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DIE STERNE IM AUGUST 2007
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Sternschnuppen des Monats: Die "Perseiden" Max vom 10.08.-14.08., Spitze: 12./13.08., Ausstrahlregion: Sternbild Perseus
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Die Sterne im August

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© by Winfried Kräling


Der Mond und die sieben Geißlein

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Die (hoffentlich) warmen Augustabende und die wieder früher einsetzende Dunkelheit laden geradezu ein, einen Blick auf den Sternhimmel zu werfen. Noch bevor es richtig dunkel wird, strahlt in südlicher Richtung der Planet Jupiter. Er ist im August nach dem Mond das hellste Gestirn am Nachthimmel, da die noch hellere Venus gemeinsam mit der Sonne ihre Kreise am Taghimmel zieht.

Der rote Planet Mars (Einsatz in der Sternkarte) geht im August wieder vor Mitternacht auf. Da er sich allmählich aber stetig der Erde nähert, steigt auch seine Helligkeit. Um die Monatsmitte steht er zwischen den beiden offenen Sternhaufen Hyaden und Plejaden im so genannten "Golden Tor der Ekliptik" (Ekliptik = scheinbare Sonnenbahn, auf der sich auch mit geringen Abweichungen der Mond und die Planeten bewegen).

Einen recht reizvollen Anblick können wir in den Morgenstunden des 7. August gegen 1 Uhr 30 erleben. Eine Computersimulation (Einsatz in der Sternkarte) zeigt den Planeten Mars und den abnehmenden Mond in der Nähe der Hyaden und der Plejaden. Im Laufe der Nacht wird der Mond einige der Plejadensterne bedecken.

Hat eines unserer bekanntesten Märchen "Der Wolf und die sieben Geißlein" in einer solchen Plejadenbedeckung seinen Ursprung? Einige Parallelen zwischen Märchen und Bedeckung sind frappierend. Diese Bedeckungen ereignen sich im Abstand von etwa 19 Jahren, kommen dann aber gehäuft vor. Wenn ein solches Ereignis im Frühling am Abendhimmel stattfindet, nähert sich der Mond mit seiner unbeleuchteten dunklen Seite den Plejaden, die im deutschen Sprachraum auch als "Siebengestirn" bekannt sind. Aus dem Märchen ist bekannt, dass sich der Wolf durch seine dunkle Stimme bzw. seine dunklen Füße verrät und anfangs erfolglos ist. Erst als bei dem Bösewicht durch einen Trick Stimme und Füße hell werden, gleicht er der Geißenmutter. Am Himmel würde der helle glänzende Planet Venus deren Rolle einnehmen.

Wie sieht es aber aus, wenn eine Plejadenbedeckung im Spätsommer, wie jetzt im August, stattfindet. Jetzt nähert sich der Mond mit seiner hellen und glänzenden Seite dem Siebengestirn - gleicht also Venus der Geißenmutter - und der Wolf kann sechs von sieben Geißlein fressen. Am Himmel gelingt es dem Mond aufgrund seiner Größe ebenfalls nur maximal sechs der hellsten Plejaden abzudecken. Gleichfalls wie im Märchen, wo es der Geißenmutter gelingt, ihre Kleinen aus dem Bauch des Wolfes zu befreien, gibt der Mond nach und nach die Sterne des Siebengestirnes wieder frei und eilt von dannen.

Unsere Sternkarte zeigt den Anblick in Richtung Osten. Bereits ab Monatsanfang huschen wieder verstärkt Sternschnuppen über den Himmel. Das Maximum der Perseiden - wie dieser Sternschnuppenschwarm genannt wird, da alle seine Mitglieder aus dem Sternbild Perseus zu kommen scheinen - fällt in die Nacht vom 12. zum 13. August. Da in diesem Jahr der Mond die Beobachtung nicht stört, können auch schwächere Meteore gesehen werden.


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