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DIE STERNE IM DEZEMBER 2017
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Sternschnuppen des Monats: Die Gemiden vom 7.-17.12., Max.: 13./14. mit 60 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Zwillinge
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Die Sterne im Dezember

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© by Winfried Kräling


Lange Nacht der Sternschnuppen erwartet

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Mit dem letzten Monat des Jahres beginnt meteorologisch das Winterquartal und wenn die Sonne dann am 21. Dezember um 17:28 Uhr im Sternbild Schütze am südlichsten Punkt ihrer Jahresbahn die Wintersonnenwende erreicht, hat der Winter mit dem kürzesten lichten Tag auch astronomisch begonnen. Im Monatsverlauf verändert sich die Tageslänge kaum, allerdings ist noch eine leichte Verspätung des Sonnenaufgangs bis Monatsende feststellbar.

Am Abend des 3. Dezember beginnt eine lange Vollmondnacht mit über 16 Stunden Dauer. Vom 13. bis zum 15. Dezember läuft unser Erdtrabant als schmaler werdende Sichel am frühen Morgenhimmel nördlich an Spika, dem hellen Hauptstern im Sternbild Jungfrau, sowie an den Planeten Mars und Jupiter vorbei. Am Morgenhimmel des Silvestertages bedeckt der fast volle Mond den rötlichen Stierstern Aldebaran ab 2.20 bis 3.05 Uhr.

Im Dezember sind nur drei der hellen Planeten für das bloße Auge sichtbar. Venus und der Ringplanet Saturn stehen der Sonne zu nahe und werden von dieser am Taghimmel überstrahlt. Merkur ist in den ersten Tagen des Monats am Abendhimmel gleich nach Sonnenuntergang mit einem Fernglas dicht über dem Horizont zu erspähen. In den letzten Monatstagen dagegen ist er auffälliger in der Morgendämmerung über dem Südosthorizont sichtbar. Der wegen seines großen Abstands von der Erde noch lichtschwache Mars macht sich nach vier Uhr bis zur Morgendämmerung über dem Südosthorizont bemerkbar, bleibt aber aufgrund seines noch kleinen Planetenscheibchens für den Fernrohrbeobachter wenig attraktiv. Er nähert sich im Monatsverlauf dem später über den Horizont tretenden Jupiter, der sich in diesem Monat im Sternbild Waage befindet. Ab Mitte Dezember kann er vor der Morgendämmerung beobachtet werden. Jedes Fernglas oder Teleskop bietet reizvolle Anblicke der Mondstellungen und Oberflächenmerkmale wie helle Zonen und dunkle Bänder parallel zum Jupiteräquator.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember kann mit vielen, auch helleren Sternschnuppen gerechnet werden. Die so genannten Geminiden-Meteore scheinen aus dem Sternbild Zwillinge zu kommen, dringen mit 35 Kilometer pro Sekunde in die Erdatmosphäre ein und verursachen dabei die bei klarem Himmel sehr auffälligen und beeindruckenden Leuchterscheinungen. Der Zusatzgrafik kann zum Einen die Himmelsregion entnommen werden, aus welcher der Meteorstrom nahe dem hellen Stern Kastor zu kommen scheint. Zum Anderen ist der vermutliche Erzeuger der Staubteilchen, der Kleinplanet (3200) Phaethon und dessen sehr exzentrische Bahn um die Sonne, dargestellt.

Phaethon und die Geminiden

Phaethon und die Geminiden


Der nur rund 5 Kilometer durchmessende Kleinkörper nähert sich der Sonne weit innerhalb der Bahn des sonnennächsten Planeten Merkur und wird dabei auf über 600°C aufgeheizt. Dadurch kommt es zu Erosionserscheinungen an seiner Oberfläche, wodurch eine Art "Schweif" von Zersetzungsprodukten wie bei den Kometen entsteht. Da die Bahn dieser Teilchen die Erdbahn tangiert, kommt es zu einem der stärksten Meteorschauer des Jahres. Und weil der Mond als abnehmende Sichel erst kurz vor dem Einsetzen der Morgendämmerung aufgeht, lassen sich in diesem Jahr auch schwächere Sternschnuppen wahrnehmen. Es lohnt sich daher, in der Nacht vor und nach dem erwarteten Maximum zu beobachten, In diesem Jahr nähert sich übrigens der nach dem unglücklichen Sohn des Sonnengottes Helios benannte Kleinplanet der Erde so stark, dass er in größeren Teleskopen sogar direkt beobachtet werden kann.

Am Sternhimmel treten nun auffällige Veränderungen vom Dunkelwerden bis Mitternacht dadurch ein, dass die Sommersternbilder im Westen unter dem Horizont abtauchen, die Herbststernbilder deren Stellung im Westen einnehmen und die Wintersternbilder den Ost- und Südhimmel dominieren. Am Morgenhimmel sind dann schon alle Frühlingssternbilder im Osten über dem Horizont zu sehen. Interessant ist es, im Verlauf der langen Nächte die Veränderung der Lage des Sternbilds Großer Bär zu verfolgen. Abends ist die Milchstraße ohne störendes Mondlicht gut sichtbar. Sie erstreckt sich vom Sternbild Adler über dem Westhorizont zur Cassiopeia (dem Himmels-W) im Zenit bis zum Osthorizont in den Sternbildern Fuhrmann und Zwillinge.


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