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DIE STERNE IM JANUAR 2009
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Die Sterne im Januar

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© by Winfried Kräling


Das Weltall: Du lebst darin - entdecke es!

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Zum Jahresbeginn soll eine kleine Jahresvorschau dem Leser einen Überblick über die interessantesten Ereignisse des Jahres 2009 geben. Auch ein kleiner Rückblick wird die Bedeutung der Astronomie zum Verständnis unserer Kultur und Technik verdeutlichen.

Die UN-Generalversammlung hat das Jahr 2009 zum Internationalen Jahr der Astronomie erklärt. Vor 400 Jahren benutzte Galileo Galilei erstmals ein Teleskop zur Beobachtung der Sterne und Planeten. Diese bahnbrechende Erfindung ist Anlass für "Das internationale Jahr der Astronomie 2009", das die Bedeutung der Astronomie für Wissenschaft und Kultur unterstreichen soll. Mit dem Thema "Das Weltall: Du lebst darin - entdecke es!" soll weltweit das Interesse gerade junger Menschen an Astronomie und Naturwissenschaft geweckt werden.

Die Entdeckungen Galileis mit seinem Teleskop - wie die Gebirge und Ringwälle auf dem Mond, die vier hellen Jupitermonde, die Lichtgestalten der Venus und das Auflösen des Milchstraßenbandes in zahllose Einzelsterne - versetzten dem dahinsiechenden geozentrischen Weltbild (Erde im Mittelpunkt des Weltalls) den Todesstoß und verhalfen dem von Kopernikus beschriebenen Heliozentrischem Weltbild zu allgemeiner Anerkennung. In den folgenden 400 Jahren haben zahlreiche Entdeckungen mit Hilfe von weiterentwickelten Teleskopen die Grenzen des Weltalls erweitert.

Vor genau hundert Jahren rückte auch das Sonnensystem vom Zentrum unserer Galaxie in deren Randbereiche und zahlreiche Endeckungen von Planeten in fremden Sonnensystemen seit Ende des vorigen Jahrhunderts zeigen, dass unser Sonnensystem nichts Einmaliges ist. Ein weiteres Jubiläum wird es 2009 geben, am 20. Juli vor 40 Jahren betrat zum ersten Male ein Mensch einen fremden Himmelskörper - den Mond. Galileis Entdeckung der Venusphase lassen sich heute mit jedem Liebhaberteleskop nachvollziehen und gerade jetzt steht Venus als sehr auffälliger Abendstern am südwestlichen Horizont.

Einsatz-Januar

Die Computergrafik zeigt, wie Venus am Abend des 30. Januar Besuch von der schmalen Mondsichel erhält.

Um einen weiteren Nachbarn der Erde, den Planeten Mars beobachten zu können, müssen wir uns bis zur Jahresmitte gedulden, seine volle Pracht wird er allerdings erst zum Jahresende entfalten. Jupiter wird ab März am Morgenhimmel zu sehen sein und in der zweiten Jahreshälfte den Abendhimmel dominieren. Mit Hilfe eines kleinen Fernrohres kann man auch die Ringe des Saturns erkennen, die sich zur Zeit fast von der Kante her zeigen. Saturn geht im Januar schon weit vor Mitternacht auf und wird 2009 bis in den Juli zu sehen sein.

Ein Blick auf die Sternkarte zeigt oberhalb des Orion - dem berühmten Himmelsjäger der Antike - bis hinauf zur Kassiopeia, dem bekannten "Himmels-W", das zarte Band der Wintermilchstraße. Galilei konnte es bestimmt deutlicher sehen als wir, da es infolge der zunehmenden Lichtverschmutzung immer mehr verblasst. Wer sich jedoch mit einem Fernglas bewaffnet in die freie Natur begibt, kann abseits von störenden Lichtquellen auch die Entdeckung Galileis nachvollziehen und tausende winziger Lichtpünktchen in seinem Glas erspähen. Auf ein weiteres Objekt soll bereits an dieser Stelle hingewiesen werden.

Der Stern eps Aur unterhalb der hellen Capella hat normalerweise eine Helligkeit der dritten Größe, wird aber ab der zweiten Jahreshälfe für mehr als ein Jahr sein Licht auf die vierte Größe absenken. Vermutlich wird eps Aur von einem Begleiter mit einer Staubscheibe umrundet, der den Hauptstern alle 27 Jahr verdunkelt. Der Helligkeitswechsel von Mira im Sternbild Walfisch ist noch drastischer und ist mit einem Pulsieren des Sternes zu erklären. Seine Helligkeit variiert um mehr als den Faktor Hundert. Normalerweise nur in Teleskopen sichtbar, leuchtet Mira im Januar so hell, dass er auch für das bloße Auge sichtbar ist.


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