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DIE STERNE IM NOVEMBER 2006
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Sternschnuppen des Monats: Die "Leoniden" Max 17./18.11. mit 10-50 Meteoren je Stunde, Ausstrahlregion: Sternbild Löwe
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Die Sterne im November

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© by Winfried Kräling


Der "Teufelsstern" Algol verändert seine Helligkeit

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Nebel, Nässe und Kälte bescheren dem Monat November seinen schlechten Ruf. Doch nicht immer erfüllt der "Nebelung" - wie der November im althochdeutschen genannt wurde - dieses Klischee, oft kommt es auch noch zu sonnigen und warmen Tagen mit Nachtfrösten und klaren Nächten.

Unsere Sternkarte zeigt in südöstlicher Richtung bereits typische Herbststernbilder. Auffällig und bekannt ist die Kassiopeia - auch als Himmels-"W" bekannt. Darunter findet man das Sternbild Perseus. Algol ist der zweithellste Stern in dieser Konstellation. Doch nicht immer, denn jeweils nach 2 Tagen 20 Stunden, 48 Minuten und 56 Sekunden sinkt seine Helligkeit merklich ab. Die Helligkeitsänderungen wurden bereits 1669 von Geminiano Montanari entdeckt. Fünf Stunden braucht Algol um von seiner normalen Helligkeit sein Minimum zu erreichen, in weiteren fünf Stunden leuchtet der Teufelsstern wieder in seinem normalen Glanz. Algol ist ein Doppelstern, der von einem dunkleren Begleiter umrundet wird. Regelmäßig schiebt sich der schwächere Stern zwischen den Hauptstern und die Erde, so dass nur das Licht des schwächeren Begleiters unseren Planeten erreicht. Es ist jedoch davon auszugehen, dass bereits den griechischen und arabischen Astronomen der mit dem bloßen Auge zu erkennende Lichtwechsel aufgefallen ist, da Algol auch seit Alters her auch den Namen Teufelsstern, Dämon, Medusenhaupt o.ä. trägt, was wohl auf sein merkwürdiges Verhalten hindeutet, seine Helligkeit zu verändern. Im November ereignen sich Algol-Minima am 6. Nov. um 4:21 Uhr, 9. Nov. 01:10 Uhr, 11. Nov. 21:59 Uhr, 14. Nov. 18:48 Uhr, 26. Nov. 06:04 Uhr und am 29. Nov. um 02:53 Uhr.

NGC 869 und NGC 884, Sternfreunden besser unter der Bezeichnung h und "chi" Persei bekannt, können in dunklen Herbstnächten zwischen den Sternbildern Kassiopeia und Perseus bereits als verwaschener diffuser Fleck mit dem bloßen Auge erkannt werden. Bereits in einem Feldstecher ist zu erkennen, dass es sich um zwei dicht zusammenstehende offene Sternhaufen handelt, die jeweils die Fläche des Vollmondes bedecken. NGC 869 (h Per - im Sternkarteneinsatz rechts, unten) ist der hellere und dichtere der beiden, er besteht etwa aus 200 Sternen. NGC 884 (chi Per, im Einsatz links oben) wirkt offener und zerstreuter. In ihm findet man im Fernrohr und auf Farbaufnahmen mehrere "Rote Riesen" - also bereits weitgehendst ausgebrannte Sterne - die auf ein höheres Alter dieses Sternhaufens hinweisen. Beide Haufen sind etwa 7200 Lichtjahre von uns entfernt und ihre räumliche Distanz beträgt ca. 100 Lichtjahre.

Nur 76 Lichtminuten von der Erde entfernt befindet sich Saturn, der im September seine Aufgänge wieder in die Zeit vor Mitternacht verlagert und im Sternbild Löwe zu finden ist. In der Nacht vom 12. zum 13. Nov. erhält Saturn Besuch vom Mond. Kurz vor Mitternacht gehen beide Himmelskörper am Osthorizont auf und steigen im Laufe der Nacht gemeinsam immer höher. - Vom 17. November bis etwa 10. Dezember kann der Planet Merkur knapp über dem südöstlichen Horizont in der Morgendämmerung aufgefunden werden. Am 19. lässt sich die schmale Mondsichel als Aufsuchhilfe nutzen, die allerdings einige Winkelgrade südlicher steht.


Information zum Sternschnuppenschwarm der "Leoniden"

Die günstige Mondphase kurz vor Neumond lässt in diesem Jahr übrigens recht gute Rahmenbedingungen zur Beobachtung des Meteorstroms "Leoniden" zu. Ursprungskomet dieses Meteorstroms ist der Komet 55P/Tempel-Tuttle, der die Erdbahn zuletzt im Jahre 1998 gekreuzt und in den darauffolgenden Jahren teils prächtige Meteorstürme mit mehreren Hundert bis zu 1.000 Schnuppen je Stunde entfacht hat. Zwar werden in diesem Jahr während des spitzen Maximums in der Nacht vom 17. zum 18. November voraussichtlich nur etwa 10 bis 50 Meteore pro Stunde erwartet, weil aber kein störendes Mondlicht dazwischenfunkt, könnten diese - klarer Himmel vorausgesetzt - abseits der Lichtfluten größerer Städte recht gut zu sehen sein. Scheinbarer Ausstrahlungspunkt des Schnuppenschwarms ist das Sternbild Löwe. Die beste Beobachtungszeit liegt in der zweiten Nachthälfte, weil das Sternbild dann hoch genug am Osthimmel aufgestiegen sein wird.

Anhang: Jürgen Vollmer


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