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DIE STERNE IM DEZEMBER 2013
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Sternschnuppen des Monats: Die "Geminiden" vom 7.-17.12., Max.: 14. mit 60 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Zwillinge
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Die Sterne im Dezember
. Karte gültig für:
01. Dezember 20:30 Uhr MEZ
15. Dezember 19:30 Uhr MEZ
31. Dezember 18:30 Uhr MEZ
. Mondphasen Neumond:
Erstes Viertel:
Vollmond:
Letztes Viertel:
03. Dezember 2013
09. Dezember 2013
17. Dezember 2013
25. Dezember 2013

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© by Eckhard Kohn


Komet ISON hat sich aufgelöst - Strahlende Planeten am Abendhimmel

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Der Kern des Kometen ISON hat sich bei seiner Sonnenpassage Ende November leider vollständig aufgelöst. Der etwas mehr als ein Kilometer große Himmelskörper aus Eis und losem Gestein raste so dicht an der Sonnenoberfläche vorbei, dass er auf über 2000°C erhitzt wurde. Dabei ist soviel Eis verdampft, dass der Komet - seiner Bindesubstanzen beraubt - zerfallen ist. Eine Restwolke aus Staub und kleineren Bruchstücken bewegt sich nun auf dessen ursprünglichen Bahn wieder von der Sonne weg, entwickelt aber nicht mehr genug Leuchtkraft, um noch ein auffälliges Schauspiel am Nachthimmel entfalten zu können. - Die Erscheinung eines von Vielen erwarteten "Jahrhundertkometen" im Weihnachtsmonat fällt damit aus.

Mit dem letzten Monat des Jahres beginnt meteorologisch und astronomisch das Winterquartal. Wenn die Sonne am 21. Dezember um 18:11 Uhr den Zeitpunkt der Wintersonnenwende erreicht hat, ist die längste Nacht des Jahres angebrochen. Im Monatsverlauf verändert sich die Tageslänge kaum, nur wer genau darauf achtet wird noch eine geringe Verspätung des Sonnenaufgangs feststellen. Erst nach dem kalendarischen Winteranfang nimmt die Tageslänge zwischen den Jahren zunächst noch kaum merklich wieder etwas zu.

Während am ersten Morgen des Monats die extrem schmale Mondsichel nahe Saturn über dem Südosthorizont aufgefunden werden kann, ist am Abend des 4. Dezember der jetzt schmale zunehmende Mond über dem Südwesthorizont zu sehen. In den folgenden Tagen geht der Mond weit nördlich an der strahlenden Venus vorbei. Im Erdlicht ist dann auch die nicht von der Sonne beleuchtete Mondoberfläche erkennbar. Am 12. Dezember ist ab 22 Uhr mit Fernglas oder Teleskop wieder einmal der sogenannte "Goldene Henkel" in der noch nicht beleuchteten Mondoberfläche zu sehen. Am 16. Dezember beginnt die längste Vollmondnacht des Jahres mit über 16 Stunden Dauer. Drei Tage später geht der Mond an Jupiter vorbei, eine Woche später an Mars und zwei Tage vor dem Jahresende ist er wieder als abnehmende Sichel bei Saturn zu finden.

Nur in den ersten Dezembertagen sind alle fünf hellen Planeten für das bloße Auge sichtbar, denn danach endet eine Periode der Sichtbarkeit des Planeten Merkur tief am Südost-Horizont in der Morgendämmerung. Die strahlende Venus erreicht Anfang des Monats am Abendhimmel ihre größte Helligkeit, wodurch sie auch tagsüber vom bloßen Auge aufgefunden werden kann, vor allem wenn die vorbeiziehende Mondsichel dabei Orientierungshilfe gibt. Gegen Monatsende geht die Sichtbarkeitsdauer und Helligkeit der Venus zurück und der Planet erscheint im Fernrohr als zunehmend schmaler und größer werdende Sichel. Der rote Planet Mars geht weiterhin erst nach Mitternacht auf und ist noch kein auffälliges Objekt.

Jupiter wird dagegen im Monatsverlauf zum strahlenden Objekt der langen Winternächte. Er erreicht kurz nach Mitternacht seine Höchststellung im Süden und kann daher hervorragend beobachtet werden, denn er ist nach dem Untergang der Venus und des Mondes das hellste Objekt am Nachthimmel. Jedes Fernglas oder Teleskop bietet reizvolle Anblicke seiner umlaufenden Monde und der Strukturen in seiner Atmosphäre. Saturn kann am Morgenhimmel zunehmend früher in Richtung Südosten erspäht werden. Sein beeindruckendes Ringsystem wird aber erst im neuen Jahr wieder angemessen zu bewundern sein.

In der Nacht zum 14. Dezember sind zahlreiche Sternschnuppen zu sehen. Sie ziehen relativ langsam über den Himmel, da sie mit "nur" 35 Kilometer pro Sekunde - scheinbar alle aus dem Sternbild Zwillinge kommend - in die Erdatmosphäre eindringen. Leider lässt der helle Mond nur helle Meteore erkennen, die bei diesem Schwarm jedoch leider nur in geringer Zahl aufzutreten pflegen. Sternfreunde brauchen daher ein wenig Geduld, um wenigstens einige dieser Schnuppen erspähen zu können. Zudem empfiehlt sich ein Beobachtungsstandort abseit von zusätzlich störenden Lichtquellen.


Einsatz-Dezember


Die Grafik hilft die beiden Nachbargalaxien unserer Milchstraße, den berühmten Andromeda-Nebel und den nicht ganz so auffälligen Dreiecks-Nebel zu finden.


Am Sternhimmel sinken die Sommersternbilder im Westen unter den Horizont, die Herbststernbilder erreichen ihre Höchststellung im Süden und die Wintersternbilder dominieren den Osthimmel. Die Milchstraße ist in der ersten und letzten Dezemberwoche gut sichtbar und zieht sich vom Sternbild Adler im Westen über die Cassiopeia, dem Himmels-W, im Zenit bis zum Osthorizont in den Fuhrmann und die Zwillinge mit dem strahlenden Jupiter. In ihrer Höchststellung am Südhimmel sind die beiden "benachbarten" Spiralnebel M31 (Andromeda-Nebel) und M33 (Dreiecks-Nebel) mit Begleitern in den Sternbildern Andromeda und Dreieck aufzufinden. Beide Galaxien können unter sehr günstigen Beobachtungsbedingungen auch mit den blößen Auge gesehen werden, zeigen ihre Strukturen und ihre Begleitgalaxien jedoch nur in Ferngläsern und Teleskopen.


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