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DIE STERNE IM FEBRUAR 2012
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Sternschnuppen des Monats: Die Alpha-Aurigiden 06.-09.02., wenige, aber helle Objekte, Ausgangspunkt Sternbild Fuhrmann
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Die Sterne im Februar
. Karte gültig für:
01. Februar 21 Uhr
15. Februar 20 Uhr
29. Februar 19 Uhr
. Mondphasen Vollmond:
Letztes Viertel:
Neumond:
Erstes Viertel:
07. Feb. 2012
14. Feb. 2012
21. Feb. 2012
01. Mär. 2012

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© by Winfried Kräling


Stelldichein der hellen Planeten

Reiner Boulnois

Der Februar hat im Jahre 2012, einem Schaltjahr, 29 Tage. Die Mittagshöhe der Sonne über dem Horizont steigt während des Spätwintermonats um fast 10°, während diese scheinbar aus dem Tierkreissternbild Steinbock in den Wassermann wechselt. Dieser Ablauf spiegelt sich wider in einer Zunahme der Tageslänge um mehr als 1 Stunde und 40 Minuten. Meteorologisch ist Anfang Februar mit Lichtmess zumindest nach altüberlieferten Bauernregeln interessant für den weiteren Witterungsverlauf.

Die Sonne selbst wird als Beobachtungsobjekt immer interessanter, da sie sich in einem Stadium ansteigender Aktivität mit zahlreichen Sonnenflecken und Protuberanzen befindet. Das Sonnenfleckenmaximum wird Mitte des Jahres 2013 erwartet. Wie zur Bestätigung dieser Entwicklung wurde die Erde am 24. Januar von den Auswirkungen eines extrem heftigen Ausbruchs der Sonnenoberfläche getroffen, wodurch auch in mittleren Breiten, so etwa über den Britischen Inseln, beeindruckende Polarlichter ausgelöst wurden.

Einsatz-Februar

Links: Die stark gefilterte Aufnahme der Sonnenoberfläche zeigt gleich drei Gruppen von so genannten Sonnenflecken, Regionen auf der Sonne, an denen die Oberflächentemperatur miot etwa 5.500 Grad um mehrere Hundert Grad niedriger ist, als in der helleren Umgebung. - Im Falschfarbenlicht (links) erscheinen als besonders hell glühende Zonen. Solche Sonnenfleckengruppen sind Ausgangspunkt von starken Plasmaausbrüchen und Protuberanzen.

Der Mond befindet sich zum Monatsbeginn kurz nach dem Ersten Viertel schon östlich von Jupiter, durchläuft danach die nördlichsten Bereiche seiner monatlichen Bahn und erreicht am 7.2. im Sternbild Krebs die Vollmondstellung. Danach erreicht der abnehmende Mond am 10.2. den ständig auffälliger werdenden Mars im Sternbild Löwen und am 13.2. dann Saturn in der Jungfrau jeweils weit südlich. Am 14.2. steht er dann im Letzten Viertel und durchläuft dabei seine südlichsten Bahnbereiche, bis er letztmals am 18. am Morgenhimmel in der Dämmerung sichtbar ist.

Nach Neumond am 21.2. kann man bei absolut klarer Horizontsicht mit einem lichtstarken Fernglas versuchen, die äußerst schmale Mondsichel 19 Stunden nach Neumond ganz dicht über dem Westhorizont zu erspähen. In den restlichen Tagen bis Monatsende zieht die erneut auf das Erste Viertel zulaufende Mondsichel nördlich an Merkur, Venus und Jupiter vorbei, was bei ausreichend klarem Himmel ästhetisch äußerst ansprechende Bilder abgibt. Dabei lässt sich während dieser Tage das aschfarbene Mondlicht beobachten, verursacht durch das reflektierte Sonnenlicht von der Erde, wodurch auch die noch nicht von der Sonne bestrahlte Mondoberfläche wahrnehmbar ist.

Mit der Mondsichel erscheint der Planet Merkur am 22.2. erstmals etwas südlicher über dem Horizont und sollte ab 18:20 Uhr sichtbar werden. Damit eröffnet er seine beste Periode der Abendsichtbarkeit, die bis zum 11. März andauert. Mit Merkur sind dann alle hellen Planeten in der ersten Nachthälfte zu beobachten. Venus ist von Sonnenuntergang bis zum Verschwinden unter dem Westhorizont um 20.30 Uhr am Monatsanfang und gegen 22 Uhr am Monatsende strahlender Abendstern. Sie kann von scharfsichtigen Menschen sogar am Taghimmel mit bloßem Auge gefunden werden, was am Samstag, dem 25.2., durch die nahestehende, leichter zu findende, vier Tage alte Mondsichel erleichtert wird. Im Fernrohr zeigt Venus Phasengestalt wie der Mond, wobei der immer größer und dünner werdende Planet im Mai nur noch als schmale Venussichel erscheint.

Jupiter ist der lichtschwächere Partner von Venus am Abendhimmel, zeigt aber durch den Umlauf seiner vier hellen Monde auch schon im Fernglas immer wieder neue Ansichten. Mit Dämmerungsbeginn ist er hoch im Süden aufzufinden. Die sich schneller bewegende Venus kommt dem Riesenplaneten immer näher, wobei der vorhandene Helligkeitsunterschied zunehmend auffälliger wird. Zudem scheint es in den dunkleren Bereichen seiner Atmosphäre, den sogenannten Bändern, größere Veränderungen zu geben.

Der rötlich erscheinende Mars erreicht am Monatsende schon seine größte Helligkeit, zugleich beginnt in diesem Monat die günstigste Zeit zur Beobachtung von Oberflächendetails mit Teleskopen. Dabei sind die helle Polarregion und hellere und dunklere Bereiche der Marsoberfläche zu erkennen. Da Mars am 15.2. den sonnenfernsten Punkt seiner ausgeprägt elliptischen Bahn durchläuft, was kurz vor seiner diesjährigen Oppositionsstellung am 03. März im Sternbild Löwe liegt, sind leider die Beobachtungsbedingungen vergleichsweise ungünstig. Ende des Monats tritt er im Osten kurz nach Sonnenuntergang auf die Himmelsbühne. Die Sichtbarkeitsbedingungen für den Ringplaneten Saturn nahe Spika, dem hellsten Stern in der Jungfrau, verbessern sich zunehmend, da er immer früher über dem Südosthorizont erscheint. Ende des Monats kann der wunderbare Ringplanet mit mehreren seiner Monde schon vor Mitternacht mit Teleskopen beobachtet werden.

Die Wintersternbilder sind nun mit ihren auffällig hellen Sternen in die beste Beobachtungsposition in Richtung Süden gerückt. Bei klarer Sicht können die Farbunterschiede bei den am hellsten funkelnden Fixsternen erkannt werden, wobei die blauweißen Sterne die höchsten Oberflächentemperaturen aufweisen, die rötlichen dagegen die niedrigsten. Im Vergleich zeigen die fünf Planeten ein sehr viel ruhigeres Erscheinungsbild, womit man ein einfaches Unterscheidungsmerkmal zwischen ihnen und Sternen zur Verfügung hat. Die Milchstraße ist von der Monatsmitte bis zum Auftauchen des Mondes Ende des Monats in den Abendstunden gut beobachtbar. In ihrem Sternenband lassen sich schon mit bloßem Auge Sternansammlungen erblicken, so etwa offene Sternhaufen, von denen das Siebengestirn im Sternbild Stier der wohl bekannteste ist.


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