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DIE STERNE IM DEZEMBER 2006
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Sternschnuppen des Monats: Die "Geminiden" vom 7.-17.12., Max.: 14. mit 60 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Zwillinge
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Die Sterne im Dezember

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© by Winfried Kräling


Der Wintervollmond steht erst in 19 Jahren wieder so hoch am Himmel

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Ende Dezember hat die Sonne ihren Tiefststand erreicht. Am 22. Dezember, dem Tag der Wintersonnenwende, steht sie im mittleren Deutschland etwa 8 Stunden über und 16 Stunden unter dem Horizont. Ab diesem Datum werden die Tage allmählich wieder länger. Die langen Nächte eignen sich hervorragend zur Beobachtung des Sternenhimmels. Bereits in den frühen Abendstunden zeigen sich über dem östlichen Horizont (Karte) die markanten Wintersternbilder Perseus, Fuhrmann, Stier, Orion und die Zwillinge.

Frühaufsteher können im Dezember in den Genuss der Konjunktion von den Planeten Merkur, Mars und Jupiter kommen. Am 10. Dez. stehen diese drei Planeten gemeinsam im Gesichtsfeld eines lichtstarken Fernglases in der Morgendämmerung über dem südöstlichen Horizont. Nach diesem Datum driften die Planeten wieder auseinander. Saturn kann beinahe wieder fast die ganze Nacht gesehen werden, wenn man von den frühen Abendstunden absieht.

In diesem Winter steht der Vollmond, infolge der Bahnneigung unseres Trabanten, besonders hoch am Himmel. In der Vollmondnacht vom 4. zum 5 Dezember kann man ihn rund 17 3/4 Stunden lang beobachten. Erst in 19 Jahren erreicht er wieder diese Höhe über dem Horizont. Der Mond ist der einzige Himmelskörper bei dem schon mit dem bloßen Auge (links oben im Karteneinsatz) Oberflächenstrukturen erkannt werden können. Mit einem Fernglas (Karteneinsatz Mitte) lassen sich bereits die großen Impactbecken erkennen, die durch gewaltige Meteoriteneinschläge in dem Frühstadium unseres Sonnensystems entstanden sind und sich später mit dunkler Lava füllten.

In jüngerer Zeit entstanden nur noch kleinere Krater oder Ringgebirge wie etwa der 90 km große und 810 Millionen Jahre alte Copernicus (Karteneinsatz, Detail rechts). Der schönste aller Mondkrater, wie Copernicus häufig genannt wird, ist ebenfalls in einem Fernglas sichtbar, zeigt seine ganze Pracht jedoch erst in einem Teleskop. Besonders die wechselnden Lichtverhältnisse machen dieses Ringgebirge so reizvoll. Bei Sonnenaufgang über dieser Formation lassen sich zuerst die terrassenförmigen und bis zu 3760 Meter hohen Wälle beobachten, während der Kraterboden und der Zentralberg noch vollständig im Dunkeln liegen. Wenn um die Vollmondzeit die Sonne hoch über Copernicus steht, wird sein bis zu 500 Kilometer großes Strahlensystem sichtbar, das aus bei dem Impact heraus geschleudertem hellen Gestein besteht.

Der August gilt allgemein als der Monat der Sternschnuppen, kaum bekannt ist, dass im Dezember weitaus mehr Sternschnuppen oder Meteore gesehen werden können. Zwischen dem 7. und 17. 12. huschen alljährlich die Geminiden über den Himmel. Zwar laden bei klarem Himmel die frostigen Temperaturen kaum zur Beobachtung ein, doch sollte man sich in diesem Jahr diesen Sternschnuppenschwarm nicht entgehen lassen, da kein Mondlicht die Beobachtung stört. Das Maximum dieses Meteorstromes wird für die Mittagsstunden des 14. Dezembers erwartet, doch sollten in den Abendstunden noch viele dieser Sternschnuppen zu sehen sein. Der Name Geminiden rührt daher, dass alle diese Sternschnuppen (wenn man ihre Bahn nach hinten verlängert, siehe auch Sternkarte) scheinbar aus dem Sternbild Zwillinge (lateinisch Gemini) kommen. Im Vergleich zu den Perseiden, die im August zu beobachten sind, bewegen sich die Geminiden sehr langsam über den Himmel. Sie sind Überreste des Asteroiden 3200 Phaethon - einem wahrscheinlich ausgebranntem Kometenkern. Alljährlich um den 14. Dezember kreuzt die Erde die Bahn Phaethon's.


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