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DIE STERNE IM JANUAR 2014
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Die Sterne im Januar

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© by Eckhard Kohn


Günstige Jupiteropposition - Venus gleichzeitig Abend- und Morgenstern

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Nachdem im letzten Jahr die zwei medial groß angekündigten Kometen keine spektakulären Erscheinungen für Beobachter boten, sind 2014 gleich zum Jahresbeginn interessante Konstellationen der beiden leuchtkräftigen Planeten Jupiter und Venus zu verfolgen. Jupiter befindet sich in diesem Jahr in den nördlichsten Bereichen seiner Bahn, was nur alle 12 Jahre eintritt. Das bietet lange, günstige Beobachtungsmöglichkeiten der veränderlichen, rasch rotierenden Atmosphäre des Riesenplaneten, was die Zusatzgrafik beeindruckend zeigt. Zur Verfolgung der Umläufe seiner vier hellen Monde reicht schon ein Fernglas. Wenn der Riesenplanet am 5. Januar seine Oppositionsstellung zur Sonne erreicht, geht an diesem Tag für einen Beobachter auf Jupiter die Erde als schwarzer Punkt über die Sonnenscheibe.

Die Venus zeigt in diesem Monat wieder einmal einen dramatischen Wechsel in den Tagen um ihre untere Konjunktion, wobei sie für eine Woche gleichzeitig Abend- und Morgenstern ist. Am 11. Januar geht sie rückläufig mehr als 5° nördlich an der Sonnenscheibe vorbei. Im Teleskop ist sie den ganzen Monat als eine große schmale Sichel zu erkennen.

Der Planet Mars wird am Morgenhimmel zunehmend für Teleskopbeobachter interessant. Im Südosten kann der Ringplanet Saturn am Morgenhimmel unterhalb von Spika aufgefunden werden. Vor Beginn der Morgendämmerung kann man jetzt wieder im Teleskop das wunderschöne Ringsystem und die Bewegungen der helleren Monde des Planeten anschauen. Merkur, der sonnennächste Planet, kann etwa ab dem 20. Januar dicht über dem Südwesthorizont aufgefunden werden und über das Monatsende hinaus eine Stunde in der Abenddämmerung verfolgt werden. Im Teleskop erscheint er am Monatsende halb beleuchtet.


Einsatz-Januar


Die Grafik rechts zeigt die scheinbare Größe der abgebildeten Planeten im Teleskop zur Monatsmitte. - © by Winfried Kräling


Am 4. Januar steht unser Heimatplanet im sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Jahresbahn um die Sonne. Dabei ist ihr Abstand um 5 Mio. km geringer als am 4. Juli, was immerhin ca. 17 Sekunden Unterschied in der Lichtlaufzeit ausmacht und die Sonnenscheibe um 7% größer erscheinen lässt. Am 20. Januar wechselt die Sonne in das Sternbild Steinbock und gewinnt langsam nördlichere Positionen auf ihrer Bahn, wodurch die Tageslänge im Monatsverlauf um etwa eine Stunde zunimmt.

Am 2. Januar findet man die sehr schmale zunehmende Mondsichel dicht über dem Südwesthorizont über der hellen Venus. In den folgenden Tagen verlängert sich die Sichtbarkeitsdauer des Mondes. In der Nacht vom 14. zum 15. Januar geht der fast volle Mond südlich am hellen Jupiter vorbei. Nach dem Vollmondtermin in Erdferne läuft er in den folgenden Tagen durch den Löwen an dem hellen Stern Regulus vorbei. Den abnehmenden Mond findet man am 23. Januar schließlich im Sternbild Jungfrau südlich vom Planeten Mars in der Nähe der hellen Spica. Zwei Tage später steht er südlich von Saturn. Vier Tage darauf findet man ihn wieder als sehr schmale, jetzt abnehmende Sichel bei der auffälligen Venus in der Morgendämmerung dicht über dem Südosthorizont. Am nächsten Tag überholt der nicht sichtbare Neumond die Sonne ein zweites Mal in diesem Monat.

Allmählich verändert sich der Charakter des Sternhimmels zur in der Grafik angegeben Zeit. Die Wintersternbilder rücken mit ihren vielen auffällig hellen Sternen, deren Farben mit dem bloßen Auge unterschieden werden können, zur abendlichen Beobachtungszeit zunehmend in die beste Beobachtungsposition in Richtung Süden. Im bekannten Sternbild Orion ist unterhalb der drei markanten Gürtelsterne das sogenannte "Schwertgehänge" des Himmelsjägers bei guter Sicht erkennbar. Eine verwaschene Aufhellung, die sich im Fernglas oder einem Teleskop als eine bizarre Struktur mit Nebelcharakter und eingebetteten Sternen zeigt, ist die Sternentstehungsregion M 42 bzw. der große Orionnebel. Hierbei handelt es sich um einen sich bildenden Sternhaufen, in dem viele junge Sterne und Prototerne auf engstem Raum zusammen stehen. Durch dieses Sternbild zieht sich auch die Milchstraße als Band von Südost weiter durch die beiden Sternbilder Fuhrmann und Perseus im Zenit bis zum Nordwesthorizont. Sie ist bis zum Auftauchen des Mondes am Abendhimmel in den Abendstunden gut beobachtbar.


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