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Sternschnuppen des Monats: Die Gemiden vom 7.-17.12., Max.: 13./14. mit über 60 /Std., Ausstrahlregion: Sternbild Zwillinge
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Der Sternenhimmel im Dezember 2018

Die Sterne im Dezember

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© by Winfried Kräling


Strahlender Morgenstern und ein Vorweihnachts-Komet

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Mit dem letzten Monat des Jahres beginnt meteorologisch das Winterquartal. Wenn dann die Sonne am 21. Dezember um 23:23 Uhr am südlichsten Punkt ihrer Jahresbahn im Sternbild Schütze die Wintersonnenwende erreicht, hat auch astronomisch der Winter mit dem kürzesten lichten Tag begonnen. Im Monatsverlauf verändert sich die Tageslänge kaum merkbar, allerdings ist noch eine leichte Verspätung des Sonnenaufgangs bis Monatsende feststellbar. Vom 3. bis zum 6. Dezember zieht unser Erdtrabant als schmaler werdende Sichel am frühen Morgenhimmel nacheinander nördlich an Spika, dem hellen Hauptstern im Sternbild Jungfrau, sowie den Planeten Venus und Merkur vorbei. Am Abendhimmel des 14. Dezember findet man den zunehmenden Halbmond südwestlich vom noch auffälligen roten Planeten Mars, auf dem die NASA-Sonde Insight mit der Erkundung des Marsinneren beginnt. Am Abend des 23. Dezember beginnt eine lange Vollmondnacht mit über 16 Stunden Dauer.

Im Dezember sind alle hellen Planeten für das bloße Auge sichtbar. Merkur ist nach der ersten Woche bis zum Jahresende am Morgenhimmel in der Dämmerung vor Sonnenaufgang dicht über dem Südosthorizont zu erspähen. Am Morgen des 22. steht der sonnennächste Planet nördlich vom Riesenplaneten Jupiter, der in der Morgendämmerung gerade wieder sichtbar wird. Die strahlende Venus ist ebenfalls am Morgenhimmel bis zum Sonnenaufgang, bei sehr klarem Himmel auch noch danach zu beobachten. Im Fernglas und Teleskop kann man das "Zunehmen" der Planetenscheibe im Monatsverlauf verfolgen. Der wegen seines größer werdenden Abstands zur schneller laufenden Erde lichtschwächere Mars ist bis nach Mitternacht über dem Südwesthorizont bemerkbar, bleibt aber aufgrund seines kleinen Planetenscheibchens für den Fernrohrbeobachter wenig attraktiv. Attraktiv ist dagegen die Verfolgung der engen Begegnung des roten Planeten mit dem blauen Neptun, der allerdings 10.000-fach lichtschwächer erscheint, am Abend des 7. Dezember. Zur Beobachtung ist allerdings ein lichtstarkes Fernglas bzw. ein Teleskop erforderlich. Jupiter kann ab Mitte Dezember wieder in der hellen Morgendämmerung erspäht werden. Am Morgen des 22. Dezember eilt der sonnennächste Planet Merkur in zwei Monddurchmessern Abstand nördlich am Riesenplaneten vorbei. Der Ringplanet Saturn wird in diesem Monat von der Sonne fast eingeholt und verschwindet daher nach dem ersten Monatsdrittel in der hellen Abenddämmerung.

In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember kann mit vielen, auch helleren Sternschnuppen gerechnet werden. Die so genannten Geminiden-Meteore scheinen aus dem Sternbild Zwillinge zu kommen, dringen mit 35 km/s in die Erdatmosphäre ein und verursachen dabei die auffälligen und beeindruckenden Leuchterscheinungen bei klarem Himmel. Spektakulärer ist aber die Möglichkeit, einen Kometen im Monatsverlauf mit Ferngläsern oder kleinen Teleskopen zu beobachten. Voraussichtlich kann unter günstigen Beobachtungsbedingungen der Komet 46P/Wirtanen auch mit bloßem Auge erfasst werden. Der Zusatzgrafik kann zum einen dessen Bahn am Himmel, zum anderen die Ausrichtung des Kometenschweifs entnommen werden. Zusätzlich sind die Mondpositionen für die Nächte aufgeführt, an denen durch das helle Mondlicht Details des Kometen überstrahlt werden können. Der Schweif besteht aus Zersetzungsprodukten von Gas- und Staubteilchen, die von der Oberfläche des Kometen in Sonnennähe entweichen.

Die Bahn des Kometen im Dezember

Die Bahn des Kometen im Dezember


Am Sternhimmel treten nun auffällige Veränderungen vom Dunkelwerden bis Mitternacht dadurch ein, dass die Sommersternbilder im Westen unter dem Horizont abtauchen, die Herbststernbilder deren Stellung im Westen einnehmen und die Wintersternbilder den Ost- und Südhimmel dominieren. Am Morgenhimmel sind dann schon alle Frühlingssternbilder im Osten über dem Horizont zu sehen. Interessant ist es, im Verlauf der langen Nächte die Veränderung der Lage des Großen Wagens zu verfolgen. Abends ist die Milchstraße ohne störendes Mondlicht gut sichtbar. Sie erstreckt sich vom Sternbild Adler über dem Westhorizont zur Cassiopeia ("Himmels-W") im Zenit bis zum Osthorizont in den Sternbildern Fuhrmann und Zwillinge. In der Sternkarte ist die Position des "wundersamen" veränderlichen Sterns Mira eingezeichnet, der in der Weihnachtswoche seine größte Helligkeit erreicht.


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