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DIE STERNE IM NOVEMBER 2011
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Sternschnuppen des Monats: Die Leoniden - Max. 19.11., 03:00 Uhr, Rate: 20 bis 50 Meteore/Stunde, Region: Sternbild Löwe
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Die Sterne im November

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© by Eckhard Kohn


Jupiter bis Jahresende "Superstar" am Abendhimmel

von Reiner Boulnois Volkssternwarte Marburg e.V.

Mit dem meist als trist bezeichneten Monat November beginnt endgültig die Zeit der langen Beobachtungsnächte – wenn das Wetter dies denn zulässt. Die alte Bezeichnung als Nebelung erklärt sich ja aus der Tatsache, dass es bei Hochdruckwetterlagen in den Tälern oft zu anhaltendem Nebel kommen kann, während es in den höher gelegenen Gebieten tagsüber sonnig ist und in der Nacht hervorragende Beobachtungsbedingungen herrschen. Da inzwischen wieder auf die Winterzeit umgestellt wurde, lässt sich schon ab 18 Uhr mit Himmelsbeobachtungen beginnen.

Die Sonne verliert im Laufe des Monats mehr als 7° an Höhe über dem Horizont, was 14 scheinbaren Sonnendurchmessern entspricht. Bis zur Wintersonnenwende geht es dann nur noch um 2° zurück. In keinem anderen Monat durchläuft die Sonne mehr Sternbilder auf ihrer scheinbaren Bahn vor dem Fixsternhintergrund als im November. Steht die Sonne am 31.10. noch im Sternbild Jungfrau, so bewegt sie sich bis zum 23.11.durch die Waage, danach bis zum letzten Novembertag durch den Skorpion, um noch an diesem Tag in den nicht zu den klassischen Tierkreissternbildern gezählten Schlangenträger zu wechseln.

Der Mond steht am Monatsanfang schon als Halbmond im ersten Viertel und kann schon bis nach 22 Uhr gesichtet werden. Am 9.11. bewegt er sich abends 4° nördlich an Jupiter vorbei. Seine Bewegung kann bis zur Dämmerung am nächsten Morgen verfolgt werden. Nach dem Vollmond am gleichen Tage wandert er am Freitag, den 11.11.11 (beliebter Hochzeitstermin!) durch das so genannte Goldene Tor der Ekliptik zwischen dem Siebengestirn = Plejaden und dem Sternhaufen der Hyaden, die sich um den hellen orangefarbenen Hauptstern des Sternbilds Stier gruppieren. Im letzten Viertel geht er an Mars, drei Tage später an Saturn weit südlich vorbei. Zum Neumondtermin am 25.11. wird die Sonne zu über 90% verfinstert – leider für uns nicht zu beobachten, sondern nur in Gebieten um die Antarktis. Ende des Monats taucht die Sichel des Mondes tief über dem Südwest-Horizont wieder auf.

Jupiter bleibt bis Ende des Jahres der Superstar am Abendhimmel, bis ihm die Venus diesen Platz als Blickfang streitig macht. Er erreicht schon vor Mitternacht seine Höchststellung im Süden und kann daher hervorragend beobachtet werden. Jedes Fernglas oder Teleskop bietet reizvolle Anblicke der Mondstellungen und Oberflächenmerkmale wie helle Zonen und dunkle Bänder parallel zum Jupiteräquator. Nochmals soll auf zwei seltene Jupitermond- Erscheinungen hingewiesen werden: Am 29.10. bedeckt der Mond Io seinen eigenen Schatten auf der Jupiteroberfläche, was nur in Oppositionsstellung eintreten kann und am 31.10. können zu günstiger Zeit am Abend für kurze Zeit zwei Mondschatten gleichzeitig beobachtet werden.

Venus wird allmählich wieder als Abendstern sichtbar. Man findet sie allerdings bis zum Jahresende nur recht flach über dem Südwesthorizont. Bei guten Sichtbedingungen lohnt sich die Suche nach dem nahestehenden, leider horizontnäheren und v.a. etwa 30x lichtschwächeren Merkur, der bis zur Monatsmitte im Blickfeld eines auf die Venus gerichteten Feldstechers aufgefunden werden kann. Mars lässt sich nach Mitternacht in Richtung Osten erblicken. Er bewegt sich am 10.11. 1,4° nördlich an Regulus, dem etwa gleich hellen Hauptstern des Löwen, vorbei. Für Teleskopbesitzer ist er noch kein attraktives Beobachtungsobjekt. Saturn kann Anfang des Monats erst in der Dämmerung, am Ende jedoch ab 5 Uhr leicht in Richtung Osten erspäht werden.

Einsatz-November

Die Nachbargalaxie unserer Milchstraße: Der Andromeda-Nebel - © by Stefan Seip, Stuttgart - www.astromeeting.de

Die Milchstraße ist vom 15. bis 26.11. ab 18.30 Uhr gut sichtbar und zieht sich vom Sternbild Adler über dem Westhorizont zur Cassiopeia (dem Himmels-W oder je nach Blickrichtung auch –M) im Zenit bis zum Osthorizont im Fuhrmann. Optimal zu beobachten ist bis zum Jahresende der Andromedanebel M 31, die Schwestergalaxie unserer Milchstraße in mehr als 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung, die schon relativ leicht mit bloßem Auge erkannt werden kann. Unter einem wirklich dunklen Landhimmel bietet M 31 mit ihren nahen Begleitern M 101 und M 32 einen beeindruckenden Anblick im Feldstecher, am besten auf einem Stativ.


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