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DIE STERNE IM DEZEMBER 2011
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Sternschnuppen des Monats: Die Geminiden vom 7.-17.1., Max.: 13. mit bis zu 120 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Zwillinge
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Die Sterne im Dezember

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© by Eckhard Kohn


Totale Mondfinsternis am 10. Dezember

von Reiner Boulnois, Volkssternwarte Marburg e.V.

Im letzten Monat des Jahres 2011 tritt am 22.12. um 6:30 Uhr die Wintersonnenwende ein. Mit diesem Zeitpunkt beginnt astronomisch das Winterquartal und die Sonne erscheint nur noch maximal 8 Stunden in einem sehr flachen Bogen von Südost nach Südwest über dem Horizont. Dagegen ist natürlich die Beobachtungszeit für Himmelsobjekte, wenn es das Wetter zulässt, besonders lang. Die Anzahl klarer Nächte ist im Dezember gegenüber dem Vormonat normalerweise größer, doch dürfte dies nach dem außerordentlich wolkenarmen November 2011 diesjahr recht unwahrscheinlich sein. Auffällig funkelnd zeigen sich die Sterne, wenn eine Kaltfront durchgezogen ist und der Himmel dann besonders gute Sichtbedingungen bis zum Horizont ermöglicht.

Steht der Mond am Monatsanfang im Ersten Viertel noch recht niedrig im Sternbild Wassermann, so bewegt er sich am 6.12. nördlich am Planeten Jupiter vorbei und erreicht am 10.12. die Vollmond-phase im nördlichsten Bereich des Tierkreises im Sternbild Stier. Es beginnt dann die längste Vollmondnacht des Jahres, allerdings mit einer spektakulären Variante: An diesem Samstagnachmittag geht der Mond mit dem Sonnenuntergang weit im Nordosten teilverfinstert auf. Bei ausreichend klarer Himmelssicht kann man dann innerhalb einer Stunde die letzte Phase einer totalen Mondfinsternis, nämlich den Austritt des Mondes aus dem Kernschatten der Erde, verfolgen. Dabei lässt sich mit einem Teleskop beobachten, wie die einzelnen Formationen der Mondoberfläche nacheinander ins grelle Sonnenlicht geraten.

Einsatz-Dezember

Ende der Mondfinsternis: Der Vollmond wandert am Abend des 10. Dezember langsam nach links unten aus dem Kernschatten der Erde heraus.

Nach diesem astronomischen Höhepunkt steht der Mond am 17.12. kurz vor dem Letzten Viertel weit südlich vom Planeten Mars. Am 20.12. bildet er dann am Morgenhimmel mit dem Planeten Saturn und dem hellsten Stern des Sternbilds Jungfrau, der Spika, ein recht enges Dreieck. Bei optimaler Horizontsicht kann die sehr schmale Mondsichel am Morgenhimmel des 23.12., etwa 36 Stunden vor Neumond, nahe des Planeten Merkur erspäht werden. Dabei ist zum Auffinden der Einsatz eines Feldstechers sehr empfehlenswert. Am zweiten Weihnachtstag schließlich taucht die zwei Tage alte Mondsichel wieder über dem Südwesthorizont auf, jetzt in der Nähe des "Abendsterns".

Damit gemeint ist Venus, die vom Jahresende bis zum Mai im nächsten Jahr als hellstes Objekt nach Sonne und Mond am frühen Abendhimmel als auffälliger Blickfang wirkt. Nach ihrem Untergang bleibt Jupiter als Superstar, schon hoch in südlicher Richtung stehend, der auffälligste Planet. Auf ein besonderes Ereignis beim "Tanz" der vier leicht beobachtbaren Jupitermonde um den Riesenplaneten soll hier aufmerksam gemacht werden: Am frühen Silvesterabend ab 17:40 Uhr ist für eine knappe halbe Stunde nur ein Mond neben Jupiter zu sehen! Zwei befinden sich unsichtbar hinter dem Planeten, einer geht vor der Planetenscheibe durch und wirft seinen Schatten auf dessen Oberfläche.

Der langsam heller erscheinende Mars zeigt nun stärker seine rötliche Färbung. Ursache dafür ist der geringer werdende Abstand zur Erde, was ihn zum Ende des Jahres sogar für teleskopische Beobachtungen lohnenswert werden lässt. Seine Aufgangszeiten verschieben sich in die Zeit vor Mitternacht. Die Sichtbarkeitsbedingungen für den Ringplaneten Saturn am Morgenhimmel nahe des hellen Fixsterns "Spika" verbessern sich zunehmend; am Jahresende geht er schon kurz nach 2 Uhr in Richtung Südosten auf. Wenn der Planet Merkur etwa ab dem 12.12. bis zum Jahresende dicht über dem Südosthorizont in der Dämmerung zu erblicken ist, sind alle fünf freisichtigen Planeten mit bloßem Auge im Laufe einer Nacht sichtbar. Seine Helligkeit steigt im Beobachtungszeitraum an, was die Möglichkeit, ihn aufzufinden, erheblich verbessert, zumal sich sein Sonnenabstand bis zum 23.12. erhöht.

Einsatz-Dezember

Das Sternbild "Herkules" mit dem Kugelsternhaufen M13 und der eingezeichneten Bahn des Kometen "C/2009 P1 Garradd".

Zudem steht im Sternbild Herkules ein Komet, der im Feldstecher beobachtet werden kann, sowohl abends als auch morgens in der Dunkelheit. Seine Bahn ist rot dargestellt. Hingewiesen wird auf das Maximum des Meteorstroms der Geminiden, das am Morgen des 14.12. zu erwarten ist, dessen Beobachtung allerdings durch den sehr hellen Mond leider stark beeinträchtigt wird. Es sind relativ langsame Meteore, die aus einem Bereich nahe des hellen Sterns "Kastor" im Sternbild Zwillinge zu kommen scheinen.

Das Erscheinungsbild des Sternhimmels verändert sich weiter. Die Wintersternbilder im Osten mit ihren auffälligen hellen Sternen stehlen dem zuletzt noch lange dominierend gebliebenen Sommerdreieck allmählich die Schau. Es soll aber darauf hingewiesen werden, dass nach dem Dunkelwerden noch die seit dem Spätsommer vorherrschende Struktur erkennbar ist. Die Milchstraße zieht sich von Südost durch die beiden Sternbilder Cassiopeia (= Himmels-W) und Perseus im Zenit bis zum Nordwesthorizont und ist ab der Monatsmitte bis zum Auftauchen des Mondes am Abendhimmel in den Abendstunden gut zu beobachten.


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