblicken. Es heißt, dass viele Menschen diese herrliche Naturerscheinung nur noch aus dem Planetarium oder vom Urlaub aus südlichen Gefilden kennen.

Lediglich in dünn besiedelten Regionen (Alpen, Mittelgebirge) Mitteleuropas erscheint die Milchstraße, die aus Milliarden einzelner Sonnen gebildet wird, noch recht eindrucksvoll. Hier ist deutlich zu sehen, dass unsere Galaxie kein homogenes Band ist, sondern aus Sternenwolken gebildet wird, die von dunklen Staubwolken unterbrochen werden. Auch hellere Gasnebel wie M8 (Einsatz in der Sternkarte) - der herrliche Lagunennebel - sind von dunklen Orten mühelos mit dem bloßen Auge sichtbar und auch schwächere Sternhaufen der Sternkarte sind leicht mit einem Fernglas zu sehen. Allerdings stellt sich auch hier die Frage, wie lange noch? - Kommen wir wieder zu helleren Objekten. Venus hält ihre Stellung am Morgenhimmel. Sie strahlt als heller Morgenstern und man findet sie in der Dämmerung über dem nordöstlichen Horizont.

Einem aufmerksamen Beobachter wird schon aufgefallen sein, dass der Vollmond im Winter hoch am Himmel, im Sommer hingegen recht niedrig am Himmel steht. Dies kommt daher, dass der Vollmond der Sonne gegenüber steht, also im Sommer in den Regionen verweilt, wo sich die Sonne im Winter befindet. In diesem Jahr steht infolge der Bahnneigung (die Mondbahn ist mehr als 5° zur Erdbahn geneigt) des Mondes der Wintervollmond sehr hoch und der Sommervollmond extrem niedrig über dem Horizont. Diese Extremstellung ereignet sich erst wieder im Jahre 2025. Wer sich selbst davon überzeugen möchte hat am 11. Juli, beim nächsten Vollmond, Gelegenheit dazu.


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