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Der Sternenhimmel im Oltober 2014

Die Sterne im Oktober

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© by Winfried Kräling


Cyanfarbener Gasplanet Uranus in Erdnähe

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Im ersten vollständigen Monat des Winterhalbjahres verkürzt sich die Zeit des lichten Tages um zwei auf ungefähr 9,5 Stunden mit besonders kurzen Dämmerungsphasen. Der Anblick des Sternenhimmels bei Eintritt der Dunkelheit ändert sich bis Jahresende nur unwesentlich, da die Sonne stetig früher untergeht. Ein regelmäßiger Vergleich einer exakt ausgerichteten Sonnenuhr mit Zeitfunkuhren zeigt, dass die Sonne Ende des Monats mehr als eine Viertelstunde früher unter dem Horizont verschwindet. Dieses Phänomen ist als Zeitgleichung bekannt. Diese Tatsache verstärkt den Eindruck, dass die Tage im Herbst besonders schnell kürzer werden. Am Sonntag, den 26. Oktober, hat der Tag wieder einmal 25 Stunden, da an diesem Datum die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt werden und die "verlorene" Stunde vom März "zurückgewonnen" wird. Aus der Sommerzeit MESZ wird damit wieder die "normale" MEZ.

Ein astronomischer Höhepunkt, leider nur für Nordamerika und angrenzende Gebiete, ist die partielle Sonnenfinsternis mit über 80%-iger Bedeckung am 23.Oktober. Bei uns ebenfalls nicht sichtbar ist die totale Mondfinsternis am 8. Oktober, die im pazifischen Raum beobachtbar ist.

Zum Monatsanfang findet man den Mond in seinem ersten Viertel weit südlich im Sternbild Schütze. In klaren Nächten um den Oktobervollmond kann man die brünftigen Hirsche in unseren Wäldern röhren hören. Die abnehmende Sichel mit dem erkennbaren Erdschein auf der nicht beleuchteten Mondoberfläche passiert am 18. Oktober den Riesenplaneten Jupiter. Zwei Tage nach Neumond bedeckt die sehr schmale zunehmende Mondsichel kurz nach Sonnenuntergang den nur noch mit lichtstaken Ferngläsern sichtbaren Planeten Saturn. Drei Tage später zieht er dann nördlich am roten Planeten Mars vorbei und steht am Monatsende wieder im ersten Viertel. Merkur beginnt in der letzten Oktoberwoche die beste Periode seiner Morgensichtbarkeit in diesem Jahr. Er kann über dem Südosthorizont kurz vor 6 Uhr erspäht und bis zum Verschwinden in der Morgendämmerung verfolgt werden.

Dagegen bleibt Venus in diesem Monat für uns unsichtbar, da der Planet am 25. Oktober in 257 Millionen Kilometer Erdabstand hinter der Sonne vorbeizieht und von dieser überstrahlt wird. Mars als rötliches Objekt entfernt sich vom roten Skorpionstern Antares und kann wegen seiner sehr südlichen Position in der Abenddämmerung nur kurze Zeit über dem Südwesthorizont gesehen werden. Am 19. Oktober zieht ein Komet in nur 120.000 km Abstand am Planeten vorbei. Dieses sehr seltene Ereignis kann von den beiden Marsrovern auf der Oberfläche und dem halben Dutzend Marssonden von ihren Umlaufbahnen genau verfolgt werden. Unter besten Sichtbarkeitsbedingungen könnte man den Kometen auch von der Erde aus mit lichtstarken Beobachtungsgeräten dicht neben dem roten Planeten erkennen.

Am Morgenhimmel ist der Riesenplanet Jupiter das auffälligste Objekt, das zwei Stunden nach Mitternacht im Nordosten über dem Horizont auftaucht und dann die restliche Nacht beobachtet werden kann. In guten Ferngläsern und kleinen Teleskopen sind in seiner Atmosphäre helle Zonen und dunkle Bänder auszumachen. In größeren Beobachtungsgeräten lassen sich Wirbelstrukturen, größer als die Erde, erkennen. Innerhalb von einer Stunde können Bewegungen dieser Details erfasst werden, die auf eine sehr hohe Rotationsgeschwindigkeit des Riesenplaneten schließen lassen. Schon in Ferngläsern lassen sich die vier großen Monde und deren Umläufe um Jupiter verfolgen, wobei es zu Durchgängen der Mondscheiben und ihrer -schatten vor und zu Bedeckungen bzw. Verfinsterungen hinter der Planetenscheibe kommen kann. Alle sechs Jahre schauen wir auf die Kante der Ebene ihrer Umlaufbahnen, so dass es bis Mitte Juni im nächsten Jahr zu gegenseitigen Bedeckungen und Verfinsterungen der Monde kommen kann.

Saturn kann ab der Monatsmitte nur noch schwer in der Abenddämmerung über dem Südwesthorizont erspäht werden und muss bis zum Jahresende von der Beobachtungsliste gestrichen werden. Hingewiesen wird in diesem Monat auf den dritten, allerdings erheblich kleineren Gasplaneten Uranus, der unter besten Sichtbarkeitsbedingungen mit bloßem Auge im Sternbild Fische erspäht werden kann. Man findet ihn im Sternbild Fische, wie in der Zusatzgrafik dargestellt, in der die sichtbaren Planeten in ihren tatsächlichen Größenverhältnissen gezeigt werden. In stärkeren Teleskopen ist der siebte Planet in 19-fachem Abstand Erde – Sonne (die sogenannte Astronomische Einheit AE mit etwa 150 Millionen km) als ein cyanfarbiges scheibenförmiges Objekt erkennbar. Dieser Planet, der von mindestens 13 lichtschwachen Ringen und 27 Monden umgeben ist, liegt mit seiner Rotationsachse in der Bahnebene. Er muss in der Entstehungsphase mehrfach mit anderen massereichen Körpern kollidiert sein. Da ein Uranusjahr etwa 84 Jahre dauert, wendet er seine Polregionen etwa 21 Jahre der Sonne im entsprechenden Sommer zu, im Winter ab.


Aufsuchkarte für Uranus


Der Gasplanet Uranus ist nur bei optimalen Bedingungen mit dem bloßen Auge zu erspähen. Dazu zählen sehr dunkler, klarer Himmel und vor allem gute Augen.


Der abgebildete Sternhimmel zeigt typische Herbststernbilder. Hier soll auf einige sehr unterschiedliche Beobachtungsobjekte im Sternbild Andromeda hingewiesen werden. Der östliche Stern der Andromedakette, Alamak, ist ein interessanter "Doppelstern" in etwa 370 Lichtjahren Entfernung. Die hellere Komponente erscheint orange, die schwächere dagegen blauweiß (sie besteht in Wahrheit aus drei nicht trennbaren Komponenten). Ausgehend von diesem Doppelstern in Richtung des Sterns an der Spitze vom Sternbild Dreieck findet man den offenen Sternhaufen NGC 752, der eventuell mit bloßem Auge, sicher in einzelne Sterne aufgelöst im Fernglas gesehen werden kann. Auf den Andromedanebel M 31 mit den beiden leicht auffindbaren Begleitgalaxien sei hier nur der Vollständigkeit halber hingewiesen.


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