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DIE STERNE IM JUNI 2007
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Sternschnuppen des Monats: Die Lyriden vom 10. bis zum 21. Juni, Maximum: 15./16.06., Ausstrahlregion: Sternbild Leier
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Die Sterne im Juni

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© by Winfried Kräling


Juni - helle Nächte und "blauer Mond"

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Der Juni ist der Monat mit den kürzesten Nächten und den längsten Tagen. Am 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende, steht die Sonne etwa 8 Stunden unter und 16 Stunden über dem Horizont. In der Mitte und im Norden Deutschlands geht die Abenddämmerung direkt in die Morgendämmerung über. Es wird für einige Wochen gar nicht richtig dunkel, es ist die Zeit der hellen Nächte. In diesen "hellen Nächten" lassen sich vorwiegend der Mond und die hellen Planeten beobachten, die Betrachtung von so genannten "Deep Sky-Objekten" sollte man tunlichst auf einen späteren Zeitpunkt (ab Mitte Juli) verschieben.

Gleich zum Monatsbeginn - am 1. Juni - erhellt der Vollmond die erste meteorologische Sommernacht. Er steht etwas unterhalb des strahlenden Planeten Jupiter, der in der Nacht vom 5. zum 6. Juni in Opposition gelangt und somit ebenfalls der Sonne gegenüber steht. In den kommenden Wochen und Monaten ist Jupiter der Star am Abendhimmel. Schon in einem Fernglas sind 4 seiner 63 bekannten Monde zu erkennen. Mit zunehmender Teleskopgröße und Vergrößerung zeigen sich auf Jupiter mannigfaltige Strukturen (siehe Karteneinsatz), die jedoch alle der lebhaften Atmosphäre dieses Planeten angehören. Am auffälligsten sind die dunklen Bänder und hellen Zonen, die bereits in kleineren Teleskopen zu sehen sind und raschen Veränderungen unterliegen.

Folgen wir dem Mond weiter, so sehen wir ihn am Morgen des 8. Juni als Halbmond (letztes Viertel) über dem südöstlichen Horizont. In den Morgenstunden des 11. 6. kann die Mondsichel helfen, den noch recht unauffälligen Planeten Mars aufzufinden, der zu diesem Zeitpunkt rechts unterhalb der Mondsichel zu finden ist. Am 15. Juni ist Neumond und unser Trabant steht neben der Sonne unbeobachtbar am Taghimmel. Bereits am nächsten Abend, dem 16. Juni, kann die schmale Mondsichel wieder rechts unterhalb der strahlenden Venus erspäht werden. Im Juni erscheint uns Venus im Teleskop wie der Halbmond, die zur Sonne hingewandte Seite erscheint uns hell, die abgewandte Venusscheibe ist unbeleuchtet. In den nächsten Wochen wird Venus immer sichelförmiger. Am Abend des 18. können wir links des Mondes den noch relativ hellen Planten Saturn auffinden.

Am 30. Juni befindet sich der Erdtrabant in der zweiten Vollmondstellung dieses Monats. Ein zweiter Vollmond in einem Monat wird als "Blue Moon", also blauer Mond bezeichnet. Ein blauer Mond ist recht selten. Der nächste blaue Mond ist im Dezember 2009, danach im August 2012. Vielleicht kommt der Ausdruck vom echten "blauen" Mond. Es ist nämlich möglich - wenn auch äußerst selten - dass tatsächlich ein blauer Mond oder auch eine blaue Sonne am Himmel gesehen werden kann. Wenn nach Vulkanausbrüchen oder größeren Waldbränden Partikel mit Größe von ca. 1/1000 Millimeter in die Erdatmosphäre gelangen, wird das rote Licht dermaßen gestreut, dass nur der grüne und blaue Anteil des Lichtes zum Beobachter gelangt. Nach dem gewaltigen Ausbruch des Vulkanes Krakatau im Jahre 1883 konnte über Wochen ein blauer Mond gesehen werden. Ebenso bei den Vulkanausbrüchen El Chichon in Mexico 1983, Mt. St. Helens im Jahr 1980 und des Mount Pinatubo im Jahr 1991. Eine blaue Sonne konnte 1950 in Europa gesichtet werden, die Ursache hierfür waren gewaltige Waldbrände in Kanada.


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