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Der Sternenhimmel im November 2019

Die Sterne im November

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© by Winfried Kräling


Seltenes Ereignis: Letzter Merkurtransit vor der Sonne bis 2032

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Nach dem Zurückstellen der Uhr um eine Stunde kann man die Beobachtung des Sternhimmels in der Abenddämmerung schon bald nach 18 Uhr beginnen und damit in dem Spätherbstmonat November die Zeit der langen Beobachtungsnächte nutzen. Im Monatsverlauf verkürzt sich die Tageslänge auf achteinhalb Stunden, da die Sonne die südlichsten Bereiche ihrer Jahresbahn durchläuft. Sie befindet sich bis zum 23. November im Sternbild Waage, danach durchläuft sie den Skorpion und wechselt schließlich am letzten Tag des Monats in den nicht zu den klassischen Tierkreissternbildern gezählten Schlangenträger.

Zwei astronomische Höhepunkte des Jahres finden in diesem Monat statt: Am 11. November ereignet sich eine für das bloße Auge nicht wahrnehmbare "Sonnenfinsternis", denn die winzige nicht beleuchtete Planetenscheibe des innersten Planeten Merkur läuft von links nach rechts über die Sonnenscheibe. In der Zusatzgrafik ist der zeitliche Ablauf des Ereignisses dargestellt. Der nur in Teleskopen sichtbare, sehr selten auftretende Merkurtransit, darf keinesfalls ohne ausreichenden Sonnenfilterschutz beobachtet werden! Selbst mit kleinsten Beobachtungsgeräten führt ein ungeschützter Blick auf die Sonne zu sofortigen Schädigungen der Augen bis zur Erblindung! Viele Sternwarten sind an diesem Tag bei klarem Himmel für die Verfolgung dieses Ereignisses geöffnet. Auch die am Taghimmel ablaufende Bedeckung des Planeten Jupiter durch den Mond kann nur mit Beobachtungsgeräten verfolgt werden und auch in diesem Fall darf keinesfalls Sonnenlicht in die Geräte gelangen! Die Volkssternwarte ist am 28. November ab 10 Uhr für die Beobachtung geöffnet, wenn der Himmel klar ist.

Merkurdurchgang vor der Sonne

Die zunächst sehr schmale zunehmende Mondsichel findet man in der Abenddämmerung des 29. Oktober um 17.30 Uhr nördlich der dicht über dem Südwesthorizont stehenden Venus. Zwei Tage später erreicht der Mond den auffälligen Riesenplaneten Jupiter und am 2. November ist der zunehmende Halbmond gerade am Ringplaneten Saturn vorbeigezogen. Am 24. November passiert die jetzt abnehmende schmale Mondsichel den am Morgenhimmel sichtbaren rötlichen Mars. Einen Tag später ist er nahe beim selten sichtbaren, weil sonnennahen Planeten Merkur aufzufinden. In den letzten Monatstagen vervollständigt er wieder als zunehmende Mondsichel die eng zusammen stehende Planetenparade aus auffällig hellen Objekten. Mit Jupiter, Venus und Saturn ergibt sich bei klarer Horizontsicht um 17.30 Uhr ein spektakulärer Anblick dicht über dem Südwesthorizont. Am 28. November wird der Planet Jupiter, leider am Taghimmel und damit für das bloße Auge nicht sichtbar, vom Mond bedeckt.

Im Monatsverlauf sind die fünf hellen Planeten für das bloße Auge sichtbar. Merkur taucht in der letzten Woche des Monats am Morgenhimmel auf. Dagegen beginnt Venus, anfangs noch wenig auffällig, nun ihre Rolle als "Abendstern", die bis in den Monat Mai des nächsten Jahres andauert. Auch der noch unauffällige Mars ist am Morgenhimmel in kleinen Teleskopen leider kein attraktives Beobachtungsobjekt, da die schneller um die Sonne laufende Erde noch weit von unserem rötlichen äußeren Nachbarplaneten entfernt ist. Es sind kaum Oberflächendetails auf der winzigen Planetenscheibe wahrnehmbar. Erst im Hebst 2020 steht er wieder in günstiger Erdnähe. Jupiter beendet allmählich seine Beobachtungsperiode und ist in Horizontnähe kaum noch ein ansprechendes Beobachtungsobjekt. Auch Saturn kann bis zum Monatsende noch nach Ende der Abenddämmerung über dem Südwesthorizont erspäht werden, ist aber in Teleskopen kein attraktives Beobachtungsobjekt mehr.

Die Milchstraße ist ohne überstrahlendes Mondlicht gut sichtbar und zieht sich vom Sternbild Adler über dem Westhorizont zur Cassiopeia (dem Himmels-W oder, je nach Blickrichtung, auch –M) im Zenit bis zum Osthorizont im Sternbild Fuhrmann. Zudem ist bis zum Jahresende der Andromedanebel M 31, die Schwestergalaxie unserer Milchstraße in mehr als 2,5 Millionen Lichtjahren Entfernung, optimal zu beobachten. Sie kann schon relativ leicht mit bloßem Auge als verschwommener Nebelfleck erkannt werden. Weitere attraktive Beobachtungsobjekte sind das bekannte "Siebengestirn", das offiziell den Namen Plejaden trägt, sowie der Doppelsternhaufen h und chi im Band der Milchstraße, schon in kleinsten optischen Geräten.


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