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DIE STERNE IM APRIL 2008
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Sternschnuppen des Monats: Die Lyriden vom 16. bis zum 25. April, Maximum: 22.04., Ausstrahlregion: Sternbild Leier
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Die Sterne im April

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© by Winfried Kräling


Der Mond zeigt tiefe Einblicke in seine lebhafte Vergangenheit

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Nicht nur an der einsetzenden Baumblüte ist zu erkennen, dass der Frühling seinen Einzug hält, sondern auch am Sternhimmel, wo Frühlingssternbilder wie Löwe, Jungfrau und Bootes (siehe Sternkarte) den Abendhimmel beherrschen.

Der rote Planet Mars kann im April noch in der ersten Nachthälfte erspäht werden, wird aber allmählich lichtschwächer. Saturn (siehe Sternkarte) befindet sich nach wie vor in optimaler Beobachtungsposition. Jupiter ist der Planet der zweiten Nachthälfte, man findet ihn als strahlendes Gestirn im Sternbild Schütze.

Der Frühling ist die Jahreszeit in der man den zunehmenden Mond am besten am Abendhimmel beobachten kann. Bereits mit dem bloßen Auge lassen sich dunkle Flecken auf der Mondoberfläche erkennen, die früher die Phantasie der Menschen anregten und zu Legenden wie dem Mann im Mond, dem Mondfrevler oder dem Kohldieb führten. Heute wissen wir, dass diese dunklen Flecken große Einschlagsbecken von Asteroiden sind, die sich mit dunkler Lava füllten.

Der Einsatz in der Sternkarte zeigt ein sehr beeindruckendes Kratertrio nahe der Mondmitte, das besonders gut zur Zeit des ersten Viertels in einem kleinen Teleskop zu erkennen ist. Von oben nach unten sehen wir die Wallebene Ptolemaeus mit 153 Kilometer Durchmesser, das 118 Kilometer große Ringgebirge Alphonsus und den 97 Kilometer großen Krater Arzachel. Ptolemaeus ist die älteste dieser Formationen, Wissenschaftler geben das Alter mit 3,9-4,5 Milliarden Jahren an. Nach dem Einschlag eines gigantischen Himmelskörpers hat sich das Innere Ptolemaeus mit flüssigem Magma aus dem Mondinneren gefüllt das sogar den ehemaligen Zentralberg überflutet. Bis zu 2400 Meter hohe Kraterwände umsäumen die Wallebene.

Einsatz-April

Viele Mondkrater sind Zeugen einer überaus bewegten Entstehungsgeschichte.

Um zu erkennen, dass Alphonsus jünger als Ptolemaeus ist, muss man kein Wissenschaftler sein. Bei einem Blick durch ein Teleskop fällt auf, dass die Kraterwände von Alphonsus die seines Vorgängers teilweise überlagern. Auch das Innere Alphonsus ist partiell mit Lava gefüllt, die aber den Gipfel des Zentralberges nicht erreichte. Tatsächliche schätzen Wissenschaftler sein Alter um eine Milliarde Jahre jünger ein. Mit einem Alter von etwa 3,8 Milliarden Jahren ist der Krater Arzachel der jüngste des Trios. Seine Kraterwände überragen den Kraterboden um mehr als 3600 Meter Höhe. Der nur 9 Kilometer große Krater Ammonius im Inneren von Ptolemaeus (rechts oben) ist sogar jünger als 1,1 Milliarden Jahre.

Da sich der Mond durch die gleichen Regionen des Weltalls bewegt, kann man davon ausgehen, dass die Kraterdichte auf der Erde mindestens gleich groß war, doch Plattentektonik, Wind und Wetter haben die Spuren kosmischer Katastrophen getilgt. Nur noch Spuren "junger" Meteoriteneinschläge wie die des 15 Millionen Jahre alten Nördlinger Rieses oder Steinheimer Becken findet man in Mitteleuropa.


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