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DIE STERNE IM AUGUST 2011
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Sternschnuppen des Monats: "Perseiden" Maximum vom 10.-14.08., Spitze: 12.08., Ausstrahlregion: Sternbild Perseus
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Die Sterne im August

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© by Winfried Kräling


Kleinplanet Vesta mit bloßen Auge sichtbar?

von Winfried Kräling Volkssternwarte Marburg e.V.

Wenn Frühzwetschgen und Vogelbeeren reifen, endet der Hoch- und es beginnt der Spätsommer. In Gärten und Feldern ist Erntezeit und die Tage werden wieder merklich kürzer. Durch die früher einsetzende Dunkelheit unterscheidet sich der abendliche Fixsternhimmel kaum vom Vormonat. Das Sommerdreieck und die Sommermilchstraße sind im August bestens sichtbar.

Doch eines wird dem Beobachter in einer klaren und lauen Sommernacht sicher auffallen: Es huschen wieder mehr Sternschnuppen als in den Monaten zuvor über den Himmel. Die meisten von ihnen scheinen ihren Ursprung im Sternbild Perseus zu haben, das man in Augustabenden über dem nordöstlichen Horizont findet. Aus diesem Grunde nennt man diese Sternschnuppen auch Perseiden. Die meisten dürften in den Nächten zwischen dem 10. und 14. August sichtbar sein. Leider stört das helle Mondlicht die Beobachtung, so dass nur hellere Perseiden zu sehen sein werden, die in diesem Meteorstrom jedoch reichlich vorhanden sind.

Da ihr Erscheinen mit dem Namenstag des Märtyrers Laurentius (10. August) zusammenfällt, werden sie im Volksmund auch die Tränen des Laurentius genannt. Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle, dessen Bahn die Erde immer um den 12. August kreuzt. Perseiden können von Mitte Juli bis Ende August beobachtet werden. Die Zusatzgrafik zeigt den reizvollen Himmelsanblick in der letzten Augustdekade, wo der Mond den Planeten Jupiter (20.Aug.) und Mars (25. Aug.) begegnet, die beide am Morgenhimmel beobachtet werden können. Der Ringplanet Saturn ist in der ersten Augusthälfte noch knapp über dem west-südwestlichen Horizont in der Abenddämmerung zu erhaschen. .

Einsatz-August

Anblick des Osthimmels am Morgen des 22. August

Mit zunehmender Dunkelheit erscheinen immer mehr Sterne am Firmament, zuerst die hellsten wie Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler (siehe Sternkarte). Diese drei Sterne bilden das bekannte Sommerdreieck, das aber kein Sternbild darstellt. Nach und nach erscheinen nun auch schwächere Sterne und nach dem Ende der Dämmerung zeigt sich in der mondlosen Zeit zum Monatsbeginn und der letzten Monatdekade auch die Milchstraße. Wie viel Sterne zu sehen sind und wie deutlich die Milchstraße zu erkennen ist, hängt von der Dunkelheit des Standortes ab. In Zentren von Städten wird man die Milchstraße vergeblich suchen, aber auch an deren Rändern ist sie nur verschwommen zu erkennen.

Unter guten ländlichen Bedingungen mit geringer Lichtverschmutzung erscheint das Band der Milchstraße jedoch strukturiert und helle und dunkle Bereiche sowie Dunkelwolken sind leicht sichtbar. Besonders im Sternbild Schwan – das auch als Kreuz des Nordens bezeichnet wird - ist dies bereits gut mit dem bloßen Auge zu erkennen. In diesem auffälligen Sternbild gibt es aber noch mehr zu entdecken, wie Deneb (=Schwanz) oder den wunderschönen Doppelstern Albireo (=Schnabel). Schon in einem kleinen Teleskop erkennt man die beiden Doppelsternkomponenten, die hellere leuchtet orange und die schwächere türkis.

Im August gerät ein ungewöhnlicher Himmelskörper in den Blickpunkt von Medien, Wissenschaftlern und Sternfreunde, es ist der Kleinplanet Vesta. Der im Jahre 1807 entdeckte vierte Kleinplanet - heute kennt man Hunderttausende dieser Himmelskörper – erhält Besuch von der Raumsonde Dawn, die bereits im Juli in eine Umlaufbahn um diesen Planetoiden eingeschwenkt ist. Bis Mitte August soll sich Dawn bis auf 2750km annähern und Detailaufnahmen Vestas zur Erde funken. Doch damit nicht genug: Vesta nähert sich auch soweit der Erde, dass sie an einem dunklen Beobachtungsort theoretisch mit dem bloßen Auge gesehen werden kann. Theoretisch deshalb, weil sie sich durch die südlichen Teile des Steinbocks (x in der Sternkarte) bewegt und in Mitteleuropa nur geringe Höhen über dem Horizont erreicht, wo dichtere Luftschichten je nach Wasserdampf- und Staubgehalt ihre Helligkeit und damit auch ihre Chancen auf Sichtbarkeit deutlich verringern.


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