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DIE STERNE IM NOVEMBER 2018
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Sternschnuppen des Monats: Die "Leoniden" - Max.: 18.11., Frühstunden, Rate: ca 15 Meteore/Stunde, Region: Sternbild Löwe
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Die Sterne im November

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© by Winfried Kräling


"Deep Sky"-Objekte im Sternbild Andromeda

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Mit dem leider oft nebelverhangenen Spätherbstmonat November beginnt endgültig die Zeit der langen Beobachtungsnächte. Denn im Monatsverlauf verkürzt sich die Tageslänge auf achteinhalb Stunden, da die Sonne in den südlichsten Bereichen ihrer Jahresbahn angelangt ist. Sie durchläuft bis zum 23. November das Sternbild Waage, danach den Skorpion und wechselt am letzten Tag des Monats in den nicht zu den klassischen Tierkreissternbildern gezählten Schlangenträger.

Die sehr schmale abnehmende Mondsichel findet man in der Morgendämmerung des 6. November in einer ansprechenden Konstellation dicht über dem Osthorizont mit der Venus und Spica, dem hellsten Stern im Sternbild Jungfrau. Am 11. November ist der jetzt zunehmende Erdtrabant nördlich vom Ringplaneten Saturn, vier Abende später nahe dem rötlichen Mars zu finden. Der Vollmond passiert am 23. November Aldebaran, den roten Hauptstern des Sternbilds Stier.

Die Planeten Merkur und Jupiter bleiben den ganzen Monat für das bloße Auge unsichtbar. Dagegen beginnt Venus am Monatsanfang ihre Rolle als „Morgenstern“, die bis in den Sommer des nächsten Jahres andauert. Nach dem Vorübergang unseres inneren Nachbarplaneten Ende letzten Monats weit südlich der Sonne taucht sie nun wieder in der Morgendämmerung auf und baut im Monatsverlauf ihre Sichtbarkeitsdauer am Morgenhimmel auf drei Stunden aus. Die erreichte Helligkeit ermöglicht dann sogar die Sichtung von Venus am Taghimmel mit bloßem Auge, was am einfachsten nach Sonnenaufgang gelingt. Außerdem kann man schon in guten Ferngläsern und kleinen Teleskopen die Zunahme der beleuchteten Venussichel, quasi die "zunehmende Venus", beobachten. Dagegen ist der noch auffällige Mars in kleinen Teleskopen leider kein attraktives Beobachtungsobjekt mehr, da sich die schnellere Erde schon wieder weit von unserem rötlichen äußeren Nachbarplaneten entfernt hat und kaum Oberflächendetails auf der geschrumpften Planetenscheibe wahrnehmbar sind. Saturn kann bis zum Monatsende nur noch in der Abenddämmerung über dem Südwesthorizont erspäht werden und ist daher ebenfalls kein attraktives Beobachtungsobjekt mehr.

Die Milchstraße ist ohne überstrahlendes Mondlicht gut sichtbar und zieht sich vom Sternbild Adler über dem Westhorizont zur Cassiopeia (dem Himmels-W oder, je nach Blickrichtung, auch –M) im Zenit bis zum Osthorizont im Sternbild Fuhrmann. Das Sternbild Andromeda liegt neben dem Band der Milchstraße, wobei die drei helleren Sterne den Mittelteil der sogenannten "Fünfsternreihe", einer auffälligen Sternanordnung (Asterismus), bilden. Damit wird eine leicht nach oben gebogene Aufreihung von fünf ähnlich hellen und etwa gleich weit voneinander entfernten Sternen an unserem Nachthimmel bezeichnet. Die Zusatzgrafik gibt einen Überblick über sehr unterschiedliche, mit Ferngläsern und Teleskopen eindrucksvoll sichtbare Himmelsobjekte in diesem Sternbild.

Die "Deep Sky"-Objekte im Sternbild Andromeda

Die


Von den sogenannten "Deep Sky"-Objekten in diesem Sternbild ist bis zum Jahresende der Andromedanebel M 31, die Schwestergalaxie unserer Milchstraße in mehr als 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung, optimal zu beobachten. Sie kann schon relativ leicht mit bloßem Auge als verschwommener Nebelfleck erkannt werden. Unter einem wirklich dunklen Landhimmel bietet M 31 mit ihren nahen Begleitern, den Zwerggalaxien M 101 und M 32, einen beeindruckenden Anblick im Feldstecher, der am besten auf einem Stativ fixiert ist. In größeren Teleskopen lassen sich sogar im Gesichtsfeld Teile der Spiralarme und dunkle Staubbänder neben der hellen Zentralregion unserer großen Nachbargalaxie erblicken. NGC 404, auch als "Mirachs Geist" bekannt, ist eine elliptische Zwerggalaxie in etwa 10 Millionen Lichtjahren Entfernung, der "Blaue Schneeball" ist dagegen ein Planetarischen Nebel in 4000 Lichtjahren Abstand. Daneben bieten die sehr unterschiedlichen offenen Sternhaufen, NGC 752, NGC 956 und NGC 7686 neben dem bekannten "Siebengestirn" = Plejaden sowie dem Doppelsternhaufen h und chi im Band der Milchstraße, schon in kleinsten optischen Geräten sehr attraktive Beobachtungsobjekte.


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