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DIE STERNE IM JANUAR 2013
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Sternschnuppen des Monats: Die "Quadrantiden" vom 1.-6.1., Max.: 4. mit bis zu 100 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Bootes
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Die Sterne im Januar
. Karte gültig für:
01. Jan 21:00 Uhr MEZ
15. Jan 20:00 Uhr MEZ
30. Jan 19:00 Uhr MEZ
. Mondphasen Letztes Viertel:
Neumond:
Erstes Viertel:
Vollmond:
05. Jan 2013
11. Jan 2013
19. Jan 2013
27. Jan 2013

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© by Eckhard Kohn


Das Himmelsjahr bringt gleich zwei helle Kometen

Reiner Boulnois

Zu Beginn des Jahres 2013 soll in einer kleinen Vorschau ein Überblick über interessante, vorhersehbare himmlische Ereignisse in den kommenden zwölf Monaten gegeben werden. Da aber überraschende Phänomene jederzeit eintreten können, lohnt sich bei klarem Himmel natürlich immer ein Blick nach oben. Ab Mitte März sowie im November werden zwei überdurchschnittliche Kometenerscheinungen bei uns zu beobachten sein. Kometen werden auch als Vagabunden des Sonnensystems bezeichnet, denn nur von einem kleinen Teil sind die Bahnen und Helligkeiten genau bekannt; viele andere tauchen dagegen überraschend auf und können Erde und Sonne recht nahe kommen und dann sehr auffällige Erscheinungen präsentieren.

Ähnliche Vagabunden sind die Meteoride, kleine Bruchstücke von Kollisionen oder Überbleibsel aus der Entstehungszeit des Sonnensystems, deren erdnahe Bahnen zukünftig zu Zusammenstößen mit der Erde führen können. So steht der Kleinplanet Apophis, der sich am 13. April 2029 der Erde auf ca. 40.000 km, gerade einmal ein Zehntel der Mondentfernung, nähern könnte, am 8. Januar relativ erdnah. Am 14. Februar könnte dann ein erst 2012 entdeckter Brocken in ebenfalls 40.000 km Abstand an der Erde vorbeiziehen. Im Verlaufe dieses Jahres wird das Maximum der Sonnenaktivität im laufenden 24. Sonnenfleckenzyklus erwartet. Im Vergleich zu früheren Zyklen ist allerdings eine erheblich geringere Intensität an Flecken, Protuberanzen, Massenauswürfen, Flares und Polarlichtern vorhergesagt.

Von den fünf Finsternissen in diesem Jahr ist eine kurze partielle Mondfinsternis am Abendhimmel des 25. April bei uns beobachtbar. Außerdem bedeckt der Mond in der zweiten Jahreshälfte zweimal Spika, den hellen Hauptstern im Sternbild Jungfrau. - Jupiter befindet sich in diesem Jahr und bis Ende April des kommenden Jahres in den nördlichsten Bereichen seiner Bahn, was nur alle 12 Jahre eintritt. Das bietet lange, günstige Beobachtungsmöglichkeiten der veränderlichen, rasch rotierenden Atmosphäre des Riesenplaneten und zur Verfolgung der Konstellationen seiner vier hellen Monde auch schon im Fernglas.

Grandioses Himmelsschauspiel im November - Der Komet "Ison"

So könnte der Komet "Ison" im November 2013 am Himmel erscheinen: Die Computersimulation zeigt, wie die Passage des kosmischen Vagabunden Ende nächsten Jahres von Mitteleuropa aus gesehen vonstatten gehen wird, sofern der Komet sich den Berechnungen entsprechend entwickelt und nicht schon vor Erreichen der Sonne zerbricht. - Bildquellen: Adam Hurcewicz / Animationsprogramm Celestia, Moderation: Jürgen Vollmer/WetterOnline


Nach dieser kurzen Jahresvorschau hier nun der Blick auf den Januar 2013. Schon am 2. steht die Erde im Sternbild Schütze im sonnennächsten Punkt ihrer elliptischen Jahresbahn um die Sonne. Dabei ist ihr Abstand um 5 Mio. km geringer als Anfang Juli, was immerhin ca. 17 Sekunden Unterschied in der Lichtlaufzeit ausmacht und die Sonnenscheibe um 7% größer erscheinen lässt. Am 19. Januar wechselt die Sonne in das Sternbild Steinbock und gewinnt langsam wieder nördlichere Positionen auf ihrer Bahn. Dadurch nimmt die Tageslänge im Monatsverlauf um etwa eine Stunde zu, wobei diese Verlängerung durch die Zeitgleichung abends stärker ausgeprägt ist als morgens.

In der Neujahrsnacht leuchtet der deutlich abnehmende Mond in der Nähe des hellen Regulus, dem Hauptstern im Sternbild Löwe. Vier Tage später steht er bei Spika in seinem letzten Viertel, am 7. Januar dann unterhalb von Saturn. Drei Tage darauf findet man ihn als sehr schmale abnehmende Sichel bei der nicht mehr auffälligen Venus in der Morgendämmerung dicht über dem Südosthorizont. Am nächsten Tag überholt der nicht sichtbare Neumond die Sonne und kann schon am Abend des 13. Januar als schmale jetzt allerdings zunehmende Sichel wieder in der Abenddämmerung dicht über dem Südwesthorizont erspäht werden. Eventuell kann in seiner Nähe bei klarer Sicht dann noch der Planet Mars aufgefunden werden. In den folgenden Tagen verlängert sich die Sichtbarkeitsdauer des Mondes und er erreicht am Morgen des 19. Januar sein erstes Viertel. In der Nacht vom 21. zum 22. Januar geht er durch das "Goldene Tor der Ekliptik" und an dem hellen Jupiter vorbei. Nach dem Vollmondtermin am 27. Januar läuft er in den folgenden Tagen wieder durch den Löwen und nähert sich ein zweites Mal Regulus. Den abnehmenden Mond findet man am Monatsende schließlich im Sternbild Jungfrau.

Merkur steht den ganzen Monat in Sonnennähe und bleibt daher für das bloße Auge unsichtbar. Am Morgenhimmel ist in der Dämmerung die nicht mehr auffällige Venus noch bis zum Monatsende aufzufinden. Nach dem optimalen Venusjahr 2012 ist die Sichtbarkeit der Venus in diesem Jahr stark eingeschränkt. Der Planet Mars verschwindet Ende des Monats endgültig vom Abendhimmel, nachdem er fast ein halbes Jahr nur noch kurz in der Abenddämmerung gesehen werden konnte. Auf die sehr guten Beobachtungsmöglichkeiten von Jupiter, der sich schon vor Mitternacht in seiner Höchststellung im so genannten "Tor der Ekliptik" im Sternbild Stier befindet, sei nochmals hingewiesen. Im Südosten kann der Ringplanet Saturn am Morgenhimmel unterhalb von Spika aufgefunden werden.

Als besonderes astronomisches Bonbon gilt das Maximum des recht ergiebigen Meteorstroms der Quadrantiden, das am Morgen des 04. Januar zu erwarten ist, obwohl dessen Beobachtung leider durch den hellen Mond beeinträchtigt wird. Dabei handelt es sich um relativ langsame, nicht sehr helle Sternschnuppen, die aus einem Bereich nahe dem hellen Stern Arktur im Sternbild Bootes zu kommen scheinen. Leider stellt sich um diese Jahreszeit nur selten sternklares Beobachtungswetter ein, so dass die ungestörte Beobachtung dieses Sternschnuppenschwarms meist Glücksache bleibt.

Allmählich verändert sich auch der Charakter des Sternhimmels zur abendlichen Beobachtungszeit. Die Wintersternbilder rücken mit ihren auffällig hellen Sternen, deren Farben mit dem bloßen Auge unterschieden werden können, zunehmend in die beste Beobachtungsposition hoch an den Südhimmel. Im bekannten Sternbild Orion ist unterhalb der drei markanten Gürtelsterne das sogenannte "Schwertgehänge" des Himmelsjägers bei guter Sicht zu erkennen. Eine verwaschene Aufhellung, die sich im Fernglas oder einem Teleskop als eine bizarre Struktur mit Nebelcharakter und eingebetteten Sternen zeigt, ist die Sternentstehungsregion M 42 bzw. der große Orionnebel. Hierbei handelt es sich um einen sich bildenden Sternhaufen, in dem viele junge Sterne und Prototerne auf engstem Raum zusammen stehen. Durch dieses Sternbild zieht sich auch die Milchstraße als Band von Südost weiter durch die beiden Sternbilder Fuhrmann und Perseus im Zenit bis zum Nordwesthorizont. Sie kann bis zum Auftauchen des Mondes am Abendhimmel in den Abendstunden gut beobachtet werden.


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