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+++  Weltraum-Visionen und Malkunst vor 50 Jahren: Mondwelten +++ Inseln des Lichts +++ Die Reise zum Mond +++ Ankunft +++ Erdaufgang +++ Bizarre Krater +++ Meer des Nektars +++ Mond-Apenninen +++ Kopernikus-Krater +++ Mondnordpol +++ Wassermond +++ Der Knstler +++
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Inseln des Lichts

Bild Inseln des Lichts

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Am Anfang war die Finsternis - Weiglhende Gase erfllen den Weltraum mit kosmischem Feuer, das die Dunkelheit als gewaltiger Ur-Blitz durchdringt und das Licht der ersten Sterne entzndet.



Die Reise zum Mond

Bild Anflug auf den Mond

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Bilden wir uns ein, wir sitzen in einer Weltraumrakete, die in rasender Fahrt dem Mond zusteuert. Wir haben schon mehr als die Hlfte des Weges zurckgelegt. Deutlich heben sich bereits die Ringgebirge von der Oberflche ab. Im linken, oberen Teil sehen wir den lang gestreckten Gebirgszug der Apenninen mit den ihm vorgelagerten Kratergebirgen Archimedes, Autolicus und Ariatillus. Die dunklen, glatten Flchen sind die so genannten Mare, - links oberhalb der Apeninnen das "Mare Imbrium", darunter der "Oceanus Procellarium" und noch tiefer im Sden das "Mare Nubium". Im Osten sehen wir oben das "Mare Serenitatis", eingefasst in einen Kranz von mittelhohen Gebirgszgen und Kratern. Unmittelbar sdlich davon liegt das "Mare Tranquillitatis". - Unser Schiff fliegt weiter und bald werden wir mehr erkennen.



Ankunft

Bild Ankunft am Mond

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Wir sind dem Mond ein betrchtliches Stck nher gekommen. Jetzt trennen uns nur noch ein paar Tausend Kilometer von unserem Ziel. Die einzelnen Gebirgszge zeichnen sich schon deutlicher ab. Auf dem sichtbaren Ausschnitt der Oberflche sehen wir rechts unten das von Ringgebirgen eingefasste "Mare Crisium". Dieses umschlossene Becken hat einen Durchmesser von etwa 400 Kilometern. Die ganze nher rckende Oberflche unseres Trabanten ist mit kleinen und greren Ringgebirgen bedeckt. In der linken Hlfte des Bildes sehen wir das "Mare Serenitatis" und darunter das von linienartigen Narben durchzogene "Mare Tranquillitatis".



Erdaufgang

Bild Erdaufgang ber dem Mond

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Nach der Landung fesselt uns der Blick durch eine tiefe Schlucht der Apenninen auf die weite Ebene des Mare Imbrium. Die Wnde der ber 1.000 Meter hohen Berge fallen steil ab. Im vordergrund befindet sich ein Krater mitten im Gebirge, der aussieht wie ein abgesgter, hohler Baumstumpf. Vermutlich hat hier ein Meteorit genau die Spitze eines Berges getroffen und diese nach allen Seiten hin gleichmig abgerissen. Am Horizont erkennen wir das Ringgebirge des Archimedes. Es hat einen Durchmesser von etwa 75 Kilometern und erhebt sich mehr als 2.000 Meter ber den inneren Kraterboden. Am schwarzen Himmel leuchtet die Erde, deren Kontinente jedoch nicht klar zu erkennen sind, weil unser Heimatplanet in eine Atmosphre eingehllt ist.



Bizarre Krater

Bild Monderkundung 1

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Diese zerrissene Kraterlandschaft befindet sich in der Nhe der Krater Tycho und Clavius. Die Wnde dieser Krater sind von tiefen Spalten und Schluchten zerfurcht. Es offenbart sich, dass nacheinander mehrere Meteoriteneinschlge stattgefunden haben mssen. Bereits bestehende Krater wurden durch sptere Einschlge wieder geteilt. Vermutlich hat in diesem Gebiet des Mondes ein lngeres Meteoritenbombardement stattgefunden. Wie gro die Himmelskrper gewesen sein mssen, kann man erahnen, wenn man sich vor Augen fhrt, dass die Krater einen Durchmesser von mehreren Dutzend Kilometern haben und so tief sind, dass sie den Vesuv, die Zugspitze oder den Mont Blanc aufnehmen knnten, ohne dass deren Gipfel die Auenwnde berragen wrden.



Das Meer des Nektars

Bild Monderkundung 2

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Durch dieses Bild wird die Vielfalt der Mondlandschaften deutlich. Im Vordergrund links sehen wir den groen Theophiluskrater, dessen Auenwnde einen direkt angrenzenden kleineren Krater berragen. Dahinter sind kleinere und mittlere Hhenzge und eine Vielzahl kleinerer Krater zu sehen. Die dunkle Flche ist das Mare Nectaris. Diese Ebene wird durch zahlreiche niedrigere Gebirgszge unterbrochen. berall zeigen sich die Einschlagslcher von Meteoriten, die flschlich als "Krater" bezeichnet werden. Wie im Theophiluskrater finden sich in den meisten Mondkratern Innengipfel, die gewhnlich die gleiche Hhe wie das Gelnde auerhalb der Krater erreichen.



Die Mond-Apenninen

Bild Monderkundung 3

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Dieses Bild zeigt einen Teil des Apenninen-Gebirgszuges, der sich ber eine Lnge von ungefhr 900 Kilometern erstreckt. Die hchsten Gipfel dieser Gebirgskette erreichen eine Hhe von 5.000 Metern. Im Vordergrund links befindet sich der Autolicuskrater mit seinen zerrissenen, steilen Wnden. Die glatte Flche vor uns ist ein Teil des Mare Imbrium, der grten Mondebene, die wir von der Erde aus mit bloem Auge als dunklen Fleck erkennen knnen.



Der Kopernikus-Krater

Bild Monderkundung 4

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Der hier gezeigte Gebirgszug sind die Mond-Karpaten. Der grosse Krater, den wir in der linken Bildhlfte sehen, ist der Kopernikus-Krater. Es lsst sich erahnen, dass das gesamte Gebirge bei einem wuchtigen Meteoriteneinschlag aus der Einschlagstelle herausgeschleudert worden ist. Rings um den Kopernikuskrater zeigen sich helle Strahlen, die sternartig nach allen Seiten verlaufen. Auch diese Strukturen sprechen fr den Einschlag eines Himmelskrpers. Es ist anzunehmen, dass alle Mondkrater durch solche Einschlge entstanden sind, denn die Innenflchen der so genannten Krater sind stets tiefer gelegen, als die umgebenden Auenflchen. Das Ganze muss natrlich zu einem Zeitpunkt geschehen sein, als der Mond eine weiche Oberflche besa.

Anmerkung: Inzwischen ist bekannt, dass die Mondkrater tatschlich durch Asteroideneinschlge entstanden sind. Allerdings war der Mond zur Zeit der groen Asteroiden-Einschlge nicht "weich". Vielmehr wurde die felsige Kruste beim Einschlag der Himmelskrper durch den gewaltigen Hitzepuls der frei werdenden kinetischen Energie kurzzeitig bis zur Weiglut aufgeschmolzen.



Der Mondnordpol

Bild Monderkundung 5

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Diese bizarre Landschaft befindet sich in der Nhe des Mondnordpols. Ein Ringgebirge reiht sich an das andere. Der Lichteinfall ist hier aufgrund der niedrigen Hhe der Sonne ber dem Horizont so gering, dass die bliche brunliche Frbung der Mondoberflche einem schwachen gelblichen Grau gewichen ist. Die Flchen um die Krater sind nicht mehr zu erkennen, da sie in tiefem, schwarzem Schatten liegen. Nur die oberen Gebirgsrnder ragen kranzartig aus dem Dunkel hervor.



Wassermond

Bild Wassermond

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Vollmondromantik am Wasser: Nicht erst seit Gerdt von Bassewitz' brillantem Mrchen-Roman "Peterchens Mondfahrt" beflgelt unser leuchtender Nachtwchter die Fantasie der Menschen.


Smtliche Bilder wurden von Hermann Kerl im Jahre 1956 gemalt, - 3 Jahre bevor mit der ersten Raumkapsel, dem russischen Satelliten "Sputnik-1", die Erkundung des Weltraums begann und sogar 13 Jahre vor der ersten Mondlandung von Apollo-11. Erst jetzt, Jahrzehnte spter, funken hochmoderne Raumsonden auch Bilder von den Monden anderer, ferner Planeten zur Erde ...



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