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Der Sternenhimmel im Januar 2018

Die Sterne im Januar

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© by Winfried Kräling


Wintersternbild Perseus im Zenit

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Das neue Jahr 2018 ist ein Gemeinjahr mit 365 Tagen. Unser Heimatplanet steht zur Zeit im sonnennächsten Bereich seiner elliptischen Jahresbahn um die Sonne. Momentan ist der Abstand beider Himmelskörper um etwa 5 Millionen Kilometer geringer als Anfang Juli. Für die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ist allerdings die Neigung der Erdachse gegen die Bahnebene der Erde verantwortlich, die im Nordwinter bei uns nur einen flachen Einstrahlwinkel der Sonnenstrahlen zulässt. Im Monatsverlauf wechselt die Sonne aus dem Sternbild Schütze in den Steinbock und gewinnt dabei langsam nördlichere Positionen. Die Tageslänge im Januar nimmt dadurch um etwa eine Stunde zu.

Der sonnennächste Planet Merkur kann etwa bis zur Monatsmitte am Morgenhimmel dicht über dem Südosthorizont in der Dämmerung aufgefunden werden, wobei der Einsatz eines Fernglases gute Dienste leistet. Am 13. Januar geht er knapp südlich vorbei am in der Morgendämmerung wieder auftauchenden Ringplaneten Saturn, zwei Tage später ergänzt die sehr schmale abnehmende Mondsichel dieses Planetenduo und kann als Aufsuchhilfe dienen. Die Venus bleibt für das bloße Auge im Januar unsichtbar. Dagegen weitet der Planet Mars seine Sichtbarkeitsdauer am Morgenhimmel langsam aus. Am frühen Sonntagmorgen des 7. Januar zieht er dicht am Riesenplaneten Jupiter mit seinem Mondsystem vorbei, sodass man diese Körper gleichzeitig im Gesichtsfeld eines Fernglases bestaunen kann.

Am 11. Januar steht der schmale abnehmende Mond nördlich dieser nun schon wieder auseinanderstrebenden Himmelsobjekte. Dabei ergibt sich ein reizvoller Anblick des Trios. Durch seine noch große Entfernung von der Erde ist die Größe der Planetenscheibe so gering, dass mit Amateurteleskopen kaum Details der Marsoberfläche erkennbar sind. Jupiter erscheint im Monatsverlauf immer früher über dem Südosthorizont und erlaubt Beobachtungsmöglichkeiten von Details der veränderlichen, rasch rotierenden Atmosphäre des Riesenplaneten. Zur Verfolgung der Umläufe seiner vier hellen Monde reicht schon ein Fernglas. Dabei sind die normalen Jupitermonderscheinungen sichtbar, nämlich Monde vor und deren Schatten auf der Jupiterscheibe sowie Bedeckungen bzw. Verfinsterungen durch die Jupiterscheibe. Tief im Südosten kann der Ringplanet Saturn am Morgenhimmel aufgefunden werden.

Interessant ist die Reihe heller Sterne und Planeten von Regulus im Sternbild Löwe über Spica in der Jungfrau, das Duo Jupiter und Mars bis zu den horizontnahen Planeten Merkur und den Ringplaneten Saturn. Dadurch wird die scheinbare Sonnenbahn, die so genannte Ekliptik, markiert, was durch den ab dem 7. Januar daran entlangwandernden abnehmenden Mond noch verstärkt wird.

Die Wintersternbilder rücken mit ihren vielen auffällig hellen Sternen, deren Farben mit dem bloßen Auge unterschieden werden können, zunehmend in die beste Beobachtungsposition in Richtung Süden, die bisher die Herbststernbilder einnahmen. Wie die Zusatzgrafik zeigt, findet man im zenitnahen Sternbild Perseus eine Vielzahl auffälliger Objekte: die Sternhaufen Melotte 25, Messier 34, NGC 1528 und h und chi, die zwischen 600 und 6.000 Lichtjahre entfernt sind und daher im Fernglas unterschiedliche Strukturen zeigen. Der Kalifornia-Nebel reflektiert das Licht vom Stern Menkib in seiner Umgebung und leuchtet im Licht des Elements Wasserstoff. Ohne Nebelfilter ist er optisch nur schwer zu beobachten, auf lang belichteten Aufnahmen ist er detailreich abgebildet.

Das Sternbild Perseus

Das Sternbild Perseus


Der "Teufelsstern" Algol verändert regelmäßig seine Helligkeit, weil ein leuchtschwächerer Stern seinen helleren Sternpartner teilweise bedeckt. Er wird mit dem Medusenhaupt, dem schrecklichen, schlangenhaarigen Kopf der sterblichen der drei Gorgonen, bei dessen Anblick alles zu Stein erstarrt, in Verbindung gebracht. Mit diesem rettete er der Sage nach die jungfräuliche Andromeda. Die sollte einem Meeresungeheuer, das als Walfisch an den Himmel versetzt wurde, geopfert werden. Perseus streckte dem Ungeheuer das Medusenhaupt entgegen und erhielt zum Dank die äthiopische Königstochter zur Frau. Alle Akteure dieser antiken "Seifenoper" sind als Sternbilder am Himmel verewigt.

Im benachbarten Sternbild Andromeda kann in guter Beobachtungsposition der Andromedanebel M 31 mit bloßem Auge erspäht werden. Dabei handelt es sich um eine benachbarte, sogar größere Galaxie als unsere eigene Milchstraße. Der gekrümmte Sternzug des Perseus weist auf das Siebengestirn. Die Milchstraße selbst zieht sich als schimmerndes Band von Südost mit dem hellsten Fixstern Sirius als Blickfang weiter durch die beiden Sternbilder Fuhrmann und Perseus im Zenit bis zum Nordwesthorizont.


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