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DIE STERNE IM AUGUST 2006
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Sternschnuppen des Monats: Die "Perseiden" Max vom 10.08.-14.08., Spitze: 12./13.08., Ausstrahlregion: Sternbild Perseus
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Die Sterne im August

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© by Winfried Kräling


Der Nordamerkanebel bekam seinen Namen aufgrund seines Aussehens

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Wenn Frühzwetschgen und Vogelbeeren reifen, endet der Hoch- und es beginnt der Spätsommer. In Gärten und Feldern ist Entezeit und die Tage werden wieder merklich kürzer. Durch die früher einsetzende Dunkelheit unterscheidet sich der abendliche Fixsternhimmel kaum vom Vormonat. Das Sommerdreieck und die Sommermilchstraße sind auch im August bestens sichtbar.

Doch eines wird dem Beobachter in einer klaren und lauen Sommernacht auffallen; es huschen wieder mehr Sternschnuppen als in den Monaten zuvor über den Himmel. Die meisten von ihnen scheinen ihren Ursprung im Sternbild Perseus zu haben, das man in Augustnächten über dem nordöstlichen Horizont findet. Deshalb nennt man diese Sternschnuppen auch Perseiden. Die meisten dürften in den Nächten zwischen dem 10. und 14. August sichtbar sein. Leider stört das helle Mondlicht die Beobachtung, so dass nur hellere Perseiden zu sehen sein werden, die in diesem Meteorstrom jedoch reichlich vorhanden sind. Da ihr Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius (10. August) zusammenfällt, werden sie im Volksmund auch die Tränen des Laurentius genannt. Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Bahn die Erde immer um den 12. August kreuzt. Perseiden können von Mitte Juli bis Ende August beobachtet werden.

Helle Planeten zählen im August nicht zu den lohnenswerten Beobachtungsobjekten. Jupiter ist zwar noch das hellste Gestirn am Abendhimmel, er steht allerdings nur noch in geringer Höhe über dem Südwestorizont. Merkur und Venus zeigen sich am Morgenhimmel, auch diese beiden Wandelsterne stehen jedoch sehr horizontnah in nordöstlicher Richtung.

Von den vielen Objekten der Sommermilchstraße (siehe Sternkarte) zählt NGC 7000, der Sternfreunden allerdings wegen seiner markanten Form (die an eine Landkarte des nordamerikanischen Kontinents erinnert) besser als "Nordamerikanebel" bekannt ist, zu den Bemerkenswertesten. Es ist ein diffuser Gasnebel, der mit einem lichtstarken Fernglas oder einem kleinen "Widefield-Teleskop" besser sichtbar ist, als in einem großen Teleskop. Der Grund, dieser Gasnebel erscheint am Himmel etwa viermal größer als der Vollmond, jedoch wesentlich lichtschwächer. Er ist relativ einfach zu finden, da er sich etwas westlich des hellen Sterns Deneb im Schwan befindet.

Die visuelle Beobachtung des Nebels ist allerdings trotz seiner Größe ziemlich schwierig. Man benötigt einen sehr dunklen, mondlosen Himmel, der nicht durch künstliche Lichtquellen gestört wird. Er kann dann als schwaches diffuses Objekt, dass von dunklen Staubwolken eingerahmt wird, wahrgenommen werden. Der Gasnebel ist zwischen 2.000 und 3.000 Lichtjahren entfernt und besteht überwiegend aus Wasserstoff, der teilweise in ionisierter Form auftritt, und sichtbares Licht in Form von tiefroter Strahlung aussendet. Auf lang belichteten Fotografien erscheint der Nebel daher intensiv rötlich (siehe Karteneinsatz). Der Nordamerikanebel wurde erst 1891 von Max Wolf in Heidelberg fotografisch entdeckt. Diese Entdeckung war eine der ersten mittels der Astrofotografie.


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