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Sternschnuppen des Monats: Juni-Lyriden vom 10. bis zum 21. Juni, Maximum: 15./16.06., Ausstrahlregion: Sternbild Leier
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Der Sternenhimmel im Juni 2022

Die Sterne im Juni 2022

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© by Winfried Kräling


Kugelsternhaufen attraktive Beobachtungsobjekte

Reiner Boulnois

Volkssternwarte Marburg e.V.

Am Monatsanfang beginnt das meteorologische Sommerquartal mit theoretisch 16 Stunden Sonnenscheindauer. Astronomisch startet der Sommer dann am 21. Juni exakt um 11.14 Uhr MESZ. Genau zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Sonne in ihrer Höchststellung nördlich des Äquators im sogenannten "Wendekreis des Krebses" und erreicht damit die Sommersonnenwende im Sternbild Stier. Während des ganzen Monats können wir die Zeit der "Weißen Nächte" genießen, die in nördlicheren Regionen viel eindrücklicher sind. Über dem noch schwach aufgehellten nördlichen Horizont lassen sich zusätzlich hin und wieder auffällig golden bis blauweißstrahlende, irisierende sehr dünne Wolkenschleier beobachten, die so genannten "Leuchtenden Nachtwolken". Diese entstehen durch die Reflexion von Sonnenlicht an Eiskristallen in der Stratosphäre in rund 80 Kilometer Höhe noch unterhalb der Karman-Grenze, die den Übergang zum Weltall definiert.

Zum Monatsbeginn findet man kurz nach Neumond die zunehmende Mondsichel in den nördlichsten Bereichen der Mondbahn in der noch hellen Abenddämmerung. Am Abend des 13. Juni beginnt die kürzeste Vollmondnacht in diesem Jahr und man findet den hellen Mond nordöstlich vom roten Hauptstern Antares im Sternbild Skorpion. Am Morgenhimmel des 18. Juni geht der nun abnehmende Erdtrabant südlich am Planeten Saturn vorbei, am 22. Juni findet man den Mond dann nahe Jupiter. Am folgenden Morgen bildet er ein attraktives Dreieck mit den Planeten Jupiter und dem Mars und schließlich steht am 26. Juni die sehr schmale Mondsichel nördlich von Venus in der Morgendämmerung.

Während des ganzen Monats Juni bleibt Merkur für das bloße Auge unsichtbar. Die anderen vier hellen Planeten bilden über dem Osthimmel weiterhin eine beeindruckende, allerdings weiter auseinander gezogene Kette als in den Vormonaten. Der Planet Venus weitet seine Sichtbarkeit im Verlauf dieses Monats in der Morgendämmerung über dem Nordosthorizont ein wenig aus. Der rote Planet Mars taucht bis zum Monatsende schon eine Stunde nach Mitternacht auf. Der Riesenplanet Jupiter mit seinen Monden sowie den dunklen Bändern und hellen Zonen in der Atmosphäre lässt sich auch in der Morgendämmerung bei guten Witterungsbedingungen mit Teleskopen beobachten. Es können wieder verschiedene Stellungen der vier im Fernglas sichtbaren Jupitermonde und ihre Schattenwürfe auf der Planetenscheibe verfolgt werden. Auch der Ringplanet Saturn ist wieder ein wunderschönes Beobachtungsobjekt. Am Monatsanfang geht er vor 2 Uhr auf, am Monatsende schon vor Mitternacht. In Teleskopen kann in der Zeit vor der hellen Morgendämmerung das eindrucksvolle Ringsystem mit der dunklen Cassinischen Teilung bestaunt und der Umlauf von helleren Saturnmonden verfolgt werden.

Die Frühlingssternbilder sind nach Westen gerückt, während am Osthimmel das Sommerdreieck mit den auffälligen Sternen Wega in der Leier, Deneb im Schwan und Atair im Adler aufzieht. Tief im Süden macht sich das Sternbild Skorpion mit dem rötlichen Antares bemerkbar. Der Blick auf die Milchstraße ist erst nach Mitternacht in Richtung Südosten ohne störende Lichtquellen beeindruckend. Die "Sternenuhr" aus absteigendem Großem Wagen im Westen und aufsteigendem Himmels-W im Nordosten steht auf Sommer.

Das Sternbild Herkules

In bester Position lassen sich andere faszinierende Beobachtungsobjekte wie die in der Zusatzgrafik dargestellten Kugelsternhaufen im Sternbild Herkules beobachten, das aus nicht besonders auffälligen Sternen einen auf dem Kopf stehenden Riesen darstellen soll, mit dem hellsten Stern Ras algethi = "Kopf des Riesen". Etwa 150 Kugelsternhaufen, die zu den ältesten Objekten der Milchstraße zählen, bilden einen Halo mit einem Durchmesser von 150.000 Lichtjahren und umrunden das galaktische Zentrum in etwa einer halben Milliarde von Jahren. Sie enthalten jeweils bis zu Millionen massearmer Sterne in einer Kugel mit einem Radius bis zu 100 Lichtjahren, was eine sehr hohe Sterndichte im Zentralbereich bedeutet. Diese Sterne enthalten wenig von den Elementen neben Wasserstoff und Helium, was ein Beweis für ihr Alter ist und höhere Temperaturen bedingt. M13 in 24.000 Lichtjahren Abstand von uns kann schon mit bloßem Auge als matter Lichtfleck wahrgenommen werden.


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