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Der Sternenhimmel im Januar 2016

Die Sterne im Januar

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© by Winfried Kräling


Planetenparade am Morgenhimmel

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Das neue Jahr 2016 ist ein Schaltjahr mit 366 Tagen, das uns leider keine beeindruckende Finsternis wie das vergangene Jahr beschert. Allerdings wird am 09. Mai nach 13 Jahren wieder einmal der sonnennahe Planet Merkur vor der Sonnenscheibe vorbeiziehen, was allerdings nur mit dem Teleskop beobachtet werden kann. Am 3. Januar steht unser Heimatplanet kurz nach Mitternacht im sonnennächsten Punkt seiner elliptischen Jahresbahn um die Sonne. Zu diesem Zeitpunkt ist der Abstand beider Himmelskörper um etwa 5 Millionen Kilometer geringer als am 4. Juli, was immerhin zu ca. 17 Sekunden Unterschied in der Lichtlaufzeit führt und außerdem die Sonnenscheibe um 7 Prozent größer erscheinen lässt, was aber für das bloße Auge nicht erkennbar ist. Für die jahreszeitlichen Temperaturschwankungen ist allerdings die Neigung der Erdachse gegen die Bahnebene der Jahresbahn um die Sonne verantwortlich, die im Nordwinter nur einen flachen Einstrahlwinkel zulässt. Im Monatsverlauf gewinnt die Sonne langsam nördlichere Positionen, wodurch die Tageslänge im Januar um etwa eine Stunde zunimmt. Unser Tagesgestirn wechselt am 20. Januar aus dem Tierkreissternbild des Schützen in das des Steinbocks.

In den ersten Tagen des neuen Jahres bewegt sich der Mond entlang der Aufreihung von Planeten und hellen Sternen. Am Morgen des 07. Januar steht die abnehmende Mondsichel nördlich des Planeten Saturn, der von der sehr viel helleren Venus verfolgt und von ihr in den darauffolgenden Tagen überholt wird. Der zunehmende Mond durchläuft am 20. Januar morgens den Sternhaufen der Hyaden und bedeckt dabei einige hellere der Haufensterne. Im Westen Deutschlands kann bei absolut klarer Horizontsicht auch noch die Bedeckung des hellen Sterns Aldebaran beobachtet werden. In der Nacht vom 27. zum 28. Januar geht der nun schon abnehmende Mond südlich am hellen Jupiter vorbei. Am letzten Tag des Monats ist der abnehmende Mond nahe beim hellen Stern Spica in der Jungfrau aufzufinden.

Unser rötlich gefärbter Nachbarplanet Mars befindet sich weiter östlich beim hellsten Stern im Sternbild Waage, der Ringplanet Saturn steht nordöstlich vom Roten Überriesenstern Antares im nachfolgenden Tierkreissternbild Skorpion. In Richtung Südosten lässt sich neben der noch immer auffälligen Venus zusätzlich der erheblich schwächere Merkur dicht am Horizont erspähen. Der sonnennächste Planet Merkur kann etwa bis zum 5. Januar am Abendhimmel dicht über dem Südwesthorizont aufgefunden werden. Außergewöhnlich ist in diesem Jahr sein Auftauchen schon wieder Ende des Monats am Morgenhimmel, womit eine kurze Phase der Morgensichtbarkeit des recht selten sichtbaren Planeten beginnt. Diese Kombination wird erkauft durch die ungünstigen Sichtbarkeitsbedingungen mit maximal einer halben Stunde Beobachtungszeit sowohl am Abend- wie auch am Morgenhimmel.

Venus und das Saturnsystem im Fernrohr / Planetenparade am Morgenhimmel

Venus und das Saturnsystem im Fernrohr / Planetenparade am Morgenhimmel

Die Venus verkürzt ihre Sichtbarkeit als Morgenstern erheblich und wird Ende des Monats weniger als zwei Stunden am Morgenhimmel sichtbar sein. Im Teleskop ist sie wieder als kleine, zu 80 Prozent beleuchtete Scheibe zu sehen. Wie die Zusatzgrafik zeigt, sind am Morgen des 09. Januar die beiden Planeten Venus und Saturn als ein enges Paar bei uns sichtbar. Der Planet Mars verlängert seine Sichtbarkeitsdauer am Morgenhimmel nur unwesentlich, während er sich dem langsameren Saturn annähert. Durch seine noch recht große Entfernung von der Erde ist die Größe der Planetenscheibe noch so gering, dass mit Amateurteleskopen kaum Details der Marsoberfläche erkennbar sind.

Jupiter befindet sich in diesem Jahr noch überwiegend nördlich des Himmeläquators, was in Mitteleuropa günstige Beobachtungsmöglichkeiten von Details der veränderlichen, rasch rotierenden Atmosphäre des Riesenplaneten bietet. Zur Verfolgung der Umläufe seiner vier hellen Monde reicht schon ein Fernglas. Dabei sind die normalen Jupitermonderscheinungen sichtbar, nämlich Monde vor und deren Schatten auf der Jupiterscheibe sowie Bedeckungen bzw. Verfinsterungen durch die Jupiterscheibe. Der Planet erscheint im Monatsverlauf immer früher über dem Osthorizont. Seine Aufgänge verschieben sich von einer Stunde vor Mitternacht bis auf 21 Uhr. Tief im Südosten kann der Ringplanet Saturn am Morgenhimmel aufgefunden werden. Am Monatsende kann man jetzt wieder vor Beginn der Morgendämmerung im Teleskop das wunderschöne Ringsystem und die Bewegungen der helleren Monde des Planeten anschauen. Interessant ist die Reihe der hellen Sterne und Planeten von Regulus im Sternbild Löwe bis zum hellen Planeten Venus am Morgenhimmel, wodurch die scheinbare Sonnenbahn, die so genannte Ekliptik, markiert wird. Die Zusatzgrafik zeigt diese Aufreihung für die Monatsmitte.

Allmählich verändert sich der Charakter des Sternhimmels zur gewohnten Zeit der Beobachtung am Abendhimmel. Die Wintersternbilder rücken mit ihren vielen auffällig hellen Sternen, deren Farben mit dem bloßen Auge unterschieden werden können, zunehmend in die beste Beobachtungsposition in Richtung Süden. Im bekannten Sternbild Orion ist bei guter Sicht unterhalb der drei markanten Gürtelsterne das sogenannte "Schwertgehänge" des Himmelsjägers erkennbar. Eine verwaschene Aufhellung, die sich im Fernglas oder einem Teleskop als eine bizarre Struktur mit Nebelcharakter und eingebetteten Sternen zeigt, ist die Sternentstehungsregion M 42 bzw. der große Orionnebel. Hierbei handelt es sich um einen aus dem vorhandenen Gas und Staub sich bildenden Sternhaufen, in dem viele extrem junge Sterne und so genannte Prototerne auf engstem Raum zusammen stehen. In guter Beobachtungsposition kann auch noch der Andromedanebel M 31, die benachbarte, sogar größere Galaxie als unsere eigene Milchstraße, mit bloßem Auge erspäht werden. Diese zieht sich auch als schimmerndes Band von Südost weiter durch die beiden Sternbilder Fuhrmann und Perseus im Zenit bis zum Nordwesthorizont. Sie ist bis zum Auftauchen des Mondes am Abendhimmel in den Abendstunden gut zu sehen.


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